Qnap - Schattenkopien

  • Hallo!


    Kurze Frage: wir möchten von einem Windows Server auf eine Qnap 19" migrieren, aber jetzt stellt sich die durchaus berechtigte Frage, ob die Qnap denn auch Schattenkopien kann. Wenn nämlich nicht, dass ist die komplette Migration obsolet. Snapshots sind nicht das was ich meine, ich möchte einfach mehrere Versionen einer Datei haben.


    Grüße,

    Stephan

  • Hmm, aber praktisch verhalten sich die Snapshots doch genauso. Jedenfalls bei unserem alten Windows Server erstellt man zweimal am Tag Snapshots ( oder nach einem anderen Zeitplan) und genauso verhält es sich im Prinzip mit den QNAP Snapshots auch. Man kann sich die Snapshots als "Nur/Lese" Ordner ins Dateisystem einblenden lassen wenn man möchte, genauso funktioniert aber auch die Versionsanzeige auf den Windows Clients im Explorer, wenn man sich die Versionen auf den Shares mit aktivierten Snapshots anschaut. Die Frage ist, ob diese bei der Migration erhalten bleiben müssen. Das wird wohl soeinfach nicht gehen, ich wüßte jedenfalls nicht wie. Wofür benötigt ihr diese denn ? Als Revisionssicheres System bspw. sind Schattenkopien nicht gedacht. Eher als zusätzlicher Fallschirm im Fall des Falles.

  • Ich weiß nicht, ob es dasselbe ist, aber:


    Ich sichere die Daten meiner Windiws-Rechner mittels Dateiversionsverlauf auf mein NAS. Im Windows kann man für den Dateiversionsverlauf beliebige Ziellaufwerke auswählen. Mein Ziellaufwerk ist je Rechner ein dazugehöriger Share auf dem NAS.

  • Ich möchte ja den Server ersetzen, dh. dieser hat ja dann die Daten. Die Clients selbst haben gar nichts gespeichert.

    Hmm, aber praktisch verhalten sich die Snapshots doch genauso.

    Naja, im grunde ist es nicht das gleiche, da ja bei jeder Änderung der Datei sofort eine Schattenkopie erstellt wird und nicht per definiertem Zeitraum, zb. per Snapshot. Wenn zb. die Datei heute 5x geändert wird, gibt es 5 Schattenkopien.

  • Wenn zb. die Datei heute 5x geändert wird, gibt es 5 Schattenkopien.

    Hmm, muss man das extra konfigurieren ? Ich kenne dieses Verhalten bisher so nicht, sondern nur "on demand" oder eben per Zeitplan. Denn im NTFS werden ja keine Änderungen sondern echte Kopien gespeichert. Wenn man Pech hat ist der reservierte Platz dafür ja dann ziemlich schnell weg. Habe mich bisher allerdings nur mit Windows Server 2008 so wirklich beschäftigt, den 2016er habe ich zwar auch, aber bisher noch nichts ernsthaftes damit gemacht.

  • tl;dr: Die QNAP unterstützt Schattenkopien funktional in derselben Weise wie Windows Server.


    Ausführliche Antwort:

    • Die QNAP kann automatisch zu bestimmten Zeitpunkten einen Snapshot anlegen, genauso wie Windows Server eine Schattenkopie.
    • Die QNAP Snapshots einer SMB-Freigabe erscheinen auf dem Windows-Client im Explorer unter "Vorgängerversionen", genauso wie die Schattenkopien eines Windows-Servers.
    • Die QNAP erzeugt nicht jedesmal, wenn eine Datei geändert wird, automatisch eine Schattenkopie, genausowenig wie Windows Server.

    So zumindest meine persönliche Erfahrung mit beiden Systemen.

  • Also hier und hier findet man ganz interessante Infos zum VSS. Copy-On-Write muss man aber irgendwie manuell konfigurieren, soweit ich das durchschaue.

  • TheColorfulDude : Meine Erfahrung sieht anders aus. Auf den Windows-Systemen, die ich bisher administriert habe, hat VSS nie selbständig Dateiänderungen getrackt, sondern immer nur auf Anforderung Snapshots erstellt.


    Vielleicht kannst Du mal konkreter beschreiben, wie man Windows dazu bringt, automatisch bei jeder Änderung einer Datei eine Vorgängerversion anzulegen? Das fände ich durchaus ein interessantes Feature. Die von nasferatu genannten Links geben dazu nichts her.

  • Meines erachtens arbeitet anders als Snapshots. Snapshots sind zeitgeste

    uert. VSS "loggt" jede modifikation einer Datei.

    Hmm, habe mich mal ein wenig informiert im Netz, anscheinend werden wirklich nicht alle Modifikationen mitgeloggt. Man kann auch beim Konfigurieren einen Zeitplan festlegen.


    Zitat

    Der Volumeschattenkopiedienst dient zur Erzeugung und Bereitstellung von Snapshots eines logischen Laufwerks. Im Rahmen der Festplattenkapazität erzeugt der Dienst an Hand von Zeitplänen und nicht an Modifikationen an Dateien und Ordnern. Ingesamt können bis zu 64 Schattenkopien über die Funktion „Vorherige Version wiederherstellen“ angesprochen werden. Seltsam ist dies, da Windows mit max. 512 Snapshots pro Laufwerk umgehen kann.

    Siehe im Anhang bei meinem Server. Ev. wären ja dann die Snapshots doch das richtige, zb. 2x am Tag. Wenn diese Snapshots dann auch am Client als Schattenkopie erschienen, wie @TGSNB schreibt, ist das ja optimal.

  • Wenn diese Snapshots dann auch am Client als Schattenkopie erschienen, wie @TGSNB schreibt, ist das ja optimal.

    Also bei uns funktioniert das vollkommen transparent im Explorer wie bei einem Windows Server. Ich konnte da bisher keinen Unterschied feststellen.