Kostengünstige Sicherung für QNAP-NAS

  • Hallo zusammen,


    ich nutze aktuell eine TS-1273U-RP mit ~ 8TB netto-Kapazität. Ich mache mir gerade Gedanken über ein kostengünstiges Backup-Konzept. Wäre es möglich eine 10TB-Festplatte ins NAS einzubauen, auf die nächtlich alle Daten gesichert werden?

    Hauptsächlich handelt es sich um virtuelle Disks, also keine einzelnen Dateien o.ä.


    Wäre es im Fall der Fälle möglich, die Festplatte aus dem NAS zu entnehmen und woanders einzubinden und auf die Daten zuzugreifen?


    Ich würde ungerne ein weiteres NAS anschaffen. Ein Cloud-Speicher kommt bei der Datenmenge nicht in Frage.


    Grüße

  • Eine spare HDD in das gleiche NAS einbauen wo auch die Daten liegen kann man machen, ist dann meiner Meinung nach etwas aufwändiger schnell an die Daten ran zu kommen. Des weiteren sehe ich es kritisch das Backup in der gleichen Hardware zu machen. Weil bei einem HW defekt alle HDDs mit in den Tod gerissen werden könnten und somit wäre dann auch das "Backup" weg! Ist meiner Meinung nach kein sicheres Backup bzw. würde ich persönlich so nicht als Backup bezeichnen!


    Die günstigste und einfachste Lösung wäre eine externe USB HDD anzuschließen und die Backups da drauf zu machen.


    TR-002 oder TR-004 eignen sich meiner Meinung nach sehr gut. Hab mein TR002 mit Hardware Raid 0 und mit NTFS Konfiguriert und mache da drauf meine Sicherung. Hardware Raid mit NTFS deshalb weil so kann ich das TR an jeden x beliebigen Windows PC anschließen und kann ohne viel Arbeit auf meine Daten zugreifen. Einziges Problem das QNAP zur Zeit mit den TR's hat ist, dass die HDDs nicht in den Standby gehen wenn das TR am NAS angeschlossen ist, an einem PC gehen die HDDs der TR's in den Standby.

    Der Vorteil ist dass die TR's vom QTS erkannt werden und man ein einheitliches System hat welches mir dann auch Fehler bringt wenn in der TR etwas mit den HDD's nicht stimmt. Ob das bei einer extern angeschlossenen 0815 HDD auch zuverlässig oder überhaupt funktioniert kann ich nicht sagen.


    Wenn man sein Backup einigermaßen sicher zu gestalten, wäre es sinnvoll ein zweites NAS an einem anderen Ort zu Stellen und über Sync die Daten auf dem zweiten NAS sichern. Ist halt aufwändig, teuer und man benötigt eine relativ schnelle Internetverbindung.


    Ich finde die TR's einen guten Mittelweg mit dem man im privaten auch ein einigermaßen sicheres ein Backup hat. Wobei ich bei Unternehmen keine Kompromisse eingehen würde und zum teuersten also zweiter Server an einem anderen Ort und über Internet syncen greifen würde!

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  • Hab mein TR002 mit Hardware Raid 0 und mit NTFS Konfiguriert und mache da drauf meine Sicherung.

    Ich würde aber ein RAID 0 NIEMALS (!) als Backup bezeichnen, aber jeder wie er will (und riskiert) ...

  • Ich würde aber ein RAID 0 NIEMALS (!) als Backup bezeichnen, aber jeder wie er will (und riskiert) ...

    Und warum? Bisschen Begründung und ein Vorschlag deinerseits? Es wäre nämlich auch mal interessant zu erfahren wie Du in so einem Fall an die Sache ran gehen würdest oder vielleicht schon ran gegangen bist. Ich finde so einzeilig schnell mal was hingeschrieben immer bisschen, na ja, nichtssagend, unprofessionell und hilft keinem weiter, weder dem Fragesteller, noch mir, noch irgend jemand anderen der hier gern mitlesen möchte!


    Es macht meiner Meinung nach keinen Unterschied ein Backup auf eine normale USB HDD zu machen, da hab ich das Gleiche wie bei RAID0 wenn eine HDD kaputt ist, dann sind die Daten weg. Ist mir alles Bewusst, mein NAS hat ist RAID 10 und macht ein Backup auf ein TR002 mit RAID 0. Ich hätte natürlich auch ein TR004 ebenfalls mit RAID 10 aufsetzen können, das war mir persönlich dann aber zu teuer. Ich bin mir der Gefahren bewusst was es bedeutet mit RAID 0 ein Backup zumachen, aber für mich persönlich ist das ein guter Mittelweg. Ich spiegle meine Daten aufs TR002 und es muss schon der Blitz alles kurz und klein hauen oder meine Bude muss abbrennen oder 3 HDDs von 6 müssen den Geist aufgeben dass alle Daten + Backup weg sind. Ich glaube ich habe schon Sicherheit drin.


    Wenn ich natürlich der absolute Angsthase bin, dann kaufe ich mir noch mal ein NAS mach wieder RAID 10 stelle es 100km bei verwandten in die Bude und mach dort hin dann mein Backup. Aber da geht's dann so ab 500€ für die Hardware los und selbst da hab ich keine 100% Sicherheit ich sage nur Malware, Viren etc. Gut das Problem hat man mit einem USB mäßigen Update auf einen Datenträger auch, ich will nur sagen, dass egal wie viel man ausgibt eine 100%ige Sicherheit wird's nie geben. Selbst in der ach so tollen Cloud nicht. Siehe bei den ultra perfekten Schweizern, bei der Swisscom wurden diverse Daten unwiederbringlich gelöscht!

    Von daher halte ich nichts von der Cloud auch nicht als Backup oder schnell mal was zwischenspeichern...

    5 Mal editiert, zuletzt von Hariboo83 ()

  • Ich finde so einzeilig schnell mal was hingeschrieben immer bisschen, na ja, nichtssagend, unprofessionell und hilft keinem weiter


    Wenn man sich mit dem Thema Datensicherung beschäftigt hat, versteht man sofort was er gemeint hat.


    Schon mal was von der 3-2-1 Regel gehört ?


    Wenn ich natürlich der absolute Angsthase bin, dann kaufe ich mir noch mal ein NAS mach wieder RAID 10


    Das hat nichts mit Angsthase zutun. Und ein 2tes NAS ist dazu nicht unbedingt erforderlich. Außerdem, wenn ich ein NAS als Backup NAS verwende, richte ich das bestimmt nicht als Raid 10.


    Es macht meiner Meinung nach keinen Unterschied ein Backup auf eine normale USB HDD zu machen, da hab ich das Gleiche wie bei RAID0


    Der Unterschied ist, das sich die Ausfallwahrscheinichkeit sich beim einem Raid 0 verdoppelt.



    Es wäre nämlich auch mal interessant zu erfahren wie Du in so einem Fall an die Sache ran gehen würdest oder vielleicht schon ran gegangen bist.


    Meine Daten vom Haup-NAS (Raid 1) werden bei Änderung auf meine Backup NAS (Raid 6) gesichert. Die Home-Ordner vom Haupt-NAS werden täglich um 22.00 auf eine ext. USB gespeichert. Und zusätzlich autom. 1 mal Wöchentlich um 23.00 auf das Backup NAS geschrieben. Desweiteren erfolgt alle 14 Tage eine autom. Integritätsprüfung der Sicherungsdateien.


    Die Daten auf dem Haupt und Backup NAS sind ebenfalls verschlüsselt abgelegt.


    Das Backup NAS wird zusaätzlich auf eine ext. 8TB Platte gesichert. Alle Daten auf den ext. USB Platten sind verschlüsselt und so abgespeichert das ich jederzeit mit meinem Windows PC an diese Daten komme.


    Die wichtigsten Daten sind nochmals auf eine ext. Platte gesichert die sich außer Haus befindet.

  • Verschieden Backup Lösungen gibt es vermutlich wie Mitglieder hier im Club. Wichtig ist vor allem eines: Man muss das Backup machen und zwar regelmässig. Danach kommt das Überprüfen und das Testen der Wiederherstellungen. Ansonsten kann man das Backup auch gleich bleiben lassen.

    Natürlich gibt es sehr unterschiedliche Herangehensweisen. Vieles hängt vom Wissen, vom Geldbeutel, den örtlichen Gegebenheiten und anderen Faktoren ab. Eine ideale Lösung für alle gibt es somit nicht wirklich. Je mehr verschiedene Medien an verschiedenen Standorten desto besser, desto sicherer.


    Ich kann vielleicht kurz anhand meiner eigenen Backup-Strategie - zugegeben alles anderes als eine Standardlösung - ein weiteres Beispiel nennen:

    • Ein komplettes Backup mit mehreren Ständen auf ein QNAP-NAS, RAID1
    • Ein komplettes Backup mit mehreren Ständen auf ein Syno-NAS, RAID1
    • Ein komplettes Backup mit mehreren Ständen auf mehrere externe USB-Festplatten, gelagert an einem anderen Standort
    • Eine synchronisierte Teil-Kopie auf einen zweiten Computer
    • Eine synchronisierte Teil-Kopie in die Cloud

    Sollte auch für eine paranoide Type wie mich ausreichen. :)


    Als einfaches Backup würde ich mit USB-Festplatten arbeiten. Mit mindestens 2 Stück, mehr sind besser. Im Fall von TechLineX würden 12 oder 14 TB Festplatten als Einzelfestplatten ausreichen. Die Festplatten abwechslungsweise verwenden mit mehreren inkrementellen Ständen. Die Festplatten würde ich in jedem Fall nach der Sicherung vom NAS auswerfen lassen und auch physisch abhängen - Sicherung vor Malware und Überspannung. Ist ein wenig mehr Arbeit aber dafür günstiger. Alles kann man nicht haben. Idealer weise ist eine oder gar beide Festplatten ausserhalb gelagert - also wenn sie nicht gerade zur Sicherung verwendet wird. Dies regelmässig ausgeführt sollte schon ziemlich sicher sein für schmales Geld. Klar 12 oder 14 TB Platten sind auch nicht gerade günstig, aber 2 QNAP TRxxx würde ich jetzt auch nicht durch die Gegend tragen wollen. :)

    • Mein Arbeitsrechner ist ein Standrechner mit HW-Raidcontroller, RAID5 mit 6 Disk für die Daten, BS auf SSD.
    • Synchronisiert wird teilautomatisch auf NAS1 mit RAID5 (Dokumente, etc. versioniert autom. ISO-Files etc. manuell)
    • NAS1 wird auf NAS2 (RAID5) repliziert, Job läuft autom. aber NAS2 ist nur bei Bedarf online, sonst stromlos
    • NAS2 wird manuell auf NAS3 (RAID1) gesichert (ca. 1x die Woche, sonst stromlos)
    • so nebenbei hat der Standrechner noch zwei 3,5'' Einschübe für HDD's die sporadisch manuell mit "belanglosem" synchronisiert werden und wieder in den Schrank wandern …
    • externe USB-Disk gibt's auch noch, sind "unnütze" Filme drauf, die ich nicht gleich lösche

    Damit stecke ich schon mal den einen oder anderen Festplattenausfall, Trojaner und was weiß ich, weg.


    Und ja, angefangen habe ich, wie die meisten hier, mit einem kleinem NAS. Das wird dann irgendwann zu klein, ein größeres kommt dazu … schon hat man ein Backup NAS. Irgendwann war auch NAS2 zu klein, dann kam NAS3 ...

  • Ich nutze ein USB 3 Dock und meine beiden alten Datenplatten aus dem PC als Backup.

    Die kommen in ein Wasserdichtes Case und werden dann extern gelagert.

    So habe ich 2 Stände mit allen Daten und die User Ordner sichern jeden Morgen auf eine 2,5er HD die immer dran hängt inkl. Versionierung.


    Dann laufen auf dem NAS noch Snapshots für 7 Tage.


    Das reicht für meine Belange.


    Vor allen wurde das desasta Recovery in der Anfänglichen Bastelphase mehrmals erfolgreich getestet.

    Das wird gern vergessen, gehört aber auch zum Konzept dazu.

  • Hi,

    Das wird gern vergessen, gehört aber auch zum Konzept dazu.

    Das muss ich gestehen habe ich nur einmal gebraucht und da ging alles gut.
    Ob das immer noch so klappt :/.

    Ich hoffe mal das ich so etwas nicht brauche. Ich habe aber zum Glück nicht diese Datenmengen wie ihr. Ich werde auf 6TB umsteigen und das ist nach meinem "entrümpeln" auch wirklich fraglich ob ich das wirklich machen muss. Bei diesen Datenmengen reichen zum Glück noch einfache HDD's.

    Mein Plan ist es aber sein die Daten von der TS-253Be auf der DS-414 zu sichern.


    Somit habe ich ich ein Raspberry PI mit einer externen HDD für die geraden Wochen +

    Raspberry PI mit einer externen HDD für die ungeraden Wochen ein,

    eine externe HDD am NAS +

    dann die DS-414.


    Das sollte reichen oder?


    VG

    Friis