Beiträge von Austro-Diesel

    Na wenn das Backup ohne Verschlüsselung klappt und mit nicht … ? Ich bin in dieser Sache Laie, aber eine Datei bleibt immer noch eine Datei, nur der Inhalt ist verbuxtelt, oder?


    Könnte es sein, dass zum Markieren verschlüsselter Dateien irgendwas am Dateinamen drangedingst wird?

    Ganz ungesichert ist der Betrieb somit also nicht, aber gerade jetzt, in der Jahresendgeschäftszeit, wäre ein Produktiv-NAS-Ausfall auch dann schon heftig, wenn kein Datenverlust einträte...

    Es ist schon ein wenig verwegen sein Geschäft auf Geräte zu gründen, für die es keinen sofort oder zumindest rasch verfügbaren Ersatz, also einen "Plan B" gibt.

    Auch wenn es Kosten verursacht: Zweites NAS besorgen und diese gegenseitig Backup machen lassen. Dann kannst du im Fall des Falles in einer halben Stunde den Laden wieder zum Funktionieren bringen.

    Ich hab alleine auf den Austausch einer QNAP Netzwerkkarte (SFP+) durch QNAP selbst 2 Monate gewartet … hab dann schlussendlich eine beim Versender meines geringsten Misstrauens geordert, nun liegt die von QNAP im Regal und wartet auf ihre große Stunde.

    EDIT: Bedenken sollte man auch die Sorgfaltspflichten zur Aufbewahrung von Unternehmensunterlagen. So diese nur digital vorliegen, kann das heikel enden, wenn sie unwiderbringlich weg wären. Daher ist ein externes Backup oder ein Backup auf eine an anderem Ort gelagerte Festplatte eine sehr gute Idee. Man denke an die möglichen Folgen von Blitzschlag, Einbruch, Vandalismus, Feuer oder eines kapitalen Wasserschadens.

    Als Backupziel mit 10 GBit per SFP+ taugen auch die einfachsten NAS mit ARM-Prozessort (TS-432, -832, -932), da werden bei großen Dateien und ohne Verschlüsselung bis zu 400 MB/s übertragen. Verwende ich seit Jahren mit HBS3, das seinen Zweck sehr gut erfüllt.


    Die Performance bricht bei kleinen Dateien stark zusammen, aber das ist nun mal so.


    Die Frage kann man sich stellen, was eine schnelle Verbindung zum Backupziel bringt, wenn man nur die Differenz sichert. Da muss man schon recht massive Datenänderungen von Backup zu Backup haben, damit das spürbar wird.

    Betrieblich habe ich wegen der nicht so seltenen Stromstörungen im südlichen Wiener Gewerbegebiet alle Arbeitsplätze wie auch die "Serverfarm" an USVs.


    Meine Erfahrung dazu ist: Damit der Krempel jahrelang tatsächlich funktioniert, darf man nicht den einfachsten Angebote kaufen und muss regelmäßig Akkuwechsel einplanen sowie die Funktion prüfen. Es kommt nämlich der Tag, wo der Strom aus ist und die Server auch, obwohl der Selbsttest "okay" war und die Akkus kein Jahr alt waren und nachgemessen gut. Offenbar sind die Wechselrichter ab einem gewissen Alter nicht mehr tauglich.


    Auf jeden Fall habe ich anfangs eher gute und mit den Jahren zunehmend schlechte Erfahrungen mit den Line-Interactive-USVs vom Typ APC SmartUPS-750. Im Neuzustand einwandfrei (oder gleich defekt, hatte ich zuletzt auch zwei Mal), nach dem dritten Akkuwechsel wiederkehrend Akkufehler (Kontaktprobleme?) und/oder keine Leistung, wenn's drauf ankommt. Also weg damit.


    Aktuell versuche ich die Online-USVs von Digitus, mit 1,5 und 3,0 kVA, an denen je 8 Mac minis und 4 Monitore bzw die Server angeschlossen sind. Die sind noch neu und arbeiten daher prima. Als Online-SUV erhoffe ich mir raschere Diagnose bei Wandler-Problemen, der Strom fließt ja immer über den Wandler. Die USVs machen fürs Erste einen guten Eindruck und sind nur wenig teurer als die einfacheren APC SmartUPS.


    Auch eine ältere Eaton 5125 mit 3 kVA habe ich, die funktioniert an anderen Servern noch prima, ist sicher 10 Jahre alt.


    Die Blei-Gel-Batterietechnik in den USVs finde ich ja eigentlich auch richtig "von gestern". Ein LiFePO4-Akku wäre heutzutage haltbarer und wenig teurer.



    Generell denke ich, dass du dir das Ganze nur dann antun solltest, wenn du vom NAS kritisch abhängig bist. Klingt ketzerisch, aber eine USV verursacht Mühe und Kosten und arbeitet nicht zwingend zufriedenstellend. Riskant ist ein Stromausfall auch nur während eines Schreibvorganges. Wer hauptsächlich vom NAS liest braucht nicht gar so viel zu fürchten (Virtuelle Maschinen vielleicht ausgenommen — da kenn ich mich nicht gut aus).


    Der Einsatz eines NAS mit QuTS und dem "crash-sicheren" ZFS-Dateisystem wäre eine andere Möglichkeit. Durch das Journaling-System ist das Dateisystem auch im Fall des Stromausfalls sicher wiederherstellbar. Ich bevorzuge daher betrieblich QuTS, die USV ist nur "Draufgabe".


    Der Aufpreis zu einem TS-473A ist nicht höher als eine passable USV und wartungsfrei.

    Na ja, 2.500 Euro hat da der ganze Server inkl. der SFP-Karte gekostet.


    Vermutlich hätte es für "die schnelle Lösung" der deutlich günstigere 10 Gbit-SFP-Adapter auch getan … mein Switch gibt eh nicht mehr her. Andererseits vermeide ich "Stückwerk".


    Meine Kritik bezieht sich ja auf die Verwechslung unseres Produkts durch den Support trotz übermittelter Seriennummer und Typbezeichnung und die insgesamt zähe Abwicklung.