Upgrade oder nicht, was bringt wirklich wieviel?

  • Hallo Leute, ich glaub ich brauch mal eine Auffrischung / Beratung oder Erklärung wie und wo die NAS Welt sich so dreht.

    Mein aktuelles Setup:
    TS-451+ 8 GB RAM
    4 x WD RED 5200rpm bis zu 180 MB/s mit jeweils 4 TB

    RAID 5 also ca. 10 TB , genutzt davon ca. 3 bis 3,5 TB

    In den letzten Monaten beschäftige ich mich wieder viel mehr mit Medien, Fotos, Videos, etc. und auch die Fotografie ist längst in mein Leben zurück gekehrt.


    Mein Arbeits-PC und das Laptop haben nicht genügend Platz und ehrlich gesagt will ich Bilder auch nicht lokal hosten statt auf der NAS nur um die maximale Geschwindigkeit zu haben.

    Daher ist meine Überlegung viel mehr, wie ich die Performance am Netzwerkspeicher erhöhen kann:


    - Andere Platten? eventuell 2 x SSD für Cache und 2 x HDD für Cold?
    - Andere NAS? QNAP soll es bleiben, aber macht es Sinn auf 6 Bay zu gehen? Besserer Prozessor? Mehr Arbeitsspeicher?

    Was macht am Ende aus?

    Dinge die mich am meisten aufhalten / Nerven:
    - Galerie und QuMagie ist super langsam und nicht wirklich angenehm, gerade wenn man jemanden mal schnell Bilder unterwegs zeigen will (trotz Transkoding)
    - Bibliotheken wie Lightroom oder Lumina brauchen ewig um ein Bild zu laden (und ja 3 bis 5 Sekunden ist ewig, wenn man 900 Bilder einer Hochzeit vergleichen und schnell durcharbeiten will)


    So generell mein Thema, ich browse oft durch die QNAPs der aktuellen Angebote aber erkenne anhand der blanken technischen Daten nicht ob sich wirklich viel bessern würde oder nicht.

    Beste Grüße
    und Danke



  • Also, allgemein gesprochen ist bei QNAP eigentlich alles was unter 1000.-€ kostet nicht wirklich super performant, sobald man wirklich Rechenleistung benötigt. Ich habe damals von einer TS-451 auf eine TS-673A "upgegradet". Das war bei den VMs von der Performance her schon deutlich spürbar, aber das QTS selber ist immer noch streckenweise grottenlangsam. Zumindest die Oberfläche. Aus meiner Sicht ist muss das aber auch unglaublich ineffizient programmiert sein. QuMagie usw. sind nett, aber man hat doch viele kleine Macken usw. Ich würde emfpehlen, mir eine eigene Lösung auf Basis von Containern oder VMs zu bauen. Hier gibt es auch einen Thread zu "immich" , das ähnliches wie QuMagie macht. Man ist gerade bei solchen Sachen auf Gedeih und Verderb an QNAP ausgeliefert. Eine Containerlösung kann man zur Not mit überschaubarem Aufwand auf einen "richtigen" Server portieren. Samt der mühselig erarbeiteten Daten wie Gesichtserkennung etc. Das ging bisher praktisch nicht. In der TS-673A kann man auch eine Graphikarte unterbringen, es gibt auch KI Beschleuniger, wobei ich mit letzterem eher kaum wirklich eine "Beschleunigung" gesehen habe.


    Es bleibt aber letztlich dabei, dass alle QNAP Systeme mit "richtigen" CPUs (i3/i5/i7/Xeon) einfach unfassbar teuer sind. Aber leistungsmäßig ist das einfach eine andere Klasse, dass sieht man schon, wenn man die CPUs bei "Passmark" oder so vergleicht. Die embedded Varianten dagegen sind eher mau von der Leistung. Für mich wie gesagt ist immer noch die x73A Reihe die, mit dem derzeit besten Preis/Leistungs Verhältnis. Und mir einer selbst gebauten Container Lösung stört die mangelnde Effizienz der original QNAP Apps dann auch nicht so sehr.


    SSD Cache bringt nach diversen Berichten wenig bis gar nichts. Was man machen sollte ist, dass alle Apps / Container / VMs auf SSDs liegen, also das System zunächst mit diesen initialisieren. Das merkt man dann schon. Und Speicher schadet auch nicht , gerade bei Bildverwaltung etc. Man kann allerdings ein lahmes System mit mehr Speicher auch nicht sinnvoll beschleunigen, außer es läuft bereits speichermäßig komplett am Anschlag.

  • - Andere Platten? eventuell 2 x SSD für Cache und 2 x HDD für Cold?

    Hallo,

    ein SSD-Cache dürfte außer Problemen nichts bringen (viele Posts im Forum). :(

    Wenn Dir ein Raid 5 zu wenig ist, dann gleich auf ein Raid 6 gehen.

    Andere NAS? QNAP soll es bleiben, aber macht es Sinn auf 6 Bay zu gehen? Besserer Prozessor? Mehr Arbeitsspeicher?

    Die meisten NAS-Reihen (TS-x73A, TS-x64) haben immer die gleiche Ausstattung bei CPU + RAM, d.h. 2 Bay ist mit 6/8 Bay vergleichbar.

    Oder Du gehst in den Bereich der TVS-hx74.

    Anmerkung:

    RAM kann man nie genug haben. ;)

    - Bibliotheken wie Lightroom oder Lumina brauchen ewig um ein Bild zu laden (und ja 3 bis 5 Sekunden ist ewig, wenn man 900 Bilder einer Hochzeit vergleichen und schnell durcharbeiten will)

    Dies dürfte bei keinem der "kleinen" NAS besonders schnell gehen. :/

    Was hier zu einer Beschleunigung führen dürfte, wäre wenn sich dein Systemvolumen mit den Apps und den Bibliotheken auf einem SSD-Volumen befinden würde. :idea:

    Oder gleich alle Daten auf einem Raid 5 mit SSD speichern. Ist aber teuer.

    aber erkenne anhand der blanken technischen Daten nicht ob sich wirklich viel bessern würde

    Der Vergleich der CPU ist schon eine gute Info.

    TS-451+, CPU J1900

    TS-x64, CPU N5105 oder 5095

    TS-x73A, CPU V1500

    TVS-hx74, CPU i5 12400 (gibt auch i3, i7, i9)


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    Intel Celeron J1900 vs Celeron N5105 vs AMD Ryzen Embedded V1500B Quad- vs i5-12400 [cpubenchmark.net] by PassMark Software

  • Noch eine kleine Nebenbemerkung : mehr Leistung heißt auch mehr Strom, was bei 24/7 Betrieb schon ziemlich was ausmachen kann.

  • Also über den Daumen gepeilt, in der Preiskategorie in der ich mich bisher meist befand (TS 46x/45x) bleibt man da eigentlich auf dem Fleck.
    Upgrade auf 280MB/s 7200rpm Platten ist wohl auch eher nur im 1 stelligen Prozentbereich an der Performance spürbar.
    SSD klar, ist halt teuer bei der Datenmenge.

    Na dann ist schon fast zu Überlegen nach meinem Umzug vielleicht nen kleinen Server aufzusetzen aus den alten PCs (9900K, etc.) und die NAS eher als Backup / Sync zu verwenden.

    (jarp Stromverbrauch ist mir klar, das alte leidige Thema)

  • Nichts ist schneller als lokale NVMe SSD, was Storage angeht.

    Bei dir kommen noch mal 1ms für Netzwerk und 15ms Random Zugriffszeit HDs oben drauf.

    Dann ist halt langsam.

    Wirfst da jetzt SSD Storage NAS entgegen, hast du immer noch 1-2ms Zugriffszeiten und bist immer noch 100-1000 mal langsamer als mit der lokalen NVMe.


    Ja es kann so etwas schneller werden, aber unter die 1ms Antwortzeit vom Storage kommst auch so nicht.

    Egal wie viel Hardware du da aufs Problem wirfst.

  • Also über den Daumen gepeilt, in der Preiskategorie in der ich mich bisher meist befand (TS 46x/45x) bleibt man da eigentlich auf dem Fleck.

    Wie gesagt, der "Sprung" von der 451 zur 673A ist schon zu bemerken. Aber gerade bei rechenintensiven Sachen wie Bildverarbeitung sind die QNAP Apps eben auch zusätzlich noch sehr ineffizient. Das merkt man, sobald man eben selbst eine Containerapp aufsetzt und sich wundert, wo das QTS GUI eigentlich die ganze Leistung verbrät. Aber Fakt ist auch, dass ein MiniPC für 500€ mit Proxmox / OpenMediaVault order irgendeinem anderen NAS System ein vergleichbares QNAP einfach gnadenlos an die Wand rechnet. Aber dafür muss man dann halt selbst frickeln.

  • Danke, im Grunde hat es meine Grundgedanken schon getroffen und dachte mir das Ergebnis im Vorhinein, denn so ein Sprung auf 673A oder größer steht gegen einen Mini PC (und selbst frickeln würd ich mich auch wieder reinfuchsen, ehrlich gesagt, juckt mich schon lang mal wieder etwas selbst aktiver zu werden), oder ggf den alten PC mit dem 9900er und 2 bis 3 SSDs für alle Medien und dahinter die NAS als Backup und Dokumentenablage, ggf. für Online Sync unterwegs.

  • Ich würde auch mal Gedanken an die Netzwerkgeschwindigkeit machen. Gigabit ist oftmals ein Engpass (natürlich nur beim Zugriff im Heimnetz, nicht von unterwegs). 10GbE ist nicht mehr unbezahlbar und bringt bei Fotos und Videobearbeitung durchaus was.


    (Dein NAS hat, wenn ich das beim Überfliegen der technischen Daten richtig gesehen habe, keinen Steckplatz für eine Netzwerkkarte. Das wäre also ein Punkt zu beachten beim Neukauf eines NAS.)