QNAP TS431 unterschiedliche Eigentümer/Gruppen

  • Hallo zusammen,


    meine Fotos habe ich auf meiner NAS QNAP TS421 und greife von Gentoo aus mit digikam darauf zu. Das funktioniert seit Jahren. Jetzt habe ich mir ein MacBook für unterwegs geleistet und will ebenso mit nfs auf die Verzeichnisse zugreifen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Eigentümer und Gruppen der Dateien unterschiedlich angezeigt werden. Mit digikam von Gentoo aus habe ich das bisher nicht bemerkt, da sind die Verzeichnisse alle zugänglich (bis auf 2024-06-04 root:root)..... Erst auf dem MacBook habe ich das gesehen, weil einige Verzeichnisse nicht im Zugriff sind...


    Gentoo:


    bis 2024-05-15 uhai:users

    2024-05-19 uhai:cdrom

    2024-05-26 uhai:cdrom

    2024-06-04 root:root


    ab 2024-06-09 uhai:cdrom


    Alle älteren Verzeichnisbäume sind uhai:users zugeordnet.


    Terminal in IOS:


    bis 2024-05-15 1000:_lpoperator

    2024-05-19 1000:19

    2024-05-26 1000:19

    2024-06-04 root:wheel


    ab 2024-06-09 1000:19


    Alle älteren Verzeichnisse sind 1000:_lpoperator zugeordnet.


    Auf der NAS:


    bis 2024-05-15 uhai:everyone

    2024-05-19 uhai:everyone

    2024-05-26 uhai:everyone

    2024-06-04 admin:administrators


    ab 2024-06-09 uhai:everyone


    Alle älteren Verzeichnisse sind uhai:everyone zugeordnet.


    Vermutlich hat das mit den numerischen IDs der Nutzer und Gruppen auf den unterschiedlichen Systemen zu tun? Aber warum habe ich auf Gentoo und IOS 3 verschiedene Eigentümer:Gruppen und auf der NAS nur zwei? Und wie gehe ich jetzt sicher vor OHNE Datenerlust zu bekommen (Ja, ich weiss - Backup). Ich tendiere dazu, die Eigentümer:Gruppen auf der NAS (single source of truth) zu vereinheitlichen. Oder ist es sicherer, die numerischen IDs auf den Endgeräten anzupassen?


    Und warum "übergeht" Gentoo die Eigentümer:Gruppen und IOS macht einen Unterschied?


    Danke für Euren Rat


    uhai

  • Die Zuordnung der Dateieigentümer und -zugriffsrechte erfolgt bei nfs über die User-Id und Gruppen-Id (ab nfs 4.0 geht auch eine Zuordnung über User- und Gruppennamen, aber nicht für alle Geräte gibt es nfs4.0-Clientsoftware). Wenn die Ids nicht zueinander passen, gibt es ein Kuddelmuddel wie bei dir.


    Welche Ids für Benutzer und Gruppen tatsächlich verwendet werden, kann auf jedem System den Dateien /etc/passwd und /etc/group entnommen werden.


    Bei der Verwendung von nfs sollte man dafür sorgen, dass alle Rechner im Netzwerk (zumindest die, die nfs verwenden) für dieselben Benutzer auch dieselben Ids verwenden. root (admin bei qts) hat immer die Id 0, bis id 999 sind Systembenutzer und sollten nicht verwendet werden, ab Id 1000 ist frei für normale Benutzer. (Früher hat Mac OS/X normale Benutzer ab 500 vergeben, was sich bei mir bis heute vererbt hat und gelegentlich Ärger macht.)


    Die User- und Gruppen-Id können mit usermod -u und groupmod -g geändert werden. Dabei werden allerdings nicht die Eigentümer der Dateien geändert, d. h. diese sind der alten Id zugeordnet, und der Benutzer kann auf seine eigenen Dateien möglicherweise nicht mehr zugreifen. chown -R auf das Homeverzeichnis des Benutzers behebt dieses Problem.


    Bei dem Vorgang ist eine gewisse Vorsicht angebracht. Wenn bei einem Benutzer die User-Id geändert wurde, nicht aber die Id im Homeverzeichnis, kann dieser sich nicht mehr einloggen, da er kein Zugriffsrecht auf sein eigenes Home hat. Daher sollte es unbedingt zu jedem Zeitpunkt einen Benutzer mit sudo-Recht geben, der sich garantiert einloggen kann. Außerdem dürfen zwei Benutzer oder zwei Gruppen nie dieselbe Id haben.


    Zu Besonderheiten von Gentoo und IOS3 kann ich nichts sagen, die Systeme kenne ich nicht.

  • Früher hat Mac OS/X normale Benutzer ab 500 vergeben

    ist nicht mehr so?

    Für die gemeinsame Nutzung wäre eine Gruppe für alle noch wichtig.

    kann auf jedem System den Dateien /etc/passwd und /etc/group entnommen werden

    Am Mac probiert und noch mit sudo ergänzt, aber bekomme keinen Zugriff.

    Bei mir ist unter Monterry 12.7.6 der User-Admin mit 501 im Verzeichnisdienst abzulesen. Der root ist deaktiviert.

  • ist nicht mehr so?

    Keine Ahnung. Ich habe auf den neuen Macs die Einstellungen mit dem Migrationsassistenten übernommen, und dann bleiben die Ids gleich.

    Zu /etc/passwd

    Das geht auf dem Mac mittlerweile wohl nicht mehr. Für Linux und Qnap geht das noch. Beim Mac kann man mit dscl an die entsprechenden Informationen kommen.

    Aber es geht noch einfacher.

    Code
    id <Benutzername>

    zeigt für jeden Benutzer alle gewünschten Ids und Gruppen an. Geht bei Linux auch.

    Auf dem Mac gibt es auch kein usermod/groupmod. Das geht dort ebenfalls über dscl.

    Oder du nimmst die Systemeinstellungen, Benutzer und Gruppen, erweiterte Optionen (Rechtsklick auf den Benutzer), dort kannst du die User-Id anzeigen und ändern.

  • Fraglich ist, ob es eine gute Idee ist.

    Es gibt ja noch die mehrstellige UID aus Zahlen-Buchstaben.

    Kann man die z.b. die 502 des Users am Mac problemlos an die 4-stellige am QNAP Nas anpassen?

    Besser wäre ein LDAP-Server, sofern es überhaupt mit QNAP funktioniert. Hat wohl noch niemand eine vollständige Anleitung erstellt.

  • OK, so würde ich das richten:


    1. auf der NAS mit chown alles auf uhai:everyone setzen

    2. ids der NAS ins home auf dem Mac übertragen - ist dscl da das Tool dafür?

    3. dann die userid:groupid auf dem Mac ändern - benefalls mit dscl?


    Aus man dscl konnte ich nicht sehen, wie ich die ids damit anpassen kann. usermod & groupmod findet der Mac nicht. Wo finde ich dazu mehr Infos?

  • Aus man dscl konnte ich nicht sehen, wie ich die ids damit anpassen kann.

    Da steht aber alles drin.


    Die Datenbank ist aufgebaut wie der Verzeichnisbaum im Dateisystem. Mit dscl ohne Parameter bist du im interaktiven Modus und befindest dich im Root-Ordner. Mit cd wechselt du den Ordner, mit ls zeigst du den Ordnerinhalt an, mit read schaust du dir eine "Datei" an, mit change änderst du einen Wert in der "Datei". Du musst ein bisschen suchen, bis du die gewünschten Werte hast, aber der ganze Baum ist ziemlich logisch aufgebaut.


    Also bei dir

    Code
    $ dscl
    
    > cd Contact/Users
    > ls
    > read uhai
    > change uhai UniqueID 502 1002

    Pass auf, dass du dabei keine bereits vergebene Id nimmst.


    (Den change-Befehl habe ich gerade nicht ausprobiert. Daher auf eigene Gewähr.)


    In den Systemeinstellungen lässt sich die Id noch intuitiver ändern.


    Egal ob dscl oder Systemeinstellungen, du solltest nie die Id des Benutzers ändern, mit dem du gerade angemeldet bist. Das kann zu seltsamen Effekten führen und birgt das Risiko, sich komplett aus dem System auszusperren. Ändere daher die Id deines Standardnutzers wenn du mit einem anderen Nutzer (mit sudo- bzw. Admin-Recht) angemeldet bist, auch wenn du diesen anderen Nutzer nur dafür anlegen musst.


    dscl hat mir schon mal die Installation gerettet, als der Migrationsassistent Schrott gemacht hatte. Auch lassen sich dabei Einstellungen ändern, die sonst nirgendwo zu ändern sind. Und wer Lust hat, kann damit sein System schnell und gründlich crashen :evil: .


    Fraglich ist, ob es eine gute Idee ist.

    [...]

    Kann man die z.b. die 502 des Users am Mac problemlos an die 4-stellige am QNAP Nas anpassen?

    Ja, geht.

    Und wenn man alles richtig gemacht hat, sind auch langfristig keine Probleme damit zu erwarten.

  • Oder du nimmst die Systemeinstellungen, Benutzer und Gruppen, erweiterte Optionen (Rechtsklick auf den Benutzer), dort kannst du die User-Id anzeigen und ändern.

    mit dscl-Befehlen komme ich leider nicht weiter, aber mit den Systemeinstellungen ;)


    Auf dem Mac werden noch UUID verwendet. Darf man die auch ändern? Vom Mac-Server sind noch Domainen-User im LAN.


    Kann man Domainenuser und locale user mit gleichen Namen, UID, UUID verwenden?

  • oh - nfs mit Mac!

    Empfiehlt sich doch nicht wirklich, weil keine sichere PW Übermittlung.

    SMB ist doch das einzig erforderliche Protokoll auch für iOS oder?

  • oh - nfs mit Mac!

    Genau darum ging es doch in dem Thema, siehe Eingangsbeitrag.


    Bei nfs gibt es nicht nur keine sichere Passwortübermittlung, sondern es gibt überhaupt keine Passwortübermittlung. Die Authentifizierung erfolgt ausschließlich bei der Anmeldung am Client-Rechner. Und wenn es dann auch nur ein einziges Gerät im Netzwerk gibt, welches nicht unter der Kontrolle der Netzwerkadministratoren steht - was heute Normalfall ist, in der Entstehungszeit von nfs aber eher nicht vorkam - dann ist die Sicherheit von nfs gebrochen. Man kann den nfs-Zugriff auf Freigaben auf einzelne IPs begrenzen, was aber nur ein sehr begrenzter Sicherheitsgewinn ist. Ein sicherer passwortgeschützter Zugriff soll über Kerberos möglich sein, was ich aber nicht probiert habe und was im heimischen LAN auch oversized wäre, aber vielleicht richte ich das mal ein, um zu sehen, wie das funktioniert.


    Dennoch kann es Argumente für den Einsatz von nfs geben. Nfs ist systemnäher für Unix-Systeme und bietet dann Möglichkeiten, die smb und afp nicht haben, z. B. Dateirechte setzen. Es kann vorkommen, dass deswegen ein Programm mit nfs funktioniert, nicht aber mit smb und nfs. Bei mir hat damals auf dem Mac das Subversion-Plugin für Eclipse nur mit nfs funktioniert. Da ich darauf für die Arbeit nicht verzichten kann, habe ich die Freigabe dann auch auf dem Mac mit nfs realisiert.

  • Jetzt habe ich mir ein MacBook für unterwegs geleistet und will ebenso mit nfs auf die Verzeichnisse zugreifen

    Die Freigabe von Verzeichnissen empfiehlt sich SMB.


    Sind nicht unsichere APPs ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für das gesamte Netzwerkinfrastruktur?


    Ein sicherer passwortgeschützter Zugriff soll über Kerberos möglich sein

    Auf der QNAP würde mich auch interessieren. :)

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