HBS3 sehr lahm, ist das normal?

  • Hallo QNAP- und HBS3-Profis,


    da neuerdings erstmal Daten auf meinem NAS liegen, die nicht ihrerseits als Backup von meinem PC oder Notebook aus dorthin kopiert wurden, habe ich nun das erste Backup des NAS selber angestoßen. Zu meiner Verwunderung ist das aber außerordentlich langsam.

    Ich versuche mal, hoffentlich alle relevanten Daten zusammenzutragen:


    NAS TVS-672XT, Firmware 4.5.2.1594, bestückt mit 32 GB RAM (zwei Stk. CT16G4SFD8266, also jeweils Riegel, ) und als Massenspeicher zwei Stk. SSD á 1 TB im RAID1 für System und die Systemordner (auch die bislang einzige VM und der Kleinkram aus dem WEB-Ordner für ein testweise begonnenes MediaWiki) sowie sowie fünf Stk. WD Red EFRX á 4 TB im RAID6, jeweils ein Thick Volume drauf

    Datenvolumen: 3,03 TB auf dem Festplattenpool sowie ca. 50 GB auf dem SSD-Pool

    HBS3 Version 16.0.0419

    Die VM (kleines Manjaro XFCE) wurde gestoppt bzw. nach dem letzten Reboot nach dem Firmware-Update vor 50 Tagen und wenigen Stunden nicht wieder neu gestartet.

    Das NAS war bisher nie und ist nicht aus dem Internet erreichbar.


    Als Sicherungsmedium steckt am vorderen USB-Port (dem schnelleren, auch wenn diese Platte das nicht kann) eine nagelneue externe 5 TB-Festplatte von Western Digital, vom NAS als WD Elements 2620 identifiziert.


    Ich habe die Sicherung gestern vormittag kurz vor 9 Uhr angestoßen, dann hat das System stundenlag die zu sichernden Daten ermittelt und irgendwann wohl tatsächlich mit dem physischen Schreiben begonnen. Stand jetzt, also 13:10 Uhr und damit 28 Stunden und 15 Minuten später, meldet der Sicherungsauftrag 2,03 TB als Größe der verbleibenden Dateien und noch 2 Tage und reichliche 21 Stunden als verbleibende Zeit.


    pasted-from-clipboard.png


    (Update um 13:29 Uhr, weil das Zusammentragen aller potentiell relevanten Infos und das Schreiben an sicht samt Screenshot basteln etwas dauert: "nur noch" 1,93 TB und 2 Tage, 12 Stunden und 45 Minuten verbleibend .... also 20 Minuten später schon 8 Stunden weniger)

    Selbst wenn die Restzeit nach Erfahrungen mit anderen Systemen noch stark variieren mag, so wären doch 4 Tage und selbst 3 oder "nur" 2 Tage für die Sicherung von etwas über 3 TB Daten für meinen Geschmack zuviel. Oder ist das beim ersten Auftrag normal bei QNAP und die Folgeaufträge (Vollsicherung) laufen schneller?


    Was kann hier der bremsende Faktor sein?

    - Die gewählte Deduplizierung käme wohl infrage für die lange Berechnungszeit, aber weniger für die lange Schreibzeit?

    - Verschlüsselung des Backups?

    - das NTFS-Dateisystem der externen Platte? Ich hab das Ding ausgepackt und angesteckt, wurde erkannt. Eigens neu formatiert habe ich da nichts.


    Ich lasse das nun laufen und für einen eventuellen weiteren Versuch liegt eine zweite originalverpackte WD Elements 5 TB bereit sowie eine früher schon für Computerbackups verwendete 4 TB-Platte (auch WD Elements). Interessiert wäre ich aber auf alle Fälle, welche Stellschrauben ich drehen muss, damit so eine Vollsicherung (also Anwenderdateien und PC-Backups auf dem HDD-Volume plus der Kleinkram der VM und Web auf dem SSD-Volume) deutlich schneller läuft.


    Sollte ich HBS3 ignorieren und eine andere Sicherungssoftware fürs NAS kaufen? Für meine PCs/Notebooks habe ich das ja auch getan (Macrium Reflect Home 4er Lizenz) und fürs NAS wäre es mir auch eine kleine dreistellige Summe wert, immerhin war die Hardware ja auch nicht eben Kleinkram (1400 fürs NAS plus für die 7 Datenträger und die beiden RAM-Riegel jeweils rund 100 Euro) und nun bei der Backup-Software zu geizen, wäre inkonsequent.


    Vielen dank für hilfreiche Hinweise und Anregungen :)

    Frank


    (Update 14:10 Uhr (der Haushalt kam kurz dazwischen): noch 1,69 TB und 1 Tag, 21 Stunden und 47 Minuten - also schon einen ganzen Tag weniger als vor einer Stunde, in Summe aber so oder so auf jeden Fall VIEL zu lange.)

  • - Die gewählte Deduplizierung käme wohl infrage für die lange Berechnungszeit, aber weniger für die lange Schreibzeit?

    Doch ist sie, da bei aktivem QuDedup alles in Container verpackt abgelegt wird und diverse Quereinträge erzeugt werden ist das alles andere als schnell beim ersten Backup.


    Ich hab das Ding ausgepackt und angesteckt, wurde erkannt. Eigens neu formatiert habe ich da nichts.

    Dann wist du ein Problem mit dem nächsten Job bekommen, wenn die HD keinen eindeutig identifizierbaren Namen hat.



    Schalte QuDedup bei Job ab, dann hast du die Daten direkt in einem Ordner auf dem Zielmedium liegen und das geht dann wirklich fix.

    Wenn die HD denn USB 3 kann, dauern 3,4TB ca. 8h.

    Wenn nicht, rechne selber aus, wie lange es dauert da mit USB 2.0 ca. 35MB/s Datenraten im Schnitt möglich sind.

  • Herzlichen Dank, dann starte ich kommenden Samstag ein Backup ohne DeDuplizierung :-)


    zur externen Platte:

    a) kann ich die auch nachträglich umbennen oder verhindere ich damit ein Restore aus diesem Backup?

    b) die nächste Platte bekommt einen individuellen Namen, muss ich dafür den Sicherungsjob neu anlegen?

    c) NTFS ist ok oder sollte ich das ändern? Falls ändern: welches Dateisystem ist besser geeignet mit welchen Vor- und Nachteilen?

  • Ich verwende für die Backups am NAS formatiertes EXT4 inkl. AES256.

    Bin da sehr unkreativ, die HD heißt wie der Job.


    Backup1

    Backup2

  • Moin Matselm, zählt denn das Schreiben eines Backups auf die Platte als random write? Dachte bisher, da würde einigermaßen kontinuierlich geschrieben und auch sonst wird SMR hier ab und zu als unkritisch für Einzellaufwerke betrachtet.

    Insofern sollte das nicht der mega-bremsende Faktor sein, oder?

  • Je nachdem wie das Backup erzeugt wird.

    QuDedup schreibt ja nicht nur die Daten sondern auch x mal Beiwerk.

    Wenn da immer wieder der Index geändert wird, ist das dann im reinen SMR Mode gurken Langsam.


    Faktor 10 ist da locker drin.


    Sprich 10 statt 100MB/s im Backup Durchschnitt.


    Musst halt die Zeit beim schreiben haben.


    Beim lesen hingegen fetzen die, wegen der hohen Datendichte.

  • Insofern sollte das nicht der mega-bremsende Faktor sein, oder?

    Ich hatte mich Hier damit beschäftigt. Als Einzellaufwerke in Laptop und Desktop sind die Dinger sicherlich brauchbar, einsetzbar und damit tauglich. Im NAS/RAID oder bei größeren Operationen möchte ich die nicht haben.

  • Danke euch beiden, habe den verlinkten Beitrag gelesen.

    Bin nun gespannt, wie das am kommenden WE ohne DeDup läuft.


    Der ganze IT-Kram ist doch imer wieder spannend und ständig gibt es Neues und man kann wieder etwas dazulernen, ich mache das ja nicht umsonst seit Jahrzehnten beruflich :-D

  • Ich freue mich jetzt mal auf managed Switch und die auf mich wartenden Überaschungen, ganz unberuflich.

    War ja beim Qnapper nicht anders ;-)