Portbündelung

  • Hallo,


    ich möchte an meinem TS-253A die beiden GBit LAN-Ports mittels Portbündelung an einem unmanaged Switch zusammenschalten.


    Wenn ich das bisher gelesene richtig verstehe, müsste ich dem zweiten Port eine IP-Adresse geben und dann in den Netzwerkeinstellungen unter "Add" die beiden Ports zusammenschalten.


    Gibt es sonst noch was zu beachten?


    Befasse mich erst seit Kurzem so richtig mit den Möglichkeiten der Kiste im Keller...


    Danke schon mal im Voraus

  • Der zweite Port kann seine Adresse auch pwr dhcp beziehen.

    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe bekommt der Verbund dann eine neue IP, also Du kannst dem dann nicht die IP zuweisen, die einer der einzelnen Ports hatte. Wenn du deine bisherige IP behalten willst müsstest du die erstmal ändern, damit der Verbund die dann anschließend bekommen kann.

  • mittels Portbündelung an einem unmanaged Switch zusammenschalten.

    Und wie sagst du dann deinem "unmanaged" Switch, dass er zwei Ports bündeln sollte, wenn du ihn nicht managen kannst ?

    Oder hat er doch eine Konfigurationsseite und du kannst da was einstellen?

  • Und wie sagst du dann deinem "unmanaged" Switch, dass er zwei Ports bündeln sollte, wenn du ihn nicht managen kannst ?

    QNAP bietet die Möglichkeit neben LACP auch mit unmanaged Switches die Ports zu bündeln.


    Wenn mit LACP gebündelt wird, bekommt der Trunk wie oben beschrieben eine neue IP, die nicht denen entspricht, die die Ports einzeln hatten, war bei mir jedenfalls immer so. Ob das bei der Bündelung mit unmanaged Switchen auch so ist, weiß ich nicht.

  • Weiss den jemand verbindlich, wie das bei unmanaged Switches aussieht?


    Ich würde in dem Fall nämlich dafür sorgen, dass der gebündelte Port die IP hatte, wie das NAS zuvor.

  • Ich würde in dem Fall nämlich dafür sorgen, dass der gebündelte Port die IP hatte, wie das NAS zuvor.

    Teste es doch einfach oder geht auf Nummer sicher und stelle vorher eine andere IP ein als Du später haben möchtest, dann kannst Du die IP ja in jedem Fall so ändern wie Du sie haben willst...

  • Das weiss das NAS, denn DORT werden die PORTS in den Einstellungen gebündelt.

    Soll so sein ... allerdings hat es bei mir erst funktioniert, nachdem ich dem Switch auch gesagt habe, welche Ports zum Trunk gehören. War ihm ziemlich egal was das NAS vorher eingestellt hatte.


    pasted-from-clipboard.png


    Wenn mit LACP gebündelt wird, bekommt der Trunk wie oben beschrieben eine neue IP, die nicht denen entspricht, die die Ports einzeln hatten, war bei mir jedenfalls immer so.

    Ich habe die gleiche IP wie der 1. Port alleine hatte, ist bei mir im virt. Switch in der NAS so eingestellt ...

    Finde ich so gar nicht schlecht, dann muss ich bei den ganzen Clients nichts umstellen.

    2 Mal editiert, zuletzt von RedDiabolo ()

  • Also nach meinem Wissen muss auf dem Switch die Portbündelung auch konfiguriert werden, daher braucht es einen managed Switch.

  • Trifft auf LACP / 802.3ad zu, nicht aber auf Trunking für "Allgemeine" / Unmanaged Switche...

    Gerade gefunden, weil ich sowas auch in Betrieb habe:

    trunk.PNG


    Der Switch an dem das NAS hängt ist zwar managed, die Ports sind aber nicht entsprechend konfiguriert.

    Weshalb ich hier nicht gleich 802.3ad genutzt habe weiß ich selber nicht mehr, vermutlich wollte ich das einfach testen und habe es so gelassen.


    Edit: ich sehe gerade, dass ich sogar zwei QNAP so in Betrieb habe.

    Jetzt fällt mir auch wieder ein warum ich das so gemacht hatte: Das ist so ein reudiger Netgear Switch für den ich nen uralt Browser oder SSH zum Konfigurieren brauche und deshalb hatte ich kein Bock darauf :S

    2 Mal editiert, zuletzt von tiermutter ()

  • Portbündelung, "Trunking", 802.3ad funktioniert nur mit Switches, die das ebenfalls können. Das einfachste Gerät, was ich dafür jahrelang in Betrieb hatte, war ein Netgear GS-108T.


    Jetzt habe ich mein NAS 3 Etagen tiefer in den Keller verbannt, weil mir die 5 Platten und vor allem das Netztteil (bzw. dessen Lüfter) mit der Zeit doch zu laut wurden, und in den Keller konnte ich nur eine Gigabit-Leitung verlegen. Reicht aber :-)


    Ich habe immer die gleiche IP-Adresse in meinem Netz verwendet, egal ob einfach oder gebündelt. Auch bei der Auflösung der Bündelung hat das verbleibende Interface die eine IP-Adresse behalten.

    Natürlich kann man am NAS Port-Trunking nach 802.3ad konfigurieren und dann immer oder vorübergehend nur eine Leitung nutzen, aber dann gibt es am NAS dauernd Meldungen über eine "degraded" Netzverbindung. Funktioniert, ist aber nicht schön.


    802.3ad-fähige Switches sind allerdings immer gleich deutlich teurer, als solche Switches, die das nicht können. Bei Netgear muss man aufpassen: die erwähnen bei verschiedenen (low-cost) Switches die Möglichkeit der Portbündelung, meinen aber eine statische Konfiguration, die nicht jedermans Sache ist, und ich bin mir nicht sicher, ob die mit allgemeinen Standards (Produkte anderer Hersteller) vereinbar ist.


    Apropos "statische Portbündelung":

    Für kurze Zeit hatte ich mal den Netgear GS108T mit 802.3ad-Trunking mit den zwei GB-Ports des NAS verbunden und andererseits diesen GS108T mit dem Netgear-eigenen Verständnis von Portbündelung mit einem 16-Port-Switch Netgear GS116E gekoppelt.

    Sozusagen ein 2-Port-Backbone zwischen den beiden Switches.

    Lief ebenfalls gut, bis auf den deutlich erhöhten Stromverbrauch, und beide Geräte, die normalerweise völlig unauffällig (geräuschlos und kühl) arbeiten, wurden ungewöhnlich heiß.


    Naja, nichts auf Dauer, ein Switch läuft 24/7, 365 tage im Jahr, und da sollte der Verbrauch bitte so niedrig wie möglich sein.

    Je 5W sind bei Dauerbetrieb rund 15 EUR Stromkosten im Jahr (gilt bei mir in Frankfurt).

    (5W * 24h * 365 = 43,8 kW, zu multiplizieren mit dem lokalen Preis pro Kilowattstunde)


    Nun ja, zur Zeit reichen mir 16 Ports, und seit das NAS im Keller werkelt, hat sich auch die Frage nach Portbündelung erledigt.


    Und ja, natürlich kann man zwei (oder mehr) Ports seines NAS mit dem selben Switch verkabeln, wenn beide Verbindungen am NAS unterschiedliche IP-Adressen haben, aber das hat mit Portbündelung nichts zu tun. In diesem Fall sollte man auf Netzschleifen achten