QNAP und die schöne neue Abo Welt...

  • Nachdem QNAP ja seine Software-Qualitätsprobleme leider nicht wirklich im Griff hat ( z.B. Snapshot Freigabe Ordner fehlen nach Firmwareupdate ) stelle ich leider fest, dass man offensichtlich mehr und mehr Funktionalitäten mit Abo-Modellen versilbern möchte ( QFiling, Hybridmount etc.). Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, für spezielle Funktionen auch extra zu bezahlen. Ich hätte auch gerne einen Serviceplan für Geschäftskunden oder eben für das QTS, um eben nicht halbgare Firmware installieren zu müssen. Nun habe ich jedoch den Eindruck, dass man bspw. bei Hybrid-Mount m.E. eine völlig abstruse Preisvorstellung hat: https://software.qnap.com/hybridmount.html


    Im Ernst, 20$ pro Jahr(!) dafür, dass man eine weitere Webdav / Cloud oder was auch immer Freigabe transparent einbinden kann ? Wie das Preismodell bei QFiling aussieht möchte ich auch lieber nicht so genau wissen. Mal davon abgesehen, dass auf diese Art die Betriebskosten für das NAS immer undurchsichtiger werden. Leider ist das bei Cloud Providern ja auch nicht besser, da ist das einzige Prinzip scheinbar tatsächlich, dass man eben nicht so genau weiß, was es eigentlich kosten soll.


    Wie gesagt, ich würde durchaus für einen Einmal Betrag erweiterte Lizenzen kaufen, denn unstrittig ist ja der Entwicklungsaufwand. Meinetwegen auch ein einzelnes Pro-Abo für erweiterte QTS Funktionen. Aber ich möchte nicht am Ende bei jedem NAS 20 unterschiedliche Subskriptionen haben. Das scheint mir eine insgesamt ungute Richtung zu sein und zeigt nur, dass man höllisch aufpassen muss, dass man am Ende nicht dem Vendor-LockIn unterliegt weil bspw. auf einmal die Fotoverwaltung ebenfalls kostenpflichtig wird. So wie die Richtung des Ganzen sich derzeit darstellt halte ich das für eine ungute Entwicklung.

  • Bis jetzt kann man wenigstens noch 2 Cloud umsonst einbinden.

    2 Lizenzen sind kostenlos bei HybridMount.


    Aber wo gibt es heute kein Abo mehr.:cup:

  • Das ist leider Mode geworden.

    Warum 1 mal Geld einsammeln, wenn man das doch regelmäßig machen kann.


    Ich bin jedenfalls bei so was gleich auf der Suche nach Alternativen.

  • Wer kein Abo verkauft wird aufgekauft


    War z.B. bei OpenMesh so, für den Preis der Hardware, lebenslanger update und Cloud Support .. naja bis die dann von Dato aufgekauft wurden. Dann waren es nur noch 4 weitere Jahre und dann 50% des Abo Preises den Cisco Meraki will.


    War mein Kunde mit 40 von den Mesh Nodes natürlich abgefressen X/

  • Wer kein Abo verkauft wird aufgekauft

    Nur um es klarzustellen: ich hätte weniger ein Problem damit, dass bestimmte Apps kostenpflichtig wären bzw. spezielle Funktionen denn es steckt ja wirklich Arbeit dahinter. Ich möchte allerdings nicht für jede Funktion einzeln ein Abo abschließen und das Ganze womöglich noch pro Gerät! Also entweder Einmalzahlung oder ein "Bulk"-Abo. Alles andere dient aus meiner Sicht nur dem Zweck, die Gesamtkosten eines Systems so intransparent wie möglich zu machen. Vor allem weil nicht klar ist, welche Funktion denn als nächstes kostenfplichtig wird. Oder man lässt den kostenfreien Teil einfach auf dem Ist-Stand. Bei QFiling bspw. steht man ja ganz schnell dumm da, wenn man "versehentlich" updated und auf einmal von den 10 Tasks, die man ganz schnell beisammen hat, nur noch 2 gehen...

  • ich hätte weniger ein Problem damit, dass bestimmte Apps kostenpflichtig wären bzw. spezielle Funktionen

    Nur dass unter speziellen Funktionen jeder wieder etwas anderes versteht. ;)


    QTS hat im Laufe der Zeit gewaltig an Funktionsumfang zugenommen. Dass dies irgendwann nicht mehr alles im Kaufpreis inbegriffen sein kann verwundert eigentlich nicht. Würde QNAP dies direkt in den Kaufpreis reindrücken, würden sich die kleinen Modell wohl nicht mehr verkaufen lassen.

    Ich möchte allerdings nicht für jede Funktion einzeln ein Abo abschließen und das Ganze womöglich noch pro Gerät! Also entweder Einmalzahlung oder ein "Bulk"-Abo.

    Einmalzahlungen decken die laufenden Weiterentwicklungen aber nicht ab. Dann wäre hier, sobald die nächste Version herauskommt, wieder die nächste Einmalzahlung fällig, so wie es viele Softwareentwickler früher hatten. Aber hier sind schon viele auf das Abo-Modell geschwenkt. Das Abo-Modell hat mehrere Hintergedanken: Natürlich vorlaufende Zahlungen. Aber viele Entwickler bieten nur noch Support für die neuste Version an. Und die kann sich jeder Abo-Kunde herunterladen. Wer die neuste Version nicht installieren will oder kann hat einfach Pech gehabt. Aber ich verstehe schon, dass dies den Support natürlich um einiges vereinfacht und somit auch die Kosten senkt, aber auch die möglichen Problemursachen dramatisch reduziert. Die Weiterentwicklung davon sind ja die Cloud-Apps. Da liegt dann nicht mal mehr das Programm auf dem eigenen Gerät. Auch dies hat für den Support gewaltige Vorteile. Ob dies für jeden Kunden immer von Vorteil ist, ist eine andere Sache. Unter dem Strich geht es bei so etwas auch immer um Kostenoptimierung.

    Ich kann hier Deine Überlegungen durchaus verstehen und habe es mit Dir. Bei Programmen und Funktionen die ich permanent brauche ist für mich ein Abo durchaus denkbar. Hier ist die neuste Version und guter Support durchaus von Vorteil. Aber bei Programmen und Diensten, die man nur dann und wann benötigt permanent bezahlen zu müssen finde ich nicht so toll. Beispiel Adobe: Hier kann man nur noch per Abo die Programme benutzen. Als Grafiker und Photograph sicher gut und ok, aber für den Gelegenheitsbenutzer... Das macht Microsoft besser und bietet beides an. Das finde ich gut. Jeder so wie er will. Fragt sich nur wie lange noch.


    Was verstehst Du unter "Bulk"-Abo? Ein Abo kommt heutzutage doch immer ohne Verpackung und Papieranleitung. :/

  • Moin,

    imho kommt man nur aus dem Dilema wenn man seinen Server in Zukunft selber baut und dann die Dinge implementiert die man braucht. Es gibt genug freie Software die große Bereiche abdeckt und wenn man nicht selber Hand anlegen kann oder will gibt es genug Firmen die das können. Nur so ensteht der Druck den die Firmen brauchen, erst wenn ihre Konzepte scheitern wird sich bewegt.

    Solange du bezahlst ist alles gut.

    Gruß

  • Ich habe das ganze hier ja mitgelesen, aber ich bin ehrlich gesagt zwiegespalten. Zum einen... Die QNAP selbst gibts ja nicht als Werbegeschenk von der Firma. Man bezahlt dort nicht unbedingt wenig Geld für das Gerät. Sollen das alles nur die Hardware-Kosten darstellen? Da bin ich ganz sicher anderer Meinung. Jetzt kommen wir zu der Software. Würde diese nicht gepflegt werden, würde sich das in den Absatzzahlen der Geräte wiederspiegeln. Wer kauft sich dann noch so ein Gerät. QNAP hat also auch ein gewisses Eigeninteresse, die Software zu pflegen, denn oft hört sich das so an, als würden die Entwickler das nur aus Gutmütigkeit zu den Kunden machen. Nun kann man ja gerne dieses Abo-Modell nutzen und zumindest die Kosten teilweise wieder herein holen. Nur dann gibt es ja das EOL einer QNAP. Ich würde dieses Abo-Modell vollkommen unterstützen, wenn die älteren Modelle davon auch weiter profitieren. Das entspräche auch dem Grundsatz einer umweltbewussten Strategie. Jedoch die Kunden dazu zu nötigen, nach x Jahren eh das Gerät abzutreten, wenn diese auf Sicherheit im Internet wert legen, unterstützt in meinen Augen dieses Abo-Modell in keiner Weise. Ich bezahle gerne für ein Abo, wenn mein Gerät 10 Jahre alt ist und ich dadurch dem Hersteller vertrauen kann, dass dieser die Sicherheit auch weiter pflegt. Ein Abo auch einzelner Funktionen macht für mich erst dann Sinn, wenn ich auch langfristig dadurch die Nutzung dieser in seinem vollen Funktionsumfang gewährleistet sehe. Wenn ich z.B. das Abo für 10 Jahre abschließe, die grundlegenden Funktionen jedoch durch das EOL des Gerätes in der Zwischenzeit nicht mehr sichergestellt werden, macht für mich dieses Marketing-Modell keinen Sinn mehr.

  • as verstehst Du unter "Bulk"-Abo? Ein Abo kommt heutzutage doch immer ohne Verpackung und Papieranleitung.

    Naja, so ähnlich vielleicht wie das Microsoft bei Office365 macht: also 60€ / Jahr für bspw. bis zu 5 Geräte ... meinetwegen für erweiterte Office Funktionen bei QNAP . Aber nicht so popelig auf der Ebene "max. X Aufgaben bei QFiling". Entweder kann man es voll nutzen danach oder nicht. Ich will nicht ständig überlegen müssen, ob die Lizenz für eine Funktion zu klein wird. Das kann man für Großunternehmen machen und da versteht auch schon keiner die Lizenzierungsbedingungen von M$...


    Man bezahlt dort nicht unbedingt wenig Geld für das Gerät. Sollen das alles nur die Hardware-Kosten darstellen? Da bin ich ganz sicher anderer Meinung. Jetzt kommen wir zu der Software. Würde diese nicht gepflegt werden, würde sich das in den Absatzzahlen der Geräte wiederspiegeln.

    Wie gesagt, die reinen Hardwarekosten sind ja lächerlich bezogen auf die Leistung...und na klar wird damit die Softwareentwicklung mitfinanziert. Ich kann auch verstehen, dass man die Funktionalität nicht beliebig erweitern und pflegen kann, wenn man ausschließlich Geld über den Hardwareverkauf einnimmt und die Geräte eine lange Lebensdauer haben. Deswegen könnte ich mir schon vorstellen, eine Art Service/Funktionsabo zu kaufen, wenn die jährlichen Kosten im Rahmen sind. Aber ich will nicht für jede einzelne Funktion entscheiden müssen sondern meinetwegen macht man bestimmte Apps dann zu "+" Apps, die man im Rahmen dieses Abos nutzen kann. Aber eben gleich einen ganzen Schwung, so dass es nicht einen völlig unübersichtlichen Variantenzoo gibt. Es musst halt absolut klar sein, welche Funktionalitäten jetzt und in Zukunft mit dem Hardwarekauf abgegolten sind und welche eben "Premium" sind. Den Spaß hatten wir ja schonmal mit dem Twonky. Ich überlege mir ja vorher was ich nutzen möchte und was im Grundpreis enthalten ist. Wenn sich das jetzt ändert muss das absolut transparent sein. Und die Preisvorstellung bspw, bei Hybrid Mount finde ich ausgesprochen sportlich...die Fritz!Box bspw. kann das ja schon seit langem, obwohl der Vergleich natürlich hinkt rein performancemäßig. Wenn man da für 2 Mounts 20$ im Jahr möchte ist das doch überzogen...dann kommen noch 3 -4 andere Sachen dazu und schon kostet einen ein QNAP 200$ im Jahr...ohne Stromkosten wohlgemerkt.

  • Vielleicht müsste hier auch nach Privat- und Business-Anwender unterschieden werden. Im Businessbereich ist man es ja gewohnt, dass gewisse Programm und Dienste auf eine bestimmte Anzahl (Prozessoren, Benutzer, Clients, Tasks, IPs oder was auch immer) begrenzt ist. Das ist hier gängige Praxis.

    Über das Modell kann man dies jedoch nicht steuern, da KMU und auch Business Modelle auch im privaten Bereich eingesetzt werden, gelegentlich sicher auch umgekehrt.

    Ich bezahle gerne für ein Abo, wenn mein Gerät 10 Jahre alt ist und ich dadurch dem Hersteller vertrauen kann, dass dieser die Sicherheit auch weiter pflegt.

    10 Jahre ist schon ein ordentliches Alter für ein Gerät. Die Software könnte man sicher auch noch weitere 10 Jahre pflegen, aber wie sieht es mit der Hardware aus? Wenn Du Geld für die Pflege der Software Deines Gerätes ausgibst, dann erwartest Du sicher auch, dass bei Hardwaredefekt die passenden Teile vorrätig sind. Aber das würde wieder Geld kosten, also noch ein Abo für Hardware. Im Business Bereich ist dies so übliche Praxis. Kostet so aber ordentlich Geld. Aber über 10 Jahre ein Gerät einsetzen? Hmm. Dann noch Teile dafür bekommen? Hmm.


    Wie viele Leute würden dies dann wohl so nutzen?

    Im Business-Bereich wohl kaum. Das Ausfall-Risiko bei Geräten über 10 Jahren, ähm ja. Viele Firmen ersetzen ihre Hardware noch vor 5 Jahren. Ja, umweltfreundlich ist anders. In meiner Firma z.B. nutzen wir die Geräte etwas länger, aber auch keine 10 Jahre (außer das TS-809 Pro, das wird Ende Jahr 10-jährig :) ), und verkaufen die Geräte dann an einen Aufbereiter, der die Gerät für ein paar Euros an private weiterverkauft. Hier können die Geräte problemlos noch ein paar Jahre ihren Dienst tun. Im Business-Bereich kommen Ausfälle aber eben immer teuer.

    Und im privaten Bereich, wo alle immer das Neuste, Beste und Tollste wollen? In einem Bereich, wo ein 2-jähriges TV-Gerät in den Müll wandert, weil das neue Modell ein paar Pixel mehr hat, ein wenig schmaler ist oder zusätzlich Dolby Version "Mega muss ich haben" hat. Smartphones werden knapp nur ein Jahr eingesetzt, auch wenn sie über 1'000.- Euro kosten. Teurer als die meisten NAS. Hmm.

  • Vielleicht müsste hier auch nach Privat- und Business-Anwender unterschieden werden.


    Korrekt. Dann sollte Qnap vielleicht endlich den Weg beschreiten eine Grundfirmware zu erstellen wo der User sich dann die Programmteile dazu holen kann die er benötigt. Ob das jetzt auf Basis eines Abomodells oder einmal Zahlung pro Version käme auf die Programmfunktion an.

  • [OT]

    10 Jahre ist schon ein ordentliches Alter für ein Gerät.

    Mal ganz ketzerisch gefragt: wieso?


    Ich verstehe es völlig, wenn auf so alter Hardware keine neuen Funktionen mehr hinzugefügt werden, weil die Power dafür nicht ausreicht. Ich habe ebenso Verständnis dafür, dass man auch sonst neue Funktionen nicht auf ältere Hardware adaptiert, weil sonst neue Hardware schlechter verkäuflich ist.


    Aber nachhaltige Bauweise ist ohnehin ein gern missachtetes Gebot aus volkswirtschaftlichen Gründen und ökologischen Gründen sowieso. Man kann die meiste Technik auf Laufzeiten von deutlich größer als 10 Jahren auslegen. Nur weil wir quasi drauf trainiert wurden, dass Elektronik alle paar Jährchen neu gekauft werden muss, ist das doch kein gott-gegebenes oder naturwissenschaftlich belegtes Dogma.


    Mein damals nicht billiger HiFi-Turm von Denon aus den frühen Neunzigern funktioniert noch weitgehend reibungslos (nur die Steuerung des fünfach-CD-Wechslers fing nach <10 Jahren an zu zicken, die Schublade geht oft gleich wieder zu und man muss das Öffnen-Knöpfchen mehrmals drücken, bevor sie offen bleibt), viele alte Flachbildfernseher laufen noch problemlos (von noch älteren Röhrengeräten ganz abgesehen), ebenso mit Elektronik vollgestopfte Funkgeräte, Modelleisenbahnen, Router usw. usw. usw. .... zehn Jahre sind meiner Ansicht nach noch lange kein ordentliches Alter für elektronischen Technikkram.

    Und dabei reden wir noch nicht über Technik ohne Elektronik, also von über 100 Jahre alten Kranen, Schiffen und Lokomotiven oder über 50 Jahre alten Autos und Flugzeugen, LKW, Trecker usw. usw. Kommerziell für Passagiertransport genutzte Flugzeuge sind vielfach weit über 10 Jahre im Einsatz und da steht mehr auf dem Spiel als bei NAS' - nun komme ich auf meine Eingangsfrage zurück: warum also sind läppische 10 Jahre für so ein Kästchen ein ordentliches Alter? Ich meine damit nicht die "Verschleißteile) Festplatten, Lüfter und eventuell auch hier und da Taster und Schalterchen, sondern den Rest des NAS ohne bewegliche Teile.


    Von Montagsgeräten (Material- oder Produktionsfehler) mal abgesehen sollte man zehn Jahre und mehr als ziemlich normal erachten und nicht als bemerkenswert thematisieren. Allem Anschein nach wurden wir vom Hersteller-Marketing sehr gut konditioniert, wenn wir über ein ordentliches Alter von vergleichsweise jungen Geräten ohne Verschleißteile (!) reden :-/

    [/OT]


    Und noch etwas on topic: Ich verstehe nasferatu so, dass er nicht mehrere separate Abos für verschiedene Funktionen des NAS bezahlen will, sondern wenn schon, dann eins für das Gesamtpaket des Anbieters, was dann auch die Pflege der Firmware und auch alle Apps umfasst, so jedenfalls deute ich "bulk".


    Auch wenn ich den Trend zu immer mehr und mehr Abos sehr kritische sehe, würde ich so ein Abo verstehen und evtl. sogar bezahlen, wenn es denn erst nach einigen Jahren einsetzt. Nur als Hausnummer und nicht als festgetackert zu verstehen: beispielsweise 10 Jahre ab Kauf könnte die Produktpflege inklusive sein, danach für ein moderates Abo.

    Wenn ich den Abstecher zu meinem OT-Text weiter oben machen darf: Wenn die Kisten eh langlebig sind und die Käufer wissen, dass es sich auch lohnt, werden sie das Abo bereitwiller zahlen, als wenn die Technik den Ruf hat, kurz nach Ende der 24-motigen Gewährleistung zu zerfallen oder eben jede Firmware das Ausfallrisiko erhöht, statt die Kiste besser abzusichern und stabiler zu machen - dafür zahlt wohl keiner freiwillig ein Abo. Wirtschaftlich ist das auch für den Anbieter, lieber viele zufriedene Kunden, die das nicht überteuerte Abo gerne und lange bezahlen, als Kunden, die nur zwangsweise zahlen und möglichst schnell abspringen. Und abseits der betriebswirtschaftichen Sicht ist es volkswirtschaftlich ohnehin besser, wenn Technik langlebiger ist und die Abfallberge nicht weiter derart schnell wachsen wie in den letzten Jahrzehnten und Jahren - Luftvergiftung durch Müllverbrennung und die zunehmende Verseuchung praktisch aller Lebensräume mit Mikroplastik seien exemplarisch erwähnt.

    Um zum Schluss nochmal das schöne Wort "ketzererisch" indirekt einzubringen: Schlüge mal die Entsorgungs- und Aufbereitungskosten konsequent auf die Produktpreise um, wäre es womöglich sogar auch betriebswirtschaftlich gesehen rentabler, langlebige Technik zu bauen und langjährige Produktpflege zu betreiben. Mit einem vernünftig gerechneten Abo - als Servicepauschale für die Produktpflege statt Nutzungsentgelt für ein Produkt, was Eigentum des Herstellers bleibt - können dann sicherlich Hersteller und Kunden gleichermaßen gut leben.

  • Digedag64

    Du rennst da bei mir offene Türen ein. :)

    Bei meiner Hifi-Anlage im Wohnzimmer stammt die älteste Komponente noch aus den 80er Jahren. TV ist ein LCD eine der ersten Generationen und ich habe noch ein Notebook aus dem Jahre 2004 im Einsatz. Aber diese Geräte sind alle nicht im Dauerbetrieb.


    Die 10 Jahre kommen nicht von ungefähr. Die von Dir erwähnten Verschleißteile sind nach 10 Jahren kaum mehr zu erhalten. Festplatten sind vermutlich noch das geringste Problem, aber auch hier muss erst mal ein kompatibles Modell gefunden werden. Lüfter müsste man sich selbst einen passenden aus dem Elektronikteile-Shop ordern und Tasten, die müsste man sich wohl schon selbst passend zusammenbauen. IT-Ersatzteile sind nicht wie Autoersatzteile. Meist sind diese schon nach 5 Jahren kaum mehr erhältlich. Die Entwicklung ist hier extrem viel schneller. Natürlich könnte der Hersteller hier ein großes Lager halten, wird sich für ihn aber kaum rentieren.

    Umwelttechnisch wäre dies natürlich sehr viel besser. Aber wie viele Leute haben und leben schon nach diesem Bewusstsein? Nur wegen uns zwei wird QNAP sicher kein großes Lager mit Ersatzteilen aufmachen. :)

    Kommerziell für Passagiertransport genutzte Flugzeuge sind vielfach weit über 10 Jahre im Einsatz

    Vermutlich noch sehr viel länger. Aber die werden aber auch mehrfach nach- und umgerüstet. Wenn Dein NAS mehrere Millionen Euro kosten würde, würde dies dann auch rentieren.

  • Ich will jetzt hier garnicht so viel dazu schreiben.

    Ich finde es gelinde gesagt aber eine Frechheit wo wir schon bei HybridMount sind.

    Vor 4.4.2 konnte man über die Ferneinbindung direkt in der File Station einen Remote-Ordner einer anderen NAS einbinden.

    Danach hat man eine App dafür gebraucht. Und diese App danach noch kostenpflichtig zu machen ist meines Erachtens zu viel.

    Ich bin nicht bereit für was zu zahlen was "vorher" auch ohne App ging!

    Es ist mir auch egal ob da Asustor, Synology oder QNAP draufsteht.

    Ich werde sowas nicht unterstützen und mir für solche Sachen Alternativen suchen.

  • Wenn wir Touristenrundflüge mit echten Oldtimern inkludieren, fliegen sogar noch über 70 Jahre alte Flugzeuge wie die Ju-52 herum :-)

    Ich habe bewusst zurückhaltend formuliert und zielte mehr auf die halbwegs modernen Airbus und Boeing ab, die von den "reichen" Fluggesellschaften nach wenigen Jahren wieder ausgeflottet (?) werden und dann von kleinen Gesellschaften übernommen und betrieben werden. Zwischen denen und den Oldtimern liegen dann natürlich noch sehr viele Maschinen von McDonnell Douglas oder Antonov und einem halben Dutzend anderer Anbieter aus aller Welt (auch kleine Kisten wie Cessna und LearJet usw.), die seit über 30 Jahren fliegen.


    Und da haben wir nur die Flugzeuge, die sicher ein wenig exponierter sind, da in der Luft keine Notbremsung möglich ist und die Betriebssicherheit und Funktion überlebenswichtig sind. Wenn wir über Industrieanlagen Dampfschiffe und Landmaschinen bis runter zu Kaffeemaschinen und Radios gehen, finden sich noch viel erstaunlichere Langläufer (bezogen auf Herstellungsaufwand und konzipierte Haltbarkeit) und nicht alle davon waren (mehrere) Millionen teuer :-)


    Guter Schlusssatz übrigens, das stimmt natürlich auch :)

  • Und noch etwas on topic: Ich verstehe nasferatu so, dass er nicht mehrere separate Abos für verschiedene Funktionen des NAS bezahlen will, sondern wenn schon, dann eins für das Gesamtpaket des Anbieters, was dann auch die Pflege der Firmware und auch alle Apps umfasst, so jedenfalls deute ich "bulk".

    Das ist grundsätzlich richtig. Ich möchte halt nicht 10 verschiedene Abos für irgendwelche Einzelfunktionen bezahlen müssen sondern wenn, dann eine Art Gesamtpaket, meinetwegen auch für einzelne Funktionsbereiche, bezahlen. Und preislich wird das schnell ganz schön teuer, wenn bei jeder App das kleinste Abo praktisch 20$ kosten sollte...


    Vor allem geht es mir aber darum:


    Ich kaufe ein Gerät mit einem bestimmten Funktionsumfang. Den möchte ich während der gesamten Nutzungsdauer erhalten wissen und nicht zu irgendeinem Zeitpunkt auf einmal Funktionen verlieren, die vorher kostenlos waren. Man könnte einwenden, die Apps waren ja schon immer optional. Aber ganz wichtig aus meiner Sicht ist die Transparenz der Nutzung für den User. Das beste wäre, man erweitert die Apps per Plugin um kostenpflichtige Zusatzfunktionen. So ähnlich wie bei den Medienerweiterungen der Photostation etc. Dann hätte man einen Bereich, der immer da und kostenfrei wäre und einen, den man kostenpflichtig machen könnte. Das wäre aus Sicht des Nutzers auf jeden Fall transparent. Was mich eben ärgert an der Vorgehensweise ist, dass man auf einmal Dinge wie QFiling auf einen Schlag unbenutzbar macht ( denn 2 Aufgaben sind ja pillepalle). Und ein Firmwareupdate kann ich ja nicht ewig herauszögern, weil dann Sicherheitslücken nicht mehr gefixt werden. Könnte ich auf einem bestimmten Funktionslevel bleiben UND Sicherheitspatches kriegen wäre ja alles schön. Meine Entscheidung, ob ich neue Funktionen und ggf. Geld dafür ausgeben will oder nicht. Aber so wird ja meine derzeit funktionierende Dateiablage mit einem Schlag unbrauchbar, sobald ich versehentlich auf QFiling 3 updaten sollte. Meines Erachtens ein Unding. Und wenn das schon so losgeht kann ja jeder mit ein wenig Fantasie mal überlegen, was dies vielleicht für die schon recht ausgebufften Funktionen der Photostation bedeutet. Ich will einfach als Kunde nicht so plump über den Tisch gezogen werden.

  • Ich kaufe ein Gerät mit einem bestimmten Funktionsumfang. Den möchte ich während der gesamten Nutzungsdauer erhalten wissen und nicht zu irgendeinem Zeitpunkt auf einmal Funktionen verlieren, die vorher kostenlos waren.

    Das war damals genau der Ansatz, den ich während der Twonky Debatte verfolgt hatte. Seinerzeit hatte QNAP aber noch nicht den Mut zuzugeben, dass sie selbst Twonky aus der Firmware herausgekegelt hatten, und stattdessen behauptet, der Hersteller von Twonky wäre der Verursacher gewesen. Nach dieser Aktion wurde QNAP für mich obsolet. Solche Aktionen lassen eine vertrauensvolle Partnerschaft zwischen Kunden und Hersteller nicht mehr zu.


    Grundsätzlich wäre ich immer bereit für eine gute Firmware zu bezahlen. Allerdings muss das Produkt aber auch überzeugen...

  • Hallo,


    Abo nein danke. Ich benütze 6 Nase aber mehr als die hälfte läuft nur wenige Tage im Jahr. Die sind nur zum Backup an und dann wieder aus.

    Das wäre für mich schlecht ein Abo für die Geräte zu zahlen die nur so selten laufen. Abos bei Hardware schreckt mich nur ab als beispiel:

    Hab mir einen Zyxel USG (firewall) geholt und es erst später gesehen das man Abos(Lizenz) braucht oder gleich mehrere.

    Wenn sowas bei Qnap kommt wird das viele vergraulen zuminderst erst Käufer. Wenn das Abo dann noch mehr als die Hardware kostet.

    Ich zahle auch Abos für Virenscanner und Backup Programm. Aber da weiß ich auch was ich bekomme und nicht wie bei Hardware mit kleinen *


    * zubuchbar für XXX,- in Jahr


    Was 10 Jahre alte Hardware betrifft die alte kann mit neuen Sachen nicht mehr so mithalten. Einmal das Tempo dann Anschlüsse oder Hardware Verschlüsselung, Sicherheit , neue Standart usw. . Auch die Auto wie weiter oben geschrieben halten über Jahrzehnte aber auch ohne:

    Sicherheitsgurt,Airbag,ABS usw. wenn nicht nachrüstbar.


    Was ich aber bei Windows nicht verstehe ich hab immer gerne für ein neues Windows gezahlt. Aber jetzt gibt es doch kein neues Windows mehr

    wie machen die Geld?. Ich hab immer so 5 bis 8 Lizenzen gekauft aber seit Windows 10 nicht mehr.

    Ich würde bei Qnap nur Zahlen wenn die Neue Firmware raus bringen bei Großen Sprüngen.


    Gruß


    Merbold

  • Aber jetzt gibt es doch kein neues Windows mehr wie machen die Geld?

    So gut wie alle PCs werden mit einer Windows-Lizenz verkauft. Dazu kommen die diversen Cloud-Dienste (Abos - ganz passend zum Thema :) ) die Microsoft anbietet. Mit denen macht MS inzwischen wohl schon mehr Kohle als mit Windows 10 Lizenzen. Dazu kommen noch die Firmenlizenzen (Server und so). Da wird man ordentlich geschröpft. Dass man mit einem PC auf den Server zugreifen darf wird Kohle fällig. Ich vermute Privatkunden sind für MS nur noch Kleingemüse nebenher (ich sage jetzt absichtlich nicht Abfallprodukt :evil: ).