Static, Thick oder Thin

  • Hallo Zusammen,


    Frage1

    Ich habe in einer TS-670 2x1TB SSD Raid1 und 2x10TB Raid1.

    Auf dem ssd läuft das System und virtuellen Maschinen. Auf den 10TB laufen Archivdaten und Cloud-Sicherungen.


    Was denkt Ihr ist für ein reines Datengrab-Backup wo kein System drauf ist Besser?

    Static oder Thick? Ich brauche keine weiteren Pools oder Volumes. Mir reicht ein Volume über die 10TB. Macht Snapshot Sinn bei reinen Backupdaten?


    Frage2

    Ich habe noch ein kleines NAS. Ist es besser anstatt im großen Nas 2x10TB Raid1 lieber in jedem eine 10TB und 1:1 zu syncen?

    Habe ich dann nicht Festplattenausfall und Backup zugleich oder denke ich etwas zu flach?


    Gruß

  • Jedes "Backup" innerhalb des NAS ist kein Backup, allenfalls eine weitere Kopie der Daten!

    Fällt das NAS mit z.B. defekter Backplane, Blitzschlag, Überspannung, Diebstahl, sonstiges... aus, dann nutzt das "Backup" dort gar nichts.


    Pack beide Platten in das kleine NAS als Raid1 und mach darauf das Backup.

    Eine 1:1 Sync um einem Festplattenausfall vorzubeugen, wirst Du so auch nicht hinkriegen.

    Auf jeder Platte sind mehrere Partitionen, bis auf die Datenpartition enthalten die aber unterschiedliche Dateien.


    Gruss

  • zu 1)

    Static dürfte ein Ticken schneller sein ist aber im Vergleich zu Thick mit Speicherpool unflexible. War Jahre lang ein Verfechter von 1-1-1, 1 NAS, 1 RAID, 1 Partition. Inzwischen haben meine neueren NAS zwar immer noch nur ein RAID, aber einen Speicherpool mit einem oder mehreren Partitionen in Thick. Die lassen sich vergrößern,verkleinern, hinzufügen und entfernen. Man weiß ja nie. ;)


    zu 2)

    Was willst Du nun bzw. ist Dir wichtiger: Ausfallsicherheit oder Datensicherheit?

    Ausfallsicherheit = RAID

    Datensicherheit = Backup

    Von daher würde ich empfehlen lass die beiden 10 TB im großen NAS für Ausfallsicherheit und kauf eine weitere Festplatte (besser 2, ja für Ausfallsicherheit auf fürs Backup :) ) fürs Backup NAS.

    Je nach Datenmenge sollte aber vom Speicher her das Backup NAS größer sein, damit man mehrere Stände der Daten vorhalten kann.

  • Hallo Mavalok2,

    Danke für deine Einschätzung. Ich tendiere dann weiter zu Raid1 mit Thick, der Umbau zu Static ist meines Wissens nach nicht ohne Löschung möglich und ich denke bei Static von den 10TB auch nur 9TB wie bei Thick als effektiven Speicherplatz zu haben.


    Jetzt würde ich wohl im kleinen NAS 2x4TB im Raid1 verbauen, das sollte für den Moment für meine Alltagsdaten wie Bilder/Eigene Dateien bissel Musik und gesammelten Programme reichen. Aber wenn dann doch der Speicher ausgeht, kann ich problemlos von Raid1 auf Raid0 migrieren? Oder anders gefragt wie würde ich ein Raid1 auflösen ohne die Daten hin- und her kopieren zu müssen, Freigaben wieder neu anlegen, Rechte setzten etc?

  • kann ich problemlos von Raid1 auf Raid0 migrieren?

    Nein, das ist nicht möglich!

    Raid Migrationen gibt es nur eine Richtung:

    Singledisk -> Raid1

    Raid1 -> Raid 5

    Raid5 -> Raid6


    Aber niemals zurück ohne Neuaufsetzen.

    Du kannst nur bei Deinem Raid1 beide Platten nacheinander ersetzen (bedeutet jedesmal einen Rebuild) und danch die Kapazität erweitern.

    Bei Cat2 NAS ist das einfacher, bei Cat1 NAS (Legacy Firmware ohne Poolmöglichkeit) ist aber bei einer Volumegröße von 16TB Schluß, mehr könnten die Geräte nicht ohne Neuaufsetzen.


    Gruss

  • Danke, das habe ich befürchtet.


    Eine andere Frage:

    Ich habe als kleines NAS das TS228A und bin damit nur semi glücklich ;-)

    Der Stromverbrauch ist ok und man könnte das Ding daher auch 24/7 anlassen.


    Aber ...

    • Es hat keinen Ruhemodus und das Starten dauert recht lange
    • das klackern der Festplatten ist selbst bei Entfernung von 3m deutlich zu hören und so fürs Wohnzimmer ungeeignet


    Welches 2-Bay Nas könnt ihr da ehr empfehlen? Liegt das mit dem Geräusch vermehrt an dem Plastikgehäuse? Denn die selben Platten im TS-670 machen nicht so radau.

    Ich habe mir das TS-253Pro mal angeschaut, dass sollte auch den Ruhemodus unterstützen und ist ein Metallgehäuse. Zudem sind die Lüftungswege deutlich effizienter.


    gruss

  • Welches 2-Bay Nas könnt ihr da ehr empfehlen?

    wenn du das nur fürs Backup verwendest, dann könntest du z.B. auch ein TS-231K nehmen. Ich habe ein TS-431P (Vorgänger) und bin damit sehr zufrieden auch mit der Lautstärke. Für ein Backup-NAS absolut ausreichend.

  • Es hat keinen Ruhemodus

    Eine Ruhemodus haben leider die wenigsten NAS-Modelle noch, wenn es denn überhaupt noch welche gibt. Das Problem mit den Ruhemodus war und ist, dass er selten richtig zuverlässig funktioniert. Hat über Jahre nur Probleme verursacht. Ich gehe mal davon aus, dass QNAP deshalb den Ruhemodus entfernt hat. Mal abgesehen davon wollen moderne NAS ja so etwas wie Server sein. Hat ein Windows Server oder Linux Server überhaupt einen Ruhemodus? Keine Ahnung, noch nie eine Server versucht in den Ruhemodus zu schicken. Die Dinger sollen arbeiten nicht schlafen. :) OK, im Serverraum jetzt auch kein Problem.

    und das Starten dauert recht lange

    Das haben so ziemlich alle Modelle gemein, das Eine mehr das Andere weniger, aber unter 6 Minuten mit aktuellem QTS wirst Du kaum hinkommen. Auch hier gilt eigentlich das Selbe wie beim Ruhemodus: Die Dinger sollen laufen und arbeiten.


    **unsichtbarer privat Modus on**

    Das hast Du jetzt nicht von mir. Wenn Du ein NAS willst, dass schneller startet und herunterfährt muss Du Dir ein Synology NAS kaufen. Die kriegen das hin. Habe hier mal einen Vergleich gemacht:

    Duell - QNAP oder Synology? (Teil 3) – Performance

    Die Zeiten Quintus (QNAP) haben sich mit aktuellem QTS noch um einiges verschlechtert.

    **unsichtbarer privat Modus off**

    :D

    das klackern der Festplatten ist selbst bei Entfernung von 3m deutlich zu hören und so fürs Wohnzimmer ungeeignet

    Dagegen helfen SSD Festplatten.

    Das "Klackern" hängt von den verbauten Festplatten-Modellen und vom NAS-Modell ab, aber ganz weg ist es mit HDDs nicht zu kriegen. Hier hilft in erster Linie ein geeigneter Standort.

    Eine gute Alternative sind QNAP-Modelle die für den Wohnzimmerbetrieb gedacht sind, mit SSDs, wie das HS-453DX oder das HS-251+.

    https://www.qnap.com/de-de/product/?conditions=3-2

  • Danke für die zahlreichen Antworten. Ich habe jetzt anstatt TS-228A ein TS-253 Pro und das hat den Ruhemodus noch. bisher lief das bei mir stabil, man darf aus meiner sicht nur nicht im ruhemodus den Strom gänzlich ziehen, da sonst ewige Plattentests die folgen sind. Aber ich glaube gegenüber meinem Windows HP N54L hat Qnap einen weiteren Nachteil. Einen plötzlichen Stromverlust schein qnap überhaupt nicht zu mögen, so dass ich schon am überlegen bis eine kleine USV einzusetzen.


    Jetzt noch mal zumKlackern der Platten (WD Red 4 TB). Alles ist soweit ruhig, aber sobald ich die GUI aufrufe klackert es hin- und wieder, auch wenn ich selber aktiv keine Daten von der Platte abrufe.

    Würde das ganze besser werden, wenn ich als System eine SSD nutze und eine 4TB als Datengrab?

    Dann müsste das klackern doch nur zu hören sein, wenn man auch wirklich Daten abruft (DLNA über TV z.B.)


    Da die SSD nun aber ehr klein ist, wie zuverlässig ist das umbiegen des Mediaordners auf die Sata?

    Denn ich habe das Problem, dass Mediadateien in anderen Freigaben nicht so schon sortiert angezeigt werden wie welche aus dem Mediaordner direkt. Gerade bei Musik fiel mir das auf. Nur im Mediaordner wurden die Titel sortiert nach Genre oder Album etc. Musik aus eigenen Freigaben sind nur über "andere Ordner" im DNLA über meinen TV zu erreichen

  • Einen plötzlichen Stromverlust schein qnap überhaupt nicht zu mögen, so dass ich schon am überlegen bis eine kleine USV einzusetzen.

    Deswegen haben "richtige" Storage System auch eine Batterie oder einen Powercap, der entweder das Gerät samt Platten solange am Leben erhält, bis die Daten vom Cache sicher geschrieben wurden oder aber der Cacheinhalt für einige Tage gehalten wird.

    Für Geräte wie QNAP oder Synology empfiehlt sich eine USV, um das Filesystem vor Inkonsistenzen durch Stromausfall zu schützen.


    Gruss

    2 Mal editiert, zuletzt von FSC830 ()

  • man darf aus meiner sicht nur nicht im ruhemodus den Strom gänzlich ziehen

    Natürlich nicht, das NAS läuft ja noch. Ruhemodus ist nicht ausschalten. Wenn Du den Stecker ziehen willst kommst ums Herunterfahren nicht herum. Windows hat den Schlafmodus, bei dem der gesamte Speicherinhalt auf die Disk geschrieben wird und sich komplett abschaltet. Den hat QNAP meines Wissens jedoch in keinem NAS. Hier werden die Daten im Arbeitsspeicher behalten. Da kommt Stromziehen nicht gut. ;)


    Dann müsste das klackern doch nur zu hören sein, wenn man auch wirklich Daten abruft (DLNA über TV z.B.)

    Denke eher nicht. Aber dies sind wir aktuell hier am Diskutieren:

    SSD sowohl im QTier oder Cache, als auch als DataVol?

  • Das Problem ist nicht das im RAM laufende QTS, das wird einfach wieder geladen.


    Das Problem ist das eingebundene RAID und der Write Back Modus der Disks und der QTS RAM Cache Modus.

    Hier läuft wohl auch Journaling aber das ist nicht im Ansatz so effektiv wie bei neueren Dateisystemen wie Brtfs, ZFS oder der neusten NTFS Version.

    Wenn mir mal ein Win 10 um die Ohren geflogen ist, war nie eine Prüfung des Dateisystems notwendig, habe ich die manuell ausgeführt, war nie ein Fehler zu finden.


    Da gibts also noch Luft nach oben.


    Aber ggf. wird das ja mit Hero das ultimative NAS System. Wünschenswerte ist es jedenfalls.

  • Alles das klackern liegt an den Festplatten. Ich habe eine eingebaut und nichts weiter mit dieser gemacht und die klackert hin- und wieder. baue ich eine andere ein und mache das selbe mit der klackert es nicht.


    die die klackern sind WD Red WD4001FFSX NASware 3.0

    und die die nicht klackern und deutlich ruhiger arbeiten sind WD Red WD40EFRX NASware 2.0


    Von dahe rmuss ich sagen, dass die ältere Version dieser WD Red mir besser gefallen.