SSD sowohl im QTier oder Cache, als auch als DataVol?

  • Hey Leute!


    Da ich das NAS direkt an der Wand zum Schlafzimmer habe und die Festplatten manchmal ziemlich laut sein können, habe ich mir eine SSD zugelegt.

    Mit dieser möchte ich nun folgende Konfiguration einrichten:

    • 1x 1TB SSD mit:
      • ca. 300-600 GB als DataVol1, damit die ganzen Applikationen (wie z.B. Plex, Docker, ...) darauf laufen und nicht die HDD Festplatten benutzten
      • Rest: Caching oder Qtier :?:
    • 3x 4TB HDD (RAID 5) mit:
      • 1x 300-600GB für Snapshot vom DataVol1, damit ich immer ein Backup von der SSD habe
      • Rest: Daten

    Meine Frage betrifft den Punkt mit dem Fragezeichen: Ist es möglich, dass ich nur ein Teil von der SSD als Caching oder Qtier benutze?


    Mein Ziel ist es, dass das NAS nicht mehr regelmäßig Logs oder andere Dateien auf die HDDs schreibt und somit Nachts deutlich leiser ist. Gibt es vllt. andere Möglichkeiten wie ich das erreiche?


    Vielen Dank auf jeden Fall schon mal :saint:

  • entweder oder..mischen geht nicht


    niemals schreib cache oder tiers als einzeldisk betreiben ..sonst sind bei nem Defekt alle Daten weg (natürlich muss man trotzdem immer externe Backups machen)


    Gleiches gilt fürs System Volume .. immer Raid1 oder höher


    Ach und ...wie dünn sind die Wände zuhause ? Hier ist alles Gipskarton und trotzdem würd ich ein NAS nicht durch die Wand hören

  • Hast recht, Qtier und Schreib-Cache machen wenig Sinn, aber ein Lese-Cache wäre ja möglich gewesen.


    Das System Volume werde ich auf die SSD packen und halt regelmäßig auf die HDDs Snapshotten oder dergleichen, werde mir nicht noch eine weitere SSD und dazu am besten auch noch ein 6-bay NAS zulegen ;-)


    Die Wand ist tatsächlich ziemlich dünn und Rigips, aber vllt sind meine Festplatten auch einfach laut, keine Ahnung. Auf jeden Fall hört man die HDDs ziemlich deutlich.


    entweder oder..mischen geht nicht

    Ok, also gibt es keine Möglichkeit zwei "Partitionen" auf der SSD zu erstellen und eine als Lese-Cache für das RAID5 zu benutzen? Auch nicht über die CLI?

  • Das System Volume werde ich auf die SSD packen und halt regelmäßig auf die HDDs Snapshotten oder dergleichen, werde mir nicht noch eine weitere SSD und dazu am besten auch noch ein 6-bay NAS zulegen

    Dann ist bei Defekt aber ein komplettes neu einrichten mit allen Apps angesagt, da QNAP keine "bare metal restores" anbietet

    Ok, also gibt es keine Möglichkeit zwei "Partitionen" auf der SSD zu erstellen und eine als Lese-Cache für das RAID5 zu benutzen? Auch nicht über die CLI?

    So siehts aus, Mischen impossible (badumm tss)

  • Dann ist bei Defekt aber ein komplettes neu einrichten mit allen Apps angesagt, da QNAP keine "bare metal restores" anbietet

    Moment. Mal angenommen ich hätte das obige Setup (ohne Cache) und nun entferne ich die SSD, formatiere sie am Rechner und stecke sie wieder in die NAS ein, dann könnte ich die ganzen Daten doch wiederherstellen aus dem letzten Snapshot, oder nicht? :/


    So siehts aus, Mischen impossible (badumm tss)

    Ok, das ist Schade, dann hätte mir ja eine kleinere SSD genügt. Naja, nächstes Mal erst informieren, dann kaufen :rolleyes:

  • Moment. Mal angenommen ich hätte das obige Setup (ohne Cache) und nun entferne ich die SSD, formatiere sie am Rechner und stecke sie wieder in die NAS ein, dann könnte ich die ganzen Daten doch wiederherstellen aus dem letzten Snapshot, oder nicht?

    Wenn die System Platte entfernt wird, geht das NAS erstmal nicht mehr. Kannst also gar nicht auf irgendwelche Wiederherstelloptionen zugreifen. Außerdem sind die Snapshots (glaub ich) nur für Userdaten die Apps (und deren Datenbanken) usw liegen aber im Systembereich und sind von Snapshots nicht geschützt.

  • Und Snapshots sind keine Kopien von irgenwelchen Daten!

    Snapshots sind i.d.R. eine Mischung von Datenblöcken(!) aus dem aktiven Filesystem und den Datenblöcken im Snapshot Bereich!

    Ist das aktive Filesystem beschädigt, dann nutzen auch die Snapshots nichts mehr!

    Gegen Datenverlust hilft effektiv nur ein externes Backup.


    Gruss

  • Jetzt bin wirklich verwirrt ?(


    Ich habe heute all meine Speicherpools und DataVols gelöscht (somit auch alle Daten, Apps, Docker etc. das war mir bewusst, hab vorher ein Backup anderswo gelagert), runtergefahren und dann eine HDD durch die SSD ausgetauscht. Beim Hochfahren waren aber alle Einstellungen wie Benutzer, Passwörter, Ports, etc. alle vorhanden. Ich wäre jetzt davon ausgegangen, dass diese Daten auf einem kleinen in der QNAP integrierten Speicher liegen und ich somit das NAS ganz normal bedienen kann und die Wiederherstellungsoptionen nutzen kann, auch wenn die SSD kaputt ist. Oder hab ich da was falsch verstanden?


    Und ein Snapshot, der nur einen gewissen Teil abdeckt wäre ja total doof, aber zur Not mache ich mir einen Cronjob über die shell, der ein "echtes" Snapshot der SSD macht, inkl der Apps etc.


    Edit: Hab mal ein Bild vom Snapshot eingefügt, da sind einige Ordner von den Anwendungen und vom System dabei. Oder fehlt da noch was?

  • Ich wäre jetzt davon ausgegangen, dass diese Daten auf einem kleinen in der QNAP integrierten Speicher liegen und ich somit das NAS ganz normal bedienen kann und die Wiederherstellungsoptionen nutzen kann, auch wenn die SSD kaputt ist. Oder hab ich da was falsch verstanden?

    Dann zieh doch mal alle HDD's und formatiere sie, mal gucken ob dann immer noch alles da ist. Die erhaltenen Systemdaten sind in verstecken Systempartitionen auf den Platten und nicht im Datenbereich.


    Du kannst uns entweder glauben .. oder es selber ausprobieren (Also Vorher im Test oder nachher in Panik)

  • Und auch mal ein paar Seiten lesen zum Thema "Snapshot" ;).


    Gruss

  • Da ich das NAS direkt an der Wand zum Schlafzimmer habe und die Festplatten manchmal ziemlich laut sein können, habe ich mir eine SSD zugelegt.

    Eine Korkplatte von entsprechender Größe und einer Dicke ab ca. 5 mm aufwärts wäre m.E. deutlich günstiger gewesen und auch technisch weniger aufwändig.

    Von der Einsparung spingt ein Blumensträußchen für die Freundin oder Gattin locker raus, was wiederum den WAF des NAS drastisch steigert ;-)


    Ich weiß, low-tech haben viele nicht mehr auf dem Schirm, aber manchmal ist noch mehr Technik tatsächlich nicht die beste Lösung *g*


    MfG

    Digedag64


    Für die Singles und Jahrgänge (weit über) 50: WAF = woman acceptance factor :-D
    Googelt es selber, ich bin mir unsicher, ab wann ein Link als "Werbung" gilt.

  • Zitat von Digedag64

    Für die Singles und Jahrgänge (weit über) 50: WAF = woman acceptance factor :-D

    Nicht von sich auf andere schliessen :P.

    WAF kenne ich - obwohl der o.a. Altersgruppe angehörig - seit mind. 3 Jahrzehnten!


    :beer:

    Gruss

  • ich auch, damit sind wir aber noch lange keine Mehrheit, sondern wohl eher die berühmte Ausnahme von der Regel ;)


    Abendliche Grüße zurück und gute Nacht allerseits

    *hier ein Smiley mit Kissen vorstellen*

  • Ph3n1x

    Bei dem von Dir geposteten Screenshot des Snapshots sind auf jeden Fall keine Systemordner dabei. Der Order .system mag hier verleiten zu glauben dass diesem so wäre, aber dem ist nicht so. Das Linux-System hat keinen Ordner der "System" heißt. Hier müssten Systemordner mit Namen bin sbin opt etc und dergleichen vorhanden sein, was aber nicht ist.

    Hier ist alles Gipskarton und trotzdem würd ich ein NAS nicht durch die Wand hören

    Das Material "Gipskarton" ist jetzt nicht zwingend der Grund für guten oder schlechten Schallschutz. Vielmehr kommt es auf die Anzahl und Stärk der Gipskarton-Platten und dem Inhalt dazwischen darauf an. Dazu kommt noch die Ausführung - vor allem der Anschlüsse - und gegeben Falls schallschutzschwächende Löcher und Durchbrüche wie Steckdosen etc. Sorry, da drückt der Bauingenieur durch. :)

    Beim Hochfahren waren aber alle Einstellungen wie Benutzer, Passwörter, Ports, etc. alle vorhanden.

    Ich zitier da mal:

  • Das Material "Gipskarton" ist jetzt nicht zwingend der Grund für guten oder schlechten Schallschutz. Vielmehr kommt es auf die Anzahl und Stärk der Gipskarton-Platten und dem Inhalt dazwischen darauf an. Dazu kommt noch die Ausführung - vor allem der Anschlüsse - und gegeben Falls schallschutzschwächende Löcher und Durchbrüche wie Steckdosen etc. Sorry, da drückt der Bauingenieur durch.

    Klar kann man damit auch Mega gut isolieren, Drywall, mit Clips und Greenglue und mittig dann schön Rockwool (so kann man Heimkinos schon Schalldicht bekommen)


    Aber ein NAS was nicht grade ne Platte/Lüfter hat, die wie ne Waschmaschine vibriert und auf nem Resonator steht. durch irgendeine Wand zu hören, kann ich mir weder hier noch in Deutschland vorstellen.

  • Klar kann man damit auch Mega gut isolieren, Drywall, mit Clips und Greenglue und mittig dann schön Rockwool

    Da drückt jetzt aber der IT-Techniker / Businessman bei Dir durch. Wenn Du mit dem Trockenbauer / Gipser redest und ihm sagst: "Stell mir hier bitte eine Drywall mit Rockwool auf." wird er Dich nur mit großen Augen ansehen und "Hä?" sagen. :D

    Aber ein NAS was nicht grade ne Platte/Lüfter hat, die wie ne Waschmaschine vibriert und auf nem Resonator steht. durch irgendeine Wand zu hören, kann ich mir weder hier noch in Deutschland vorstellen.

    Luftschall, eher nicht. Körperschall ist jedoch gut möglich, sprich die Vibrationen werden übertragen. Aber da hilft, wie schon Digedag64 geschrieben hat:

    Eine Korkplatte von entsprechender Größe

    Oder einfach den Tisch / Regal auf dem das NAS steht von der Wand ein paar Millimeter wegschieben. ;) Pech ist dann, wenn der Schall über den Boden übertragen wird.

    Körperschall ist ein ziemliches Biest und kann gerade im Wohnungsbau ziemliche Probleme verursachen. Wir werden immer schallempfindlicher. Wenn wunderst bei den vielen Lärmquellen. Lärmverschmutzung haben die Wenigsten so richtig auf dem Schirm. Aber ich drifte schon wieder vom Thema aber.

  • Wenn Du mit dem Trockenbauer / Gipser redest und ihm sagst: "Stell mir hier bitte eine Drywall mit Rockwool auf." wird er Dich nur mit großen Augen ansehen und "Hä?" sagen


    Weiss net .. hab schon lange net mehr mit nem deutschen Trockenbauer geredet, ein kanadischer Drywaller wüsste hier bestimmt sofort Bescheid .. aber das ist jetzt was arg offtopic

    Luftschall, eher nicht. Körperschall ist jedoch gut möglich, sprich die Vibrationen werden übertragen. Aber da hilft, wie schon Digedag64 geschrieben hat:

    Meinte ich ja jetzt mit dem Resonator, der die Vibrationen an die Luft oder an die umliegenden Wände abgibt. Also die Kork- oder Gummimatte sollte hier doch wirklich helfen.

  • Ja, der WAF ist tatsächlich der ausschlaggebende Punkt, weshalb ich überhaupt damit angefangen habe ^^ Das Problem mal einfach skizziert (ich hoffe monospace klappt hier :handbuch: )

    Das Problem: Die Wand ist wirklich dünn - laut Bauleiter: 8 cm Vollgipsdielenwand - und die NAS steht auf einem an der Wand befestigtem Regalbrett. Körperschall ist also gut möglich, das wird aber vermutlich schwer sein weg zu bekommen. Eine Umpositionierung z.B. an eine andere Position fällt (aktuell) leider auch weg, da auf der gegenüberliegenden Wand Strom und Heizungsrohre durchgehen und vor Kopf Strom, TV und Netzwerk. Da will ich lieber nichts überstürzen.


    Daher die Idee mit der SSD, damit die ständigen Schreibvorgänge einfach auf der SSD landen und die HDD Laufwerke keinen Mucks machen. Ich werde es aber mal mit einer Korkplatte ausprobieren, vllt wird es ja besser :/



    Ich habe nun verstanden, dass es nativ von QNAP scheinbar keine Lösung gibt, dass ich die SSD als Systempartition benutze und gleichzeitig ein vollständiges Image auf die HDDs legen kann. Und selbst wenn: Falls die SSD crasht, sind auch alle Infos über das Raid der HDDs verloren - ergo, selbst wenn ich z.B. über dd einen vollständigen dump auf dem Raid abgelegt hätte, käme ich nicht mehr dran.


    Habt ihr denn Ideen oder Vorschläge, wie man mit einer SSD und 3 HDDs sinnvoll ein NAS aufsetzen sollte, wenn man möglichst wenig Schreiblast auf den HDDs haben möchte aber eben auch weiterhin an alle Daten kommen möchte bei einem Ausfall der SSD?


    Vielen Dank auf jeden Fall schon mal für die rege Beteiligung :)

  • und die NAS steht auf einem an der Wand befestigtem Regalbrett. Körperschall ist also gut möglich, das wird aber vermutlich schwer sein weg zu bekommen.

    ahh .. daher der Lärm, Regal mit NAS ist an der Wand befestigt.. Wie schon mehrfach gesagt, Kork oder Schaum/Gummi-matte und der Lärm sollte weg sein.

    Habt ihr denn Ideen oder Vorschläge, wie man mit einer SSD und 3 HDDs sinnvoll ein NAS aufsetzen sollte, wenn man möglichst wenig Schreiblast auf den HDDs haben möchte aber eben auch weiterhin an alle Daten kommen möchte bei einem Ausfall der SSD?

    Die HDD's gehen ja nicht in den Schlaf, wie weiter oben von Mavalok2 geschrieben/zitiert, sind bis zu 5 Partitionen auf jeder Platte und einige werden ständig beschrieben, also selbst wenn das System auf SSD liegt haben die anderen Platten trotzdem keine Ruhe

  • Und gegen Ausfall hilft nur Raid, alles andere bedeutet Nicht-Verfügbarkeit der Daten und Aufwand zum Wiederherstellen.

    Wobei auch ein Raid manchmal nicht immer so funktioniert, wie man es erwartet...X/.


    Gruss