Speicherpool anlegen: "keine verfügbaren Festplatten"

  • Hallo allerseits,


    ich würde gern die beiden in meinem NAS installierten mSATA-Module (Steckplatz C1 + C2) des Typs Kingston SMS200S3/480G als RAID1 zum Betrieb meiner VM's nutzen. Laut Forum sollte das ja möglich sein. Bislang liegen meine VM's auf Speicherpool 2 in einem normalen Schacht mit einer normalen HDD, was aus Performancegründen geändert werden soll.


    Mein NAS ist ein TVS-471U-RP in der i3-Version mit 4x 8 GB = 32 GB RAM (Firmwareversion 4.2.0 Build 20151023).


    Speicherpool 1 mit DataVol1 sind zwei identische HGST He8 (HUH728080ALE600) für Datenlagerung im RAID1.

    Speicherpool 2 mit DataVol2 ist im Moment die VM-Testplatte.


    Screen-873.jpg


    Der Datenträgerstatus wird jeweils als "gut" bezeichnet und die beiden Module als "frei" (graue Symbole) angezeigt.


    Screen-874.jpg


    Wenn ich jetzt im Speichermanager unter "Speicherplatz" auf "Erstellen" > "neuer Speicherpool" klicke, wird im daraufhin erscheinenden Fenster jedoch keines der Module angezeigt (verfügbare Datenträger: 0 von 4).


    Screen-875.jpg


    Muss man hier anders vorgehen? Wie kann ich die beiden mSATA-Module als "normalen Datenspeicher" (keine Cache) nutzen?


    Vielen herzlichen Dank schonmal für die eine oder andere Idee!


    Beste Grüße & schönen Feiertag,

    Christian

  • Bei 4.3 und 4.4 ging das direkt.


    Ggf. hat hier die 4.2 ein anderes Verhalten und erlaubt nur Cache.


    Für dein NAS scheint es auch die 4.4 zu geben, genug Power sollte es mit der CPU ja haben.

    Hat es einen bestimmten Grund warum noch die 4.2 eingesetzt wird.

  • Hallo Crazyhorse,


    danke für die Info. Dass du schreibst, es ginge mit neueren Firmwareversionen direkt, macht mir Hoffnung.


    Ich halte es in diesem Fall mit dem Grundsatz "Never touch a running system", da das NAS in einem abgeschotteten Subnetz steht und diese Version sehr stabil läuft und man von mancher neueren Version nicht so tolle Sachen im Forum las. Da muß ich wohl meine aktuelle Uptime von inzwischen 1.517 Tagen opfern... ;-)


    Kann man ohne Bedenken in einem Sprung auf die aktuelle Version 4.4.1.1146 Build 20191206 wechseln? Ich hoffe, die Reaktionszeiten sind ähnlich schnell wie derzeit, genug Raum in der CPU-Auslastung wäre vorhanden.


    Ich werde das im neuen Jahr mal testen.


    Gute Nacht,

    Christian

  • Bei einem Update muss man die Vor- und Nachteile immer abwägen. Im Normalfall sind Updates vor allem aus Sicherheitsgründen sehr wichtig. Bis jetzt ist mir aber kaum ein System bekannt, dass nach einem Upgrade / höherer Version schneller geworden wäre, denn neue Funktionen benötigen auch mehr Ressourcen. Lies dazu diesen Artikel:

    Firmware - Wechsel auf eine neuere Version und dessen Konsequenzen

  • Hallo Mavalok2,


    danke für deinen ausführlichen Vergleich - dass es quantitativ v. a. im Bereich CPU-Auslastung und SMB-Durchsatz so deutlich ausfällt, hätte ich nicht gedacht.


    Ich glaub, ich überleg mir das nochmal.


    Du schreibst in deinem Artikel, dass es teilweise nicht möglich ist, zu einer alten Version downzugraden - wonach richtet sich das, ob es geht?


    Viele Grüße,

    Christian

  • im Bereich CPU-Auslastung und SMB-Durchsatz so deutlich ausfällt, hätte ich nicht gedacht.

    Das muss nicht bei jedem NAS so oder so deutlich sein, aber bei diesen kleinen hat man es doch sehr gespürt. Ich hatte schon den Verdacht bei meinem TS-809 Pro, beim Wechsel von QTS 4.1 auf QTS 4.2, als ich nur noch knapp über 90 MB/s über das Netzwerk erreicht habe. Da ich hier aber keine exakten Vorher-Werte hatte, war das mehr ein Bauchgefühl. Ebenso bei der TS-419P II beim Wechsel von 4.2 auf 4.3. Auch hier leider keine Vorher-Werte.

    Du schreibst in deinem Artikel, dass es teilweise nicht möglich ist, zu einer alten Version downzugraden - wonach richtet sich das, ob es geht?

    Bei den TS-231+ wurde beim Update von QTS 4.2 auf QTS 4.3.x das Filesystem gewechselt, wurde von EXT3 auf EXT4 konvertiert / migriert. Das lässt sich so natürlich per Downgrade nicht mehr rückgängig machen, wahrscheinlich aber mit einer kompletten Neuinstallation. Auf diesen Umstand wurde jedoch im Changelog zur Firmware hingewiesen. Deshalb ist es durchaus zu empfehlen die Changelogs zu lesen, bei größeren Sprüngen auch die dazwischen, denn es werden meist nur die Änderungen zwischen den Version beschrieben.


    Edit:

    Da muß ich wohl meine aktuelle Uptime von inzwischen 1.517 Tagen opfern...

    Poste einen Screenshot Deiner Uptime hier:

    Stabile Firmware....

    Scheint mir rekordverdächtig zu sein. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Mavalok2 ()

  • Hallo Mavalok2,


    ja, denke schon, dass mein NAS das besser wegstecken würde. Bin trotzdem noch etwas unentschlossen, weil zähes Arbeiten ist nicht so meins.

    Bei den TS-231+ wurde beim Update von QTS 4.2 auf QTS 4.3.x das Filesystem gewechselt, wurde von EXT3 auf EXT4 konvertiert / migriert

    OK, bei einer solch umfassenden Änderung erscheint das dann logisch.


    Poste einen Screenshot Deiner Uptime hier:

    Stabile Firmware...

    Scheint mir rekordverdächtig zu sein.

    Oh, es gibt sogar einen extra Thread hierzu... Hab mal ein Bildchen eingestellt! :S


    Eine Frage hätte ich noch bzgl. des vQTS: man liest dabei immer nur von Modellen der x77-Serie. Ist das auch bei TS-x83XU-RP-Modellen installierbar (es wird auf der Homepage ja durchaus auch von Intel Xeon-Prozessoren gesprochen)? Mein Modell steht bei der Kompatibilität zur Virtualization Station bis heute nicht in der Tabelle auf der QNAP-Website, obwohl es ja ohne Probleme geht.


    Beste Grüße & danke für deine Ausführungen,

    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von lochmueller ()

  • Die Virt. Station geht meines Wisssen bei allen Modellen mit CPU von Intel und AMD, aber bei keinen Annapurna Labs., Realtek, Marvell, Freescale etc. ARM-CPUs etc. Aber dass es da auch eine Kompatibilitätsliste dazu gibt wusste ich nicht. Allerdings macht es bei den kleinen CPUs nicht wirklich Sinn.

    Wie dies bei vQTS ist? Bis jetzt ging es nur bei den ausgewiesenen Modellen. Kannst Du denn vQTS bei Deinem NAS im App Center herunterladen? Normalerweise werden nur Apps angeboten die auch installiert und nutzbar sind.

    ja, denke schon, dass mein NAS das besser wegstecken würde. Bin trotzdem noch etwas unentschlossen, weil zähes Arbeiten ist nicht so meins.

    Je stärker das NAS desto besser, vermutlich. Aber auch dies hat seine Grenzen. Aber das hängt immer davon ab, wie stark das NAS ausgelastet ist und wie selbiges genutzt wird. Letzten Endes bringt man jedes Gerät an den Anschlag.

  • Schönen Abend Mavalok2,


    hab das ganze Wochenende Netzwerkkabel bei uns im Haus verlegt und daher eben erst nachgesehen: vQTS wird mir im App-Center nicht angeboten, was ich mir schon dachte, denn dafür wird als Mindestanforderung die Virtualization Station 3.1.7 angegeben, die ich nicht installiert habe (wobei das ja dann wohl sowieso bei der ersten Verwendung direkt in der Virtualization Station herunterzuladen und auszuwählen ist und nicht via App-Center).


    Ich bin nur auch am überlegen, für eine irgendwann in der Zukunft geplante Neuanschaffung mich schonmal etwas schlau zu machen. Auf der QNAP-Website findet sich zu vQTS folgende Auflistung kompatibler Modelle:


    vQTS-CPUs-Instanzen.jpg


    An anderer Stelle werden aber durchaus weitere Modelle bzw. Xeon-Prozessoren angegeben:


    vQTS-CPUs-Modelle.jpg


    Daher bin ich mir da etwas unschlüssig bzgl. der möglichen Modelle. Die TS-x83XU-RP-Serie nutzt ja beispielsweise den Intel Xeon E-2124 bzw. den E-2136.


    Beste Grüße,

    Christian

  • Ersteres stammt aus dem Jahre 2018 und wird nicht mehr aktuell sein. Zweiteres dürfte wohl die aktuelle Liste sein. Aber auch hier ist wohl davon auszugehen, dass immer wieder mal ein Modell hinzukommen wird.

    Alle Modellen gemein: Es sind nicht eben Billigmodelle und haben ziemlich starke Prozessoren verbaut. Das TDS-16489U gibt es z.B. ab dem Schnäppchenpreis von 10'000.- Euro aufwärts, ohne Festplatten. Ganz klar für den Heimbereich ausgelegt. :) Selbst ein TS-677 kostet noch 1'800.- Euro aufwärts, ebenfalls ohne Festplatten. Tendenziell werde ich mir da für Zuhause dann vielleicht doch lieber etwas billigeres zulegen oder gleich einen echten Server kaufen. Der kostet auch nicht mehr.

  • Meiner Meinung nach bringt extra Hardware für Virtualisierung mehr wie ein überteuertes NAS mit Unmengen RAM und SSD. Man wird zwar auf den NAS mit Sicherheit auch die ein oder andere VM laufen lassen können, aber dedizierte Hardware mit PVE, ESXi oder HyperV rechnet jede NAS an die Wand.

  • Sehe ich auch so. Ich verwende die NAS eben gerne als NAS plus - sprich in erster Linie als Netzwerkspeicher und lasse noch den eine oder anderen sekundären Dienst darüber laufen, damit das NAS auch noch etwas zu tun bekommt. :)