Backup des Systems

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich bei meinem alten QNAP-NAS Firmware-Update Geschädigter war (bekanntlich wurde das IPKT-System inclusive des darüber installierten Subversion-Servers zerschossen), stelle ich mir die Frage, wie man solche Probleme zukünftig (also auf meinem neuen NAS) vermeidet. Im Normalfall würde man ein Backup des reinen Systems erstellen und bei Bedarf wieder einspielen.


    Soweit ich verstanden habe, ist dies jedoch von QNAP nicht vorgesehen, sondern "nur" ein Sichern der Einstellungen und notfalls ein Rückspielen einer älteren Firmware-Version. Apps vom QNAP App-Center kann man versuchen neu zu laden, doch wenn genau diese von QNAP nicht mehr unterstützt werden (oder die aktuelle Version fehlerhafter ist, als die alte Version - bzw. mit der zurückgespielten alten Firmware nicht funktioniert) hat man Pech gehabt.


    Hat hier jemand eine Empfehlung (kann ruhig manuell über die SSH-Konsole abgewickelt werden.)


    Wie gesagt es geht mir nicht um die Sicherung der Daten sondern um die des Systems.


    Viele Grüße


    Thomas G.M. Mainka

  • Wie Du schon schreibst ist das Erstellen eines klassisches System-Images so bei QNAP nicht vorgesehen. Liegt wahrscheinlich auch zum Teil daran, dass das System auf die Festplatten und auf den Flash/DOM verteilt sind. Trotzdem schade dass QNAP hier nicht ein entsprechendes Tool entwickelt.


    Als mögliche Sicherung muss hier wohl das Speichern der Einstellungen - Systemeinstellungen, sowie getrennt DC (falls vorhanden) und mögliche App-Einstellungen (falls exportierbar) herhalten.

    Zusätzlich würde ich einige Stände der Firmware und Apps vorhalten. Sowohl die Firmware als auch die Apps können manuell heruntergeladen werden. Apps können direkt aus dem App-Center manuell geladen werden oder Firmware und Apps von der QNAP-Homepage. Es wird bei den Apps jedoch immer nur die aktuelle Version angeboten. Bei der Firmware meist mehrere Versionen, die aber dann und wann mal wieder von der Seite genommen werden. Also am Besten ein eigenes kleines Archiv anlegen. Im Falle einer nichtfunktionierenden App oder Firmware können diese so schnell zur Wiederherstellung herangezogen werden.

  • Mit entsprechender Software. :)

    Ich weiß, nicht ideale Bezeichnung aber wie sonst, so allgemein.

  • Das ist schon zu speziell.;)

    Ganz allgemein legt man doch ein System-Image von einem System an, wenn dieses nicht läuft.

    Da liegt die Crux. Was passiert mit einem System in einer RAM-Disk, wenn das System abgeschaltet wird?:S

  • Was passiert mit einem System in einer RAM-Disk, wenn das System abgeschaltet wird?

    Ich rate jetzt mal: Entweder die Daten werden auf einer Festplatte beim herunterfahren gespeichert oder die Daten sind nicht wichtig.^^

  • dr_mike

    Also ich Erstelle ein Image von einem System wenn es gut läuft. Häufig kurze Zeit nach der Installation selbigem oder vor einem größerem Umbau / Installation. Um eben im Fall wenn nichts mehr geht zurücksetzen zu können. Das Image erstelle ich vorzugsweise im „ausgeschalteten“ Zustand, also mit speziellem Bootmedium. Bei produktiven Server ist dies nochmals eine andere Sache, aber da kostet die Backup-Software schon mehr als ein grösseres NAS, im Jahr.

  • Also ganz früher (so vor 20-30 Jahren) habe ich meine Backups mit "find", "cpio" und "tar" (also ganz low level) während der Laufzeit (aber zu Niedrig-Last-Zeiten) des Systems erstellt, aber ich weiß nicht mehr, ob ich das ganze noch zusammen bekomme (und diese UNIX-Tools überhaupt im QNAP-System existieren).

    Daher meine Frage ob hier jemand etwas "fertiges" hat.


    Neine "Negativ"-Erfahrung war halt beim TS-419PII, daß beim Firmware-Update ein System-Verzeichnis vernichtet wurde inclusive aller dort installieren Programme (bei mir der Subversion-Server). Der IPKT war laut NAS zwar noch installiert aber in Wirklichkeit auch nicht mehr vorhanden (und wurde im App-Center auch nicht mehr angeboten) und damit der Subversion-Server nicht mehr re-installierbar. Wenn ich in solch einem Fall das Verzeichnis hätte wieder herstellen können, wäre der Subversion-Umzug deutlich leichter gewesen :-)


    OK, daß man die Apps auch auf den PC herunterladen (und ggf. von dort aus installieren) kann, ist mir bisher nicht bewußt gewesen und wäre zu mindestens eine entsprechende Not-Lösung.


    Viele Grüße

  • Ich habe das zwar bei meinem NAS noch nicht versucht.

    Aber nachdem das System ohnehin auf allen Platten (in den ersten 4? Partition's) repliziert wird, könnte man ja testweise ein Disk rausnehmen und am PC (z.B. mit ClonZila) clonen. Dann sollte zumindest ein Abbild der Systempartitionen vorhanden sein, mit der man die Ordnerstruktur, Files, etc. wiederherstellen könnte ...

  • Wobei ich sein nicht laufen als nicht das nicht laufen verstehe als das es nicht läuft. :)

    Äh, hä?? Kann es sein, dass bei Dir gerade das „Laufen“ ausgelaufen ist? :)

    ...beim Firmware-Update ein System-Verzeichnis vernichtet wurde inclusive aller dort installieren Programme (bei mir der Subversion-Server).

    Hier würde vermutlich ein Darüberinstallieren der Firmware und Apps funktionieren. Dafür benötigt man aber die entsprechenden Installationspakete. Deshalb ein eigenes Archiv anlegen. Am Besten nicht ausschliesslich nur auf dem NAS speichern welches dann repariert werden soll.;)

  • Der IPKT war laut NAS zwar noch installiert aber in Wirklichkeit auch nicht mehr vorhanden (und wurde im App-Center auch nicht mehr angeboten) und damit der Subversion-Server nicht mehr re-installierbar.

    Du meinst sicherlich Optware. Wenn du hier mal etwas stöberst, wirst du auch herausfinden, warum es Optware nicht mehr gibt und was es für Alternativen gibt.


    Also ganz früher (so vor 20-30 Jahren) habe ich meine Backups mit "find", "cpio" und "tar" (also ganz low level) während der Laufzeit (aber zu Niedrig-Last-Zeiten) des Systems erstellt,

    Im Zeitalter von Systemdatenbanken heute eher nicht mehr ratsam.