NAS zur (hauptsächlichen) Verwendung mit Lightroom

  • Ich verstehe das mit dem "haben wollen" sehr gut.


    Es kommt natürlich drauf an wie viel Platz Deine Raws insgesamt brauchen und wie Du das organisierst. Es wird ja Ordner mit Raws geben die Du aktuell nicht am Laptop oder Tower brauchst und welche die noch zu bearbeiten sind.


    Gehen wir also davon aus, die Variante mit NAS kommt dann könntest Du auch folgendes überlegen: Du wählst einen Ordner auf Tower und Laptop der immer aktuell synchronisiert wird mit einem Ordner am NAS. Dadurch hättest Du jene RAWs immer aktuell bei Dir egal ob Du am Tower sitzt oder unterwegs mit dem Laptop. Und sobald die Raws bearbeitet sind schiebst Du sie ins Archiv sozusagen.

    Und die Jpg synchronisierst Du auch mit deinen Endgeräten.

    Die Variante die RAWs am Nas liegen haben und übers Netzwerk zu bearbeiten funktioniert ja leider nur daheim, wenn Du unterwegs bist ist die Verbindung typischerweise viel zu langsam übers öffentliche Internet.

    Es gibt also durchaus einige Varianten wie man da vorgehen kann.


    Was Du auf jeden Fall brauchst ist neben dem NAS eine Datensicherung. Das könnte das IOMega sein z. Bsp.

  • Ich habe das lange Wochenende ein wenig für weitere Recherche und das ausprobieren der beiden Testwelten genutzt.


    Wenn ich mir die EOL-Seiten von QNAP und Synology anschaue, habe ich das gefühl, dass es bei zweiterem länger Unterstützung für die Firmware gibt und bei zweiterem eher länger hardwareseitig. Dazu zwei Fragen: ist das wirklich so, oder täuscht mich mein Gefühl? Falls nein, ist nicht lieber der längere Softwaresupport zu bevorzugen? (Geht die Hardware so leicht/viel kaputt? Und ist es dann nicht günstiger das Gerät gegen ein aktuelles zu tauschen?)


    Von der Benutzung her kann ich glaube ich mit beiden System klar kommen. Ein bisschen einarbeiten/einfinden muss man sich ja so oder so.

    Bezüglich der Hardwareanforderungen bin ich nach wie vor nicht wirklich weiter gekommen. Aktuell steht bei mir nach wie vor der Plan für mehr oder weniger Datengrab (eben mit relativ häufigem Zugriff via Lightroom, wobei die Vorschauen usw. ja jeweils nicht auf dem NAS liegen) und Zugriff von außen - auch hier in erster Linie wieder Fotos, dann wohl über die Fotoapps. Dazu noch eine Frage: erkennen die beiden Apps jeweils die Bilder, die auf dem NAS liegen? Oder müssen diese gesondert in die App geladen/gelegt/importiert werden?

  • Allerdings bin ich mit der Performance (beim kopieren der Bilder vom PC auf das NAS nicht mehr als 5mb/s) nicht wirklich zufrieden und das NAS macht auch immer mehr Probleme (nicht mehr erreichbar, so das Neustarts nötig werden etc.). Außerdem konnte ich mit dem Gerät den ursprünglichen Plan, auch von unterwegs über das Smartphone/Tablett Zugriff auf (ggf. ausgewählte) Bilder zu haben, nicht erfolgreich umsetzen.

    Hallo Elrasa,


    ich mache das ähnlich wie du.

    Was ich dir nur raten kann ist das Netzwerk soweit wie möglich auf Kabelverbindung umzustellen.


    Mindestens 1Gbit/s wenn nicht sogar 10Gbit/s. 1Gbit/s geht günstig - 10Gbit/s vergiss es da braucht es nicht nur den Switch und das Kabel sondern auch die Performance im Notebook bzw. Tower PC - geht nur mit SSD oder sehr vielen Festplatten. Weiterhin noch der Hinweis der Übertragungsrate, schau was die Festplatten bringen in Verbindung mit dem RAID Typ den du verwenden möchtest.

    Es macht hier wirklich sehr viel Sinn sich vorher ausgiebig Gedanken zu dem Thema zu machen.

    Vielerorts liest man hier im Forum: Wie kann ich das ohne Datenverlust rückgängig machen. (So oder so ähnlich).


    Mein Ratschlag/Empfehlung:

    Vergiss 10Gbit/s, weil es einfach noch zu teuer ist.

    Verwende ein Static Volume, weil das schnellste "Verfahren" ist(kein Thin oder Thick Volume).

    Nimm RAID 1(Spiegel) weil dir die Verfügbarkeit wichtiger sein sollte. Oder halt RAID 10(mit 4 Festplatten).

    Nimm so wenige Festplatten wie möglich, es sind alles Fehlerquellen (Risikoanalyse: Was kann alles kaputtgehen?).

    Verwende eine Geschwindigkeitsoptimierte Netzwerktopologie(Lass den Switch arbeiten):


    Internet <=> Router<=>Switch<=>Tower PC

    <=>Notebook(ggf. Accesspoint <=> Notebook)

    <=>NAS


    Vermeide nach Möglichkeit WLAN!

    Habe immer ein Backup(RAID ist kein Backup)!


    Unter diesen Voraussetzungen wirst du um die 100MB/s(bei großen Dateien(ab ca. 1GB) haben).

    Bei den kleinen Dateien wirst du von diesem Wert aber ebenfalls nur einen Bruchteil(ich habe um die 20MB/s) haben.


    Jedes aktuelle NAS wird dir diese Übertragungsrate liefern können.

    Zwecks weiteren Tools/Programme/Virenscan und Co. würde ich dir zu einer INTEL CPU mit etwas RAM(4GB und mehr) raten. Bei Qnap wären es somit das TS-251, TS-253 oder eine ältere CPU Generation TS/HS-251+.

    https://www.qnap.com/de-de/product/?conditions=1-4,0-2


    VG

    Friis

  • Servas


    Jetzt muß ich da auch noch meinen Senf dazugeben 8)


    Völlig egal für welche NAS Du Dich entscheidest -> die Netzwerkgeschwindigkeit ist nicht so unwesentlich, also zumindest GBit und dies würde ich als ersten Schritt setzen. Du kannst auch auf 10GBit, zumindest zwischen PC und NAS setzen, hier kommt es auf die Entfernung an, ob hier wirklich ein Switch dazwischen muß oder ob eine direkte Verbindung ausreichend wäre.


    Was jedoch noch nicht so herausgekommen ist: Wie spielt Dein Notebook mit? Ich würde es nicht über WLAN sondern über GBit-Kabel verbinden. Die zweite Frage dieses Gerät betreffend: Was hat es für eine Platte eingebaut? Rotierend? SSD (macht auch nachträglich einen Sinn, wenn es nicht zu alt ist feuert es richtig an) oder gar eine M.2?

  • Guten Abend,


    heute ist ein neuer Switch angekommen, der auch 1 GBit kann, denn muss morgen mal noch gegen den alten austauschen.

    Das NAS und der Tower stehen direkt nebeneinander, aber da ja auch andere Geräte im Netzwerk hängen (sollen) wird das mit den 10 GBit auf absehbare Zeit wohl nichts. Da es mir (noch) zu teuer ist.


    Das Notebook kann in 95% der Fälle auch via LAN angebunden werden (was dann auch passiert) und in den restlichen 5% erfolgen keine Zugriffe auf das NAS und/oder ich nehme dann die Geschwindigkeitseinbußen in Kauf.

    Im Tower ist eine 250GB 750 EVO von Samsung.

    Der Laptop hat eine SSD von Kingston (ebenfalls 250GB) die via M.2 angebunden ist (oder sein soll, das war werksseitig so und ich habe da nie was dran gemacht)

    In beiden Systemen gibt es dann jeweils noch HDD´s für die Daten.

  • Guten Morgen Elrasa,


    wenn deine Daten, welche du kopieren/synchronisieren möchtest, auf der HDD liegen wird hier neben der Netzwerkgeschwindigkeit der Flaschenhals liegen.

    In beiden Systemen gibt es dann jeweils noch HDD´s für die Daten.


    Aus eigenen Erfahrungen kann ich sagen das ich bis jetzt immer nur Stromspar-HDD's in den Notebooks hatte. Die Leistung dieser ist, naja sagen wir einfach es könnte wesentlich schneller gehen, wenn man auf "richtige" 2,5" HDD's setzt. Richtig "schnell" geht es dann nur noch bei den 3,5" HDD's - logisch das die SSD Riege hier allen den Rang abläuft.


    Sei also bitte nicht zu enttäuscht, wenn bei deiner Konstellation(wo die Daten auf der HDD liegen) die Transferrate nicht oder nur selten die theoretischen Werte(bei großen Dateien) erreicht.


    Es bietet sich daher immer an nach bei den vorhandenen Systemen nach den "Flaschenhälsen" zu schauen und seine Erwartungen entsprechend zu setzen.


    heute ist ein neuer Switch angekommen, der auch 1 GBit kann

    Wenn ich fragen darf welcher Switch ist es geworden? Wie kamst du zur Entscheidung? Welche Merkmale hast du als Kriterien angesetzt?

    Was soll der Switch alles können?



    VG Friis

  • Guten Morgähhnn


    Wenn der Tower und die NAS nebeneinanderstehen, ein (kurzes) DAC-Kabel, je eine Netzwerkkarte (SFP+ ist günstiger) und es ist eigentlich nicht so teuer. Wenn allerdings die GBit ausreichen, die NAS hat sicher mindestens 2 Anschlüße, für den PC gibts Karten um ein paar €uros, wenns reicht ist es günstiger. Nebeneinander ist kein Switch notwendig.


    Wenn der Switch "Portbündelung" kann, dann kannst auch noch etwas herausholen.

  • Wenn der Switch "Portbündelung" kann, dann kannst auch noch etwas herausholen.


    Nur, wenn mehrere Nutzer drauf zugreifen.


    Friis

  • .... gleichzeitig ....

    Jo eh. er schiebt gerade 10 TB auf die NAS oder zum PC und kann mit dem Laptop ......

    Er kann ein Backup irgendwohin machen und trotzdem ....


    Nein, es ist keine eierlegende Wollmilchsau. Darum sagte ich auch:

    .... etwas herausholen.

    und nicht:

    des wiad zum Turbo, wia a Pfitschpföh

    :P

  • =O hätte ich doch nur nichts gesagt :ziped:

  • Da du mit zwei Computern an den Daten arbeiten willst und beide Computer nicht ständig laufen sollen, brauchst du ein NAS als Zwischenmedium.


    Generell würde ich sagen, egal was du machst:

    Du brauchst ein modernes NAS, keine EOL, damit der Datendurchsatz erreicht werden kann.



    Das NAS kannst du vielfältig einsetzen:


    a) Vom Laptop und Computer greifst du direkt auf die NAS zu um die RAW Dateien zu bearbeiten.


    Vorteil:

    Der Laptop und PC brauchen keine große Festplatten

    Der Aufbau ist simpel und wenig Fehleranfällig

    Es kommt nur auf den Datendurchsatz bei großen Dateien an, d.h. eine günstige schnelle aktuelle ARM NAS sollte ideal sein.


    Nachteil:

    Von extern, über das Internet, kannst du den Zugriff vergessen, außer du hast eine GBit Internetleitung an beiden Enden (hier in Deutschland wohl kaum)

    Desto besser die LAN Anbindung, desto besser das Endergebnis, d.h. am besten 10 Gbit am PC, WLAN AC am Laptop, WLAN mit Sichtkontakt zum AccessPoint.


    b) Die Lösung von PuraVida.

    NAS zur (hauptsächlichen) Verwendung mit Lightroom

    Du arbeitest lokal mit den RAW Dateien und nutzt die NAS nur zum Synchronisieren, ablegen, archivieren.


    Vorteil:

    1GBit/s reichen massig aus (die Dateiübertragung läuft im Hintergrund, kann dir egal sein). Langsames WLAN macht keine Probleme.

    Die Bearbeitung/Zugriff der Bilder ist wesentlich schneller als in a), vor allem beim Laptop.

    Du kannst von überall die RAW Dateien, die lokal auf den Computern sind, bearbeiten.


    Nachteil:

    Der Aufbau ist komplexer, da du einen Dienst benötigst der die Daten zwischen den drei (PC, Laptop, NAS) synchron hält.

    Du brauchst ein System, um die Daten in aktuelle und nicht aktuelle aufzusplitten (ein Beispiel hat PuraVida gegeben)

    Da der Dienst auch auf der NAS laufen muss, brauchst du eine leistungsfähigere NAS (x86) mit +4GB RAM.

    Du benötigst eine "große" SSD im Laptop, sowie im PC.


    Tools die dies machen:

    QSync bei QNAP

    Bei Synology gibt es auch eine Haussoftware

    Syncthing

    Resilio Sync



    Von daher:

    Was bist du bereit auszugeben?

    Was ist die verfügbare Festplattenkapazität in deinem PC.

    Was ist die verfügbare Festplattenkapazität in deinem Laptop.

    Wie groß sind die RAWs insgesamt mit denen du aktuell arbeiten willst, reicht der Speicher im Laptop/PC dafür aus?

  • Vielen Dank für den neuen Input eurerseits.

    Hier noch die angeforderten Infos.


    Der neue Switch ist ein tp-link TL-SG108. Der wurde es, weil es lebenslange Garantie gibt, er 1GBit kann und 8 Ports hat (5 hätten erstmal auch gereicht, aber man kann ja nie wissen :D)

    Das Notebook ist ein Gaming-Notebook, da wird nicht ganz so viel Wert auf Stromsparen gelegt (habe u.a. ja einen HQ und keinen U-Prozessor von Intel), was genau die Festplatte kann oder nicht, weiß ich allerdings nicht genau.


    Beide Rechner haben je 250 GB SSD und 1 TB HDD.

    Aktuell befindet sich auch die Lightroom-Bibliothek noch im Aufbau, so dass ich derzeit fast alle Bilder nochmal "anfasse" (Verschlagworten, Bewerten, Sortieren etc.), dieser Prozess ist aber irgendwann abgeschlossen und dann komme ich von größeren Fototouren sicherlich nie mit mehr als 50 GB neuen Bildern zurück. Hier könnte man in Zukunft also darüber nachdenken, das ganze lokal auf einem der beiden Rechner zu bearbeiten und dann auf das NAS zu schieben.

    Weil ich nicht genau weiß, ob es so klar raus gekommen ist, der Fernzugriff soll keine Dauer- oder gar Arbeitslösung sein. Viel mehr geht es darum, unterwegs einzelne Bilder als JPG zeigen/teilen zu können und vielleicht ganz selten mal auf einzelne RAW´s für einen Export zuzugreifen (wobei dabei Wartezeiten überhaupt kein Problem wären).

  • Moin,


    Hier könnte man in Zukunft also darüber nachdenken, das ganze lokal auf einem der beiden Rechner zu bearbeiten und dann auf das NAS zu schieben.

    ich mache das so - hat sich als "the best way" herausgestellt.



    Weil ich nicht genau weiß, ob es so klar raus gekommen ist, der Fernzugriff soll keine Dauer- oder gar Arbeitslösung sein. Viel mehr geht es darum, unterwegs einzelne Bilder als JPG zeigen/teilen zu können und vielleicht ganz selten mal auf einzelne RAW´s für einen Export zuzugreifen (wobei dabei Wartezeiten überhaupt kein Problem wären).

    Wozu gibt es USB-Sticks/Platten? Oder halt über einen Provider (Google, amazon, Onedrive oder dergleichen (Web)space Hoster gehen) Das kann man dann auch als Backup benutzen.


    Ich würde dir abraten das NAS auch nur ansatzweise mittels Portweiterleitung ins Internet zu setzen. Aber so bin ich. andere machen es und sind auch solange glücklich bis ein Trojaner(das NAS gekapert, ...) auf dem NAS ist. Dazu gibt es auch leider einige Beiträge hier im Forum. Meist hilft da nur ein komplettes neu aufsetzen des NAS mit einem sauberen Backup. Hoffentlich hat man, wenn es aufgefallen ist noch ein sauberes Backup.


    VPN wäre eine Alternative - nur nicht für mich. Ich bin einmal reingefallen und brauche so etwas nicht wieder.


    VG

    Friis

  • USB-Stick/Platte ist keine Option, weil die hab ich nicht immer dabei. Es gibt immer mal wieder Situationen, in denen ich unterwegs jemanden via Smartphone oder Tablet Bilder zeigen mag. Da das selten planbar ist und manchmal auch was spezielles sein kann, wäre ein Zugriff auf alles schon nett (also nicht eine Auswahl die irgendwo synchronisiert wird).

  • Wieso reingefallen ?

    nicht mit einer VPN-Verbindung, aber mittels Portweiterleitung - die "Böse Tour" mit einem kompletten Neuaufbau.


    VG

    Friis