[HowTo] QNap NAS USV Slave

  • Hallo Allerseits,


    habe lange rumprobiert um mein NAS als Slave zu konfigurieren.

    Eins vorweg: Mit APCUPSD hat es leider nicht funktioniert.


    Mit NUT geht es, aber ein kleiner "Trick" ist vonnöten.

    Denn im NAS lässt sich kein Benutzer/Passwort einstellen !


    Mein Aufbau:

    1xAPU2D4 als USV Master, Debian 9

    1xAPU2D2 als USV Slave, Debian 9

    1xQNAP 1232xXU als Slave, aktuelles BS


    Natürlich geht als USV Master auch ein Raspi, NUC etc. etc.


    Linux Kenntnisse sollten da sein :)

    Also als erstes auf den Rechner einloggen wo die USV mit (USB)dranhängt und:

    Code
    1. apt-get install nut-client nut-server usbutils

    Ratter ratter..... installiert..... dann sollte noch gecheckt werden ob die USB überhaupt erkannt wurde.

    Bei mir über USB sofort. Habe auch keine Regeln angelegt.

    Code
    1. ~# lsusb
    2. Bus 003 Device 002: ID 0438:7900 Advanced Micro Devices, Inc.
    3. Bus 003 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub
    4. Bus 002 Device 001: ID 1d6b:0003 Linux Foundation 3.0 root hub
    5. Bus 001 Device 002: ID 051d:0002 American Power Conversion Uninterruptible Power Supply
    6. Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub

    Wir sehen daß auf Bus 001, Device 002 die APC Back-UPS ES 550 hängt.

    Diese ist kompatibel. Zu prüfen welche USV denn geht gibts auf der NUT Homepage.

    Als Treiber nehmen wir usbhid-ups.


    Nun zu der Config auf dem USV Master. Man editiere die Datei /etc/nut/ups.conf:

    Code
    1. [qnapups]
    2. driver = usbhid-ups
    3. port = "auto"
    4. desc = "qnapups"
    5. pollinterval = 10

    Es ist wichtig dass der Name qnapups lautet ! Denn es lässt sich ja kein Name im NAS einstellen.

    Bei "desc" habe ich es auch drinstehen.... da muss es aber nicht.


    Danach starten wir NUT mit:

    Code
    1. upsdrvctl start

    Als nächstes sagen wir NUT dass wir einen Server haben wollen. Also die Datei /etc/nut/nut.conf öffnen:

    Code
    1. MODE=netserver

    Testen wir mal die USV mit dem Befehl:

    Also steht die Kommunikation. Alles gut.

    Nun soll der Server auch noch im Lan zu finden sein. Also öffnen wir die Datei /etc/nut/upsd.conf:

    Code
    1. LISTEN 127.0.0.1
    2. LISTEN 192.168.X.X

    Die IP Adressen sind natürlich anzupassen


    Nun kommen die Benutzer dran. Und genau da liegt der Hund begraben ! Denn es braucht einen speziellen Benutzernamen neben dem speziellen USV Namen.

    Alles sehr...... speziell.....

    Also öffnen wir die Datei /etc/nut/upsd.user:

    Damit hätten wir es schon fast geschafft. Der Rechner mit der USV sollte aber auch runterfahren.... wäre sinnvoll oder ?

    Also editieren wir die Datei /etc/nut/upsmon.conf:


    Code
    1. MONITOR qnapups@192.168.X.X 1 upsmaster ganzgeheimespasswort slave

    Ein Reboot tut immer gut, also Neustart. Danach fragen wir vorsichtshalber ab ob alle Dienste laufen:

    Well done.... alles im grünen Bereich. Gehen wir zu unserem QNAP NAS, öffnen die Systemsteuerung -> Externe Geräte -> USV

    Und tragen entsprechend die Daten ein. Naja, eigentlich nur die IP Adresse :)

    Und das war es. Endlich ist das NAS als Slave eingerichtet.

  • Vielen Dank für Deine Anleitung!

    Ich würde so etwas mit master und slave mit einer Eaton USV, einem QNAP TS-453Be als master und einem WD MyCloud NAS als slave hinbekommen. Würde das auch so gehen? Oder sollte das QNAP NAS zwingend der slave sein? Ich wüßte nämlich nicht, das die MyCloud so direkt eine USV unterstützt.

  • Wieviele USV hast du denn bei dir laufen, dass du das an das Netzwerk weitergeben möchtest oder wieviele Geräte speist deine USV aktuell? Es macht ja nur Sinn, wenn du entweder mehrere USV in einen Verbund schalten willst oder aber bei einer USV mit USB-Anschluss eine Signal ins Netzwerk absetzen willst, damit die anderen Geräte auch der USV dann identisch reagieren oder habe ich jetzt einen Denkfehler?

  • Ich habe nich nichts brauchbares gefunden das NAS als Master zu nehmen. Die Dokus sind äußerst dürftig. Es läuft NUT drauf. Aber mehr weiß ich nicht.

    Probieren werde ich es nicht. Mein NAS läuft nicht 24/7. Das saugt mir zuviel Strom.


    carsten_h :

    Ich glaube mit einem Raspi als NUT Server ist das schneller erledigt.

    Das nervige bei Qnap ist nämlich dass man nicht wirklich an Fehletmeldungen und Logs kommt.


    janste :

    Du hast keinen Denkfehler. Mit NUT könntest du sogar mehrere USV überwachen und z.B. sagen es müssen immer 2 von 3 USV aktiv sein.

    Aber du kannst auch mit einer USV zig Rechner versorgen. Brauchst nur einen NUT Master. Ist natürlich nicht sinnvoll wenn die USV nach einer Minute leer ist.


    Bei mir laufen zwei APU2D, eine davon mit Samba und DNS Server (Pi Hole). Die zweite vollverschlüsselt mit Nextcloud.

    Dazu ein Raspi mit LibreElec.

    Der Switch, Router, Philips Hue und Max! Thermostat hängen auch noch dran. Okay.... das Hue muss nicht sein bei einem Stromausfall. Aber egal ;)


    Da die USV einen nicht geringen Eigenbedarf an Strom haben (Die Offline-USV gehen mit bis zu 10 Watt ja noch), gibts jetzt eben nur noch eine kleine Offline USV. Die Line-Interactive braucht gute 15-20 Watt. Das war mir zu heftig.


    Btw.:

    Wenn das NAS nicht läuft reicht der Strom bis zu 55 Minuten.

    Mit NAS etwa 25-30.

    Die Rechner fahren nach 10 Minuten runter.


    Update:

    Die USV wird mit dem NUT Server auch korrekt in Monitorix angezeigt.

  • Ich glaube mit einem Raspi als NUT Server ist das schneller erledigt.

    Ok, das würde auch gehen, ich habe hier sowieso einen Zero W als Pi-Hole und einen Pi 3B+ für Homebridge laufen.

    Dort einfach die USV per USB anschließen und auf die USV warten und dann die entsprechenden ssh Befehle für die herunterzufahrenden Geräte eingeben. Oder die zu NUT-slaves machen, damit man sich um das Herunterfahren nicht kümmern muß?


    Was wäre denn bei einem Update vom QNAP oder der WD MyCloud? Würde dann NUT wieder gelöscht?

  • Der Zero W oder 3B ist als Server egal.

    Dort eben den NUT Server installieren. Natürlich auch den Client, damit der Zero/3B runterfährt.

    Bei Qnap bleibt alles erhalten. Es ist ja auch nicht viel Arbeit. Es muss nur die IP Adresse eingetragen werden.


    Bei der WD habe ich keine Ahnung. Habe nichts brauchbares gefunden.

  • Natürlich auch den Client, damit der Zero/3B runterfährt.

    Die würde nicht an der USV hängen... ...äääähh das geht ja gar nicht. Gut, sie müßten auch mit an der USV hängen. :-)


    Habe nichts brauchbares gefunden.

    Ich bisher auch nicht. Ich denke, daß ich die mit einem "sudo shutdown" o.ä. herunterfahren muß.


    Doch ein wenig habe ich jetzt gefunden:

    https://support-de.wd.com/app/answers/detail/a_id/22496

    Das oberste ist meine MyCloud:

    https://support-de.wd.com/app/answers/detail/a_id/22044


    Es ist ja auch nicht viel Arbeit. Es muss nur die IP Adresse eingetragen werden.

    Ach das sehe ich jetzt erst. Auf dem QNAP hast Du ja gar nichts installiert, sondern nur die normalen USV Einstellungen genommen. Das heißt also, daß die QNAP sich standardmäßig mit NUT unterhalten?

    Einmal editiert, zuletzt von carsten_h ()

  • Jungs, denkt bitte auch dran, Switch etc. Mit an die USV zu hängen... Hab ich zum Glück beim Test meinen Denkfehler gemerkt, als nur das Host runtergefahren ist und die Slaves nicht :cup:

  • Danke für den Tipp! Der Switch wird per USB von der Fritz!Box versorgt, also muß die auch noch mit dran.

  • Ja, dann geht auch noch Wlan... Aber ein Switch per USB? Sachen gibts...

  • Die Qnap unterhält sich mit NUT wenn man genau die Anleitung mit USV Namen und Benutzer/Passwort befolgt.

    Anscheinend ist das so voreingestellt im NAS.


    Klar, mindestens der Switch sollte auch an der USV dran sein ;).


    Aus dem WD FAQs werde ich nicht schlau. Schreib doch mal den Support an....

  • Aber ein Switch per USB? Sachen gibts...

    Es ist ja nur ein 5-port Switch und kein 24er managed Switch. :-)



    Aus dem WD FAQs werde ich nicht schlau. Schreib doch mal den Support an....

    Mache ich. Mir scheint, daß sie auch NUT benutzen, nur wird der Name im Netzt irgendetwas mit WD zu tun haben, dürfte also nicht zu dem QNAP-Namen passen. Wie hast Du denn den Namen "qnapups" herausbekommen?

  • Ich habe das mit den NAS schon vor einem Jahr probiert. Eben wo ich mir die TS-1232 gekauft habe, mit NUT und Apcupsd und bin kläglich gescheitert. Habe dann eine S7 USV genommen fürs NAS.

    Allerdings ist mir der Eigenverbrauch beider USVen aufn Sack gegangen. Zusammen etwa 15-20 Watt. Das summiert sich .... die QNAP wurde dann ohne USV betrieben. Ist nur 20-30h in der Woche an für Backups und die Daten vom Samba Server zu ziehen.


    Jetzt bin ich gerade beim Umzug, nicht dran gedacht.... zack.... Strom weg.

    Ein Glück ist trotz Verschlüsselung nichts passiert. Es dauerte nur ewig bis das NAS wieder einsatzbereit war..... 24tb Daten, 60tb gesamt im Raid6.


    Dann hab ich noch mal Google bemüht, Stück für Stück rangetastet mit diversen Begriffen.

    Ich glaube im amerikanischen QNap Forum stand die Lösung. War nicht einfach zu finden. Beitrag war von 2014.....


    Dann hab ich eben NUT installiert auf meinen APUs. Hat auf Anhieb funktioniert, eine APU als Master, die Andere als Slave. Also geht die Konfig zu 100%. Ich hasse es wenn wie die QNap keine guten Logs aufwirft..... man sieht einfach nichts

    Die IP eingegeben im TS-1232, und sofort wurde die Kapazität von der Batterie angezeigt. Name und Hersteller werden zwar nicht angezeigt, aber das ist mir egal.

  • Beitrag war von 2014.....

    Wow! Danke für Deine Arbeit!



    Name und Hersteller werden zwar nicht angezeigt, aber das ist mir egal.

    Das wäre es mir auch! Hauptsache es funktioniert. Noch steht hier keine USV, aber ich möchte eben gerne und da wäre es schön, wenn ich vorher wüßte, ob es funktioniert.


    Ich habe mir eben einmal die Quelltexte für die WDmyCloud Firmware heruntergeladen und such darin etwas, das mit nut oder ups zu tun hat, aber leider bin ich noch nicht fündig geworden.

  • Ok, also mein UT700EG wird direkt vom TS-873 per USB erkannt und die schaltet dann (wenn der Switch auch an der USV hängt :-D) die anderen beiden aus...


    Funktioniert tadellos.


    Es ist ja nur ein 5-port Switch und kein 24er managed Switch. :-)

    Ok, meine kleinen 5 und 8 Port Netgears haben trotzdem beiden ein kleines Netzteil dran...


    Mein 16er Managed ein internes.


    Wie gesagt, war überrascht, aber warum nicht. Nur dass die so wenig strom ziehen. Naja, man lernt nie aus. Muss ich mir mal für Reisen anschaun, ist in manchen Hotels auch sehr praktisch... Welche Makre / Modell ist das denn? Und packt der auch GBit Fullduplex dauerleistung auf allen Ports? Oder geht er dann in die Knie?

  • Nur dass die so wenig strom ziehen

    Anscheinend schon. Das Gerät mit fünf Ports, das ich hier habe gibt es inzwischen nicht mehr. Nur noch eines mit vier Ports, vielleicht gab es damit ja doch Probleme. Such einfach einmal nach "RF-4270245" im Netz. Der Hersteller ist Renkforce.


    Und packt der auch GBit Fullduplex dauerleistung auf allen Ports? Oder geht er dann in die Knie?

    Gemessen habe ich das noch nie, aber die Leistung wenn ich große Dateien hier von meinem Mac auf das QNAP kopiere ist völlig in Ordnung und entspricht dem GBit Netz.