Optimaler Prozessor für VirtualizationStation

  • Hallo,

    ich plane eine Anschaffung eines NAS-Systems.
    Neben der Verwendung als Datenspeicher soll die QNAP auch als Maschine zur Virtualisierung von einigen Gastsystemen dienen.

    Welcher der folgenden Prozessoren ist dafür besser geeignet:
    AMD Ryzen 7 2700 od. Intel Core i7-6700

    Im Netz kursieren dazu die unterschiedlichsten Meinungen.

    Danke für eure Informationen

    andi

  • Was willst du den laufen lassen?

    Denn die QVS ist in letzter Zeit recht häufig negativ aufgefallen.

    Win 10 macht Probleme, VMs starten nach einem Update nicht mehr.

    Installationen schlagen fehl.

    Und was ganz fatal ist die Wiederherstellung aus dem Backup welches in der QVS eingebaut ist, ist teilweise nicht möglich.

    Ich spiele mit der nur rum aber auch ich konnte meine Backups wegwerfen.

    Waren nutzlos.


    Wenn da also mehr dran hängt solltest du nach einem richtigen Hypervisor suchen.

  • Danke Crazyhorse,

    im Moment läuft noch ein Ubuntu-Server.
    Möglicherweise kommen noch ein paar Windowsserver dazu.

    Welchen Hypervisor könntest du für die Verwendung auf den QNAP's empfehlen?

    Gruß

    andi

  • Auf dem QNAP geht es nur mit der QTS.

    Für privat zum Spielen ok.

    Für ne Firma auf keine Fall, meine Meinung.

    Was geht ist ein externer ESX, der dann iSCSI Luns vom NAS bekommt.

    Dann kann man auch skalieren wenn die IOs reichen und man rechenpower braucht.


    HyperV ist doch was sehr solides wenn du eh MS Produkte einsetzt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Crazyhorse ()

  • Hallo Crazyhorse,

    danke für die Info.
    Verstehe ich dich richtig, dass man deiner Meinung nach die Virtualization Station im Firmenumfeld nicht verwenden sollte?

    andi

  • Die Virtualization Station ist aufjedenfall nicht so Perfomant in sachen io Leistung als andere hypervisor wie VMware ESXI/Proxmox/Hyper-V Windows/Unraid/VMware Worksation/Player.

  • Ja das sehe ich so, denn wenn ich ein Backup zwar erstellen kann, aber der Import für den Papierkorb ist, kann ich das nur noch als Spielzeug betrachten.

    Aber nicht mehr als amtliche Lösung für ein Gewerbe.

    Denn hier hängt Geld an jeder Sekunde die ein System länger ausfällt.


    Privat ist es nur ärgerlich aber nicht existenzbedrohend.

  • Aber wenn mein ein Gewerbe hat nimmt man doch keine QNAP TS-453Be oder Vergleichbares.

    Da sollte man schon einen Server stehen haben entweder mit Hyper-V oder ESXI zur Virtualisierung und dann dort seine Sachen drauf.

    Also ich nutze die QNAP nur Privat als Backup Lösung, bin aber schon am Überlegen ob ich mir einen Richtigen Server kaufe damit ich wieder alles selber in der Hand habe.

    Mehr Aufwand aber am Schluss doch so wie man es wirklich haben will.

  • Hallo Legrain,

    also aktuell wird im Unternehmen eine TVS-882 eingesetzt.
    Bei dieser QNAP kann man beim besten Willen nicht von einem System für Heimanwender sprechen, vor allem bei dem Kaufpreis. :)

    Wobei lt. QNAP-Internetseite das Produkt als "KMU -High-end" angepriesen wird.;)


    SG


    andi

  • Ich hoffe du hast dann auch entsprechenden Service drauf.

    Wie man hier lesen kann sind die Kisten bei Defekt auch mal 8Wochen eingeschickt.


    Für Firmenkunden sollte da ein 24/7/4 drauf sein.

    Selbst dann hat man im schlimmsten Fall noch eine halben Tag aufwärts Ausfall + die Zeit für das Desaster Recovery.

    Und letztes muss funktionieren, da bin ich mir bei QNAP, siehe QVS, dann nicht so sicher.



    Rohleistung mag die Kiste haben, aber die muss auch entsprechend bei den VMs ankommen und das möglichst verlustfrei.

    Bei meiner kleinen brauch ich nicht mehr als 50% der Kerne an eine VM vergeben, mehr bringt nix ja bremst sogar.

  • Die vermutlich die meiste Zeit Idelt.


    Ist bei meiner ja nicht anders.

    Habe heute die Win 7 VM angeworfen, im Momnet 5% Last und 44% RAM.


    Wenn ich aber meine openSense Firewall VM starte und Daten durch schiebe ist das NAS am Anschlag, 80% CPU und mehr.

    Habe auch schon 99% gesehen wenn man parallel noch was über SMB macht.

    Ein IDS/IPS zieht halt massiv Leistung, da ist die VM permanent am Anschlag.


    Die wird aber später auch als Hardwareappliance laufe, wegen der Leistung.

    Denn ich will damit spielen und testen und dann müssen da 400MBit durch.

    Da platzt mir die NAS im Dauerbetrieb.


    Dann kommt da openHab drauf und anderer Quatsch wie die Kameras usw.

    damit hat es dann genug zu tun.

  • Bei mir schaut das auf einer TVS-882T ein wenig anders aus als bei Euch:



    Der Wert steigt aber auch immer wieder auf ca. 70%. Aktiviert ist auf der Maschine AD-Controller, Qsirch, Surveillance Station. Und eine VM mit Win 10 die selbst aber keine Prozessorzeit braucht wenn man dem trauen kann.



    Der Samba Prozess braucht bei mir das meiste mit ca. 40% Prozessorlast. Wobei ich mich frage was der macht bei einer handvoll User die eh nicht aufs NAS zugreifen.

  • Ich gehe bei Dir PuraVida definitiv von einem Konfigurationsfehler/Problem aus. Ich kann auf 3 unterschiedlichen NAS (TS-431+, TS-453Be und TS-351) Deine Probleme mit Samba/SMB nicht nachvollziehen und erhalte auf keiner der Maschinen auch nur Ansatzweise diese hohe Prozessorauslastung wie Du. Ich schaue mir das immer dann an, wenn bei mir tatsächlich 5 Personen auch auf die NAS und das AD zugreifen - die Last bleibt immer im 1-stelligen Bereich. Von daher müsste sich das bei Dir (zumindest meiner Meinung nach) mal ein Profi ansehen. Normal ist das jedenfalls nicht - sonst würde ich zumindest auf einer der NAS ein ähnliches Problem haben - was nicht der Fall ist. Grundsätzlich, das sagte ich ja auch schon bei Deinem AD-Thema, kommt es wirklich drauf an, was unterm Strich gefordert ist. Geht es "nur" um ein AD, wäre tatsächlich auch schon eine TS-453Be ausreichend, geht es um performante virtualisierte Maschinen würde ich einen eigenen ESX-Server mit Anbindung an eine NAS bevorzugen. Eine sinnvolle Patentlösung die für alle Anwendungsfälle passt und einen optimalen Kosten-/Nutzenfaktor besitzt, wird man da aber nicht finden.


    Gruß,


    Lauri

  • Ist die Virtualization Station derzeit wirklich so unzuverlässig, wie Crazy Horse schreibt?


    Ich spiele mit dem Gedanken, QVS auf einer TS-453Be zu betreiben, um darin ein Linux mit Dokuwiki, LDAP und ein paar anderen wenig CPU/io-lastigen Diensten laufen zu lassen.


    Die Alternative wäre die Container-Station, aber mit Docker & Co. habe ich mich noch nie beschäftigt und müsste mich erstmal einarbeiten. Da dachte ich, mit einer parallel laufenden VM hätte ich eine stabile Ausgangsbasis, um nebenher mit Containern experimentieren zu können.

  • Ich gehe bei Dir PuraVida definitiv von einem Konfigurationsfehler/Problem aus. Ich kann auf 3 unterschiedlichen NAS (TS-431+, TS-453Be und TS-351) Deine Probleme mit Samba/SMB nicht nachvollziehen und erhalte auf keiner der Maschinen auch nur Ansatzweise diese hohe Prozessorauslastung wie Du.

    Ich habe aber nur das gemacht was man mittels klicken in der Oberfläche machen kann. Habe den PDC aktiviert und User wie Computer hinzugefügt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man hier viel falsch machen kann bzw. irgendwas zerstören?


    Mit Deinen Vorschlägen gehe ich ganz konform. Ich bin nur nicht so schnell weil das normale Tagesgeschäft auch meine Aufmerksamkeit erfordert. Und ich bin dabei den Netzwerk-Plan zu zeichnen wie in dem anderen Thread angeregt.


    Profi ist auch gut. Woher nehme ich den? Wenn es Dich interessiert kannst gerne mal drauf schauen über irgendein Ferndings.

  • Profi ist auch gut. Woher nehme ich den? Wenn es Dich interessiert kannst gerne mal drauf schauen über irgendein Ferndings.

    Ich habe jetzt eine ganze Weile überlegt, ob und was ich Dir darauf antworte. Schon im Dezember hatte ich Dir (per Konversation) das Angebot gemacht, dass ich mir das Problem bei Dir gerne mal ansehen kann (da ich zu der Zeit Urlaub hatte, wäre das zeitlich absolut kein Thema gewesen). Darauf hast Du leider nicht geantwortet - umso mehr überraschten mich jetzt diese Zeilen.

    Die Tatsache, dass ich bei Dir ein Konfigurationsproblem vermute umfasst nicht zwingend "nur" den SMB-Teil Deiner NAS - ohne das System (und das was da alles passiert) zu sehen, kann niemand die Glaskugel auspacken und eine belastbare Aussage dazu machen. Das einzige was ich (aus eigener Erfahrung) sagen kann, ist, dass bei solchen Systemen immer der Teufel im Detail sitzt und ich diese Probleme auf 3 unterschiedlichen NAS (mit unterschiedlicher Prozessorarchitektur) nicht habe und nicht nachvollziehen kann. Ergo läuft bei Dir irgendwas schief - was genau das ist, gilt es zu analysieren. Da Du ja 2 NAS als PDC und BDC betreibst, Du Dich aber mit dem Thema "AD unter Samba" nicht wirklich auskennst, gehe ich einfach mal davon aus, dass Du das Thema "Sysvol-Replication unter Samba" völlig ausser Acht gelassen hast (denn das Thema funktioniert ausschliesslich mit manuellen Eingriffen - was Samba und nicht QNAP geschuldet ist). Schon hiermit kannst Du Dir Probleme ins Haus holen, die "seltsame" Verhaltensweisen an den Tag legen und Du weisst im ersten Moment nicht wirklich wo die herkommen. Dazu kommen dann die Themen "functional level", "Rechte" etc.

    Ich weiss, da kommt natürlich gleich wieder die Frage auf "wieso weist QNAP darauf nicht hin" bzw. "warum löst QNAP diese Probleme nicht". Ich stelle einfach mal eine Gegenfrage: JEDER Windows-Server stellt die Möglichkeit des AD zur Verfügung. Wieso weist M$ nicht sofort auf alle Probleme hin bzw. "löst" diese einfach mal per Konfigurationsdialog? Ganz einfach: wer ein AD betreiben möchte, der muss sich mit der Thematik auseinandersetzen. Die Tatsache, dass Windows dafür "bunte Fenster" bietet, macht die Sache zwar "vermeintlich" einfacher - das ist sie deshalb aber noch lange nicht. Es sieht nur einfacher aus. Ebenso verhält es sich mit Samba und AD. Hier gibt es "out of the box" keine "bunten Fenster" um dieses zu konfigurieren - sobald Du "unter die Haube" möchtest, machst Du das im CLI. Dazu kommt, Samba ist kein Produkt von QNAP - diese können hier letztlich garkeinen Support bieten. QNAP bietet eine "einfache" Konfigurationsoberfläche die einem Benutzer minimalistisch die Möglichkeit bietet, ein AD aufzusetzen. Mehr nicht. Sobald es darum geht hier "mehr" zu wollen, ist QNAP aus der Sache raus - das muss dann der Benutzer mit seinem Wissen lösen. Hat er es nicht, muss er es sich anlesen, es lernen oder sich externe Hilfe holen. M$ ist nicht dafür verantwortlich, wenn jemand mangels Wissen Probleme im AD hat. Aber genauso ist QNAP dafür unter Samba nicht verantwortlich, besser noch, es ist nicht mal deren Produkt.

    Ich möchte hier damit kein Loblied auf QNAP singen, dass er dort genügend Probleme gibt ist unbestritten - nur an dieser Sache sind die tatsächlich völlig unschuldig. Wenn ich ein Produkt (in dem Fall Samba) einsetzen möchte, dann muss ich mich damit auseinandersetzen. Samba ist nichts anderes, als ein externes Produkt, das zur Verfügung gestellt wird - nichts weiter. Samba ist nicht zwingend notwendig, um per Windows auf eine NAS zuzugreifen - es macht die Sache nur deutlich einfacher für den Anwender. Und ein AD ist schon gleich mehrfach kein Produkt, das zwingend dafür notwendig ist, um mit einem Window-Client auf eine NAS zuzugreifen. QNAP sagt in der Produktbeschreibung, dass Samba verfügbar ist und es die Möglichkeit gibt, die NAS als PDC oder BDC in einem AD zu betreiben. Mehr nicht. QNAP sagt nirgendwo, dass die NAS die Möglichkeit bietet, jedes denkbare Szenario per einfachem Dialog zu lösen. Das bietet Dir auch niemand sonst an.


    Ich kann Deine Probleme und Deine Gedanken völlig nachvollziehen und ich kann absolut verstehen, dass Du Dein Unternehmen und Deine Mitarbeiter im Hinterkopf hast und Dich eigentlich nicht um IT-Probleme kümmern möchtest. Ebenso kann ich verstehen, dass Dich die Probleme ärgern und Du viel lieber die Nas als "Blackbox in der Ecke" sehen möchtest, die einfach ihren Dienst tut. Das macht sie mit Sicherheit auch, sobald alles korrekt konfiguriert ist. Möglicherweise, das will ich nicht abstreiten, ist Deine NAS garnicht in der Lage, all das was Du von ihr möchtest gleichzeitig zur Verfügung zu stellen - das hätte man dann im Vorfeld testen müssen oder aber im Fachgeschäft ansprechen.


    Fazit:

    Du solltest Dir, auch wenn es erst mal ungewollte Arbeit ist, stichpunktartig aufschreiben was Du willst und was Du erwartest. Das muss keine Wall of Text sein, wie gesagt, Stichpunkte. Danach kannst Du Dich gerne auch bei mir oder hier im Forum melden und wir gehen das durch und bieten Dir Möglichkeiten und Lösungen - bzw. schauen uns an, ob Deine NAS das gewünschte Szenario bieten kann. Nachdem klar ist wie es gehen kann und welche Lösung sinnvoll ist, kann man dazu übergehen, sich das vorhandene auf Deinen NAS anzusehen. Vorher macht das keinen Sinn. Das ganze ist und bleibt ein extrem komplexes Thema, bei dem sich keine 2 Unternehmen wirklich gleichen. Jeder hat an der ein oder anderen Stelle seine individuellen Wünsche und Vorschläge.


    In diesem Sinne einen lieben Gruß und noch ein schönes Rest-WE,


    Lauri


    Nachtrag andi001 sorry, dass ich Deinen Thread gekapert habe.

    Einmal editiert, zuletzt von Laurenzis ()