19" QNAP oder Synology oder MS Rackserver 19" von divers?

  • Also, folgende Problematik: ich betreue ein kleines Firmennetzwerk, mit so ca. 10 aktiven PCs aller Coleur, 2 Stück Hardwarefirewalls von Fortinet und einen Windows Foundation 2008 Server von Thomas Krenn. Bin mit dem Server nachwievor, obwohl schon 8 Jahre alt, vollauf zufrieden. Dieser sichert per Robocopy alle Intervalle mal auf eine Qnap 212. Selbst habe ich noch eine 469 Qnap zuhause, siehe später. Zu sagen ist noch, dass weder Server noch QNAPs im Netz hängen, sind nur über VPNs erreichbar, von selbst darf keiner raus.


    Schön langsam gehen aber bei Thomas Krenn lt. tel. Nachfrage auch die Ersatzteile aus für einen ev. Schaden nach 8 Jahren. Festplattencontroller ist überhaupt schon End-of-Life. Platten werden alle 30.000h hin, aber das ist ja normal, wurde gerade wieder ein Set nachgeschoben, dürfte wieder reichen, nachdem mich der Controller 2x am Sonntag zum Frühstück erinnert hat, dass eine Platte wieder hin ist :-)


    Würde ich mir nun einen neuen TK Server zusammenstellen, so wäre ich bei der Hardware mit Windows Server 2016 schon bei min. € 3.500, OHNE vorinstallierte Cloud Backups und RTRR, also, out of the box. Bei Qnap ist da ja alles schon dabei, Installationsaufwand ist minimal. Ob nun der Server, der nur für CIFS da ist, eine Xeon hat oder eine Quad AMD CPU hat, ist ganz egal, der Server tut ja den ganzen Tag sowieso fast nichts, außer Dateifreigabe und warten.


    Daher geht der Wunsch zu einem 19" Gehäuse von Qnap, TS-463-XU-RP, mit Raid 5 mit 4 Platten, RTRR auf eine andere Qnap, Cloud Backup, Virtualisierung eines VMWare Image mit einem alten Server Image mit Windows Server 2000, SABNZBD, etc. Rest halt Standard mit User Verwaltung, Gruppen, FTP, etc., alles nichts untypisches, kein DC, kein Mail Server. Gefallen tut mir auch die Storage Pool Lösung, die sehr flexibel scheint. Auch eine einfache ISCSI Anbindung für Clients wäre einfach zu managen.


    Nach etlicher Recherche bleibt dann halt wenig über: eine Qnap TS-463-XU-RP, eine Synology RS818RP+ oder halt wieder ein MS Rackserver von TKrenn oder wem auch immer (welcher natürlich fast das doppelte kostet für dieselben oder eher weniger Features, für mehr Aufwand in der Adminstration, etc. . Ein echter Rackserver mit Software Raid kommt da wohl nicht infrage, die Karten alleine kosten ja schon 300 oder mehr :-) Irgendwie möchte ich auch weg von der Windows Lösung, da hier definitiv kein billigeres Zweitgerät gekauft werden kann, nur zum Spiegeln. Bei einer QNAP wäre das wohl noch eher drinnen mit einem Kleingerät, da ja überall dieselbe Firmware läuft und jede fast alles kann, was alle können.


    Von meinen QNAPs kann ich sagen: Hardwaremäßig top, mit der Software hat es aber immer bei der Firmware gehackelt, daher laufen meine auch nur mit der alten 3'er Software. Jede neue Firmware hat wieder neue Fehler eingschleust. Auch kommt mir der Support von QNAP wohl eher foren- bzw. usergetrieben vor. Auf der komplette QNAP Seite findet sich eine einzige Telefonnummer für Support, unterm Strich also: verkauft und fertig. Lese ich mir dann die QNAP Garantieverträge durch, sticht mir als erstes die Strafzahlung von 1000 US per Tag ins Gesicht und die Blanko Kreditkartenabbuchung


    Schaue ich bei Synology rein, finde ich sofort eine Telefonnummer (wo halt derzeit leider keiner rangeht). Von Synologie selbst weiß ich herzlich wenig, aber viel mehr Recherche im Netz bringt auch wenig, da es halt nur das "Seitendenken" gibt wie bei MS und Linux. Ich weiß zumindest, dass ich beide bei den Features wenig schenken und die Administration bei beiden relativ simpel ist, soferne man weiß, was man tut.


    Rufe ich bei Krenn an, sagt mir der am Telefon nach 20 Sekunden, wie viele Motherboards noch lagernd sind, etc., also, prompt bayrisch.


    Wenn ich sowas hier unten nur höre, könnte mir aber schon schlecht werden:

    Ich lasse ja kritische Sachen drauf laufen, Sachen, von dem die Leute abhängen. Da geht so was gar nicht und wenn man lieber mit einer uralten Firmware rumwerkelt.

    So, habe ich ev. was ausgelassen? Thekus? Andere?


    Eventuell entwickelt sich ja hier ein Thread, der auch schön objektiv bleibt, obwohl es ein QNAP Forum ist 8)


    /Stephan

  • Wenn ich sowas hier unten nur höre, könnte mir aber schon schlecht werden:


    Ok, und da willst du dir ein Qnap kaufen, mit ca. 6 (Arm + Intel) zurückgezogenen Firmwaren in diesem Jahr ?

    Na dann :)


    Ich würde den Server anschaffen auch wenn der mehr Geld kostet.

  • Ich würde den Server anschaffen auch wenn der mehr Geld kostet.

    Das KlickiBunti ist ja alles bei Qnap sehr verführerisch.


    Im Detail: statt rtrr wäre dann robocopy wieder am Zug bei Backup von Windows auf Qnap und beim Backup in die Cloud müsste man halt dann die gängigen Clients nehmen von Onedrive, Gdrive , Acronis oder Dropbox und wasweißichalles, richtig? RTRR wäre halt toll gewesen.

  • Ok, und da willst du dir ein Qnap kaufen, mit ca. 6 (Arm + Intel) zurückgezogenen Firmwaren in diesem Jahr ?

    Na dann :)

    Na dann sollte er um Windows aber einen riesigen Bogen machen, da dort ein Update zurückziehen gerade ein neuer Trendsport wird, sind ja nur Dateien gelöscht worden und zahlreiche weiter Fehler eingefügt worden....

    https://www.heise.de/newsticke…-Server-2019-4200499.html

    Und bei kleinen Patches ist es auch keine Seltenheit, dass die hin und wieder zurückgezogen werden, da es bei Windows so viele Patches gibt, gibt es auch entsprechend viele Negativberichte.


    Der Vorteil ist natürlich TK, ein Support der die schlechte Arbeit von MS für teuer Geld dann löst.


    Wenn der Server eigentlich eine NAS nur ist, dann sehe ich da kein Problem bei QNAP. Wenn die NAS aber ein Server sein soll ( was ich hier nicht sehe, da keine AD, keine Server Anwendungen,...) dann wird die NAS keine Freude bereiten.

  • Wenn ihr kein AD braucht, warum soll dann der TK Server ein Windows BS haben?

  • Weil ich mich mit Windows auskenne, mit Linux möchte ich kein Betriebssystem haben, in der Art und Weise so wie ich Windows zu administrieren habe. QNAP und Rest zähle ich nicht dazu, da klickt man halt alles zusammen und dafür benötige ich auch keine Linux Kenntnisse.


    Würg: wenn ich alleine bei TK die 10Gbit Karte dazu gebe, sind 479 fällig, pfff....

    2 Mal editiert, zuletzt von Steffi ()

  • Wenn Ihr mit Eurem TK Server soweit zufrieden seid und im wesentlichen ausschließlich Dateisicherung etc. betreibt stellt sich natürlich ein bisschen die Frage, ob man ein bewährtes System nicht so läßt wie es ist. Wozu ich jetzt gar nichts gelesen habe ist irgendeine Art der Benutzerverwaltung. Da aber ein Windows Server mit im Spiel ist würde ich ja annehmen, dass der auch damit befasst ist. Prinzipiell kann ein QNAP zwar auch AD über Samba4, aber bei einer bestehenden Infrastruktur würde ich mich da mit einer Migration glaube ich schwer tun. Wenn man es neu aufsetzt, dann sieht es sicherlich anders aus.


    Was ich persönlich an den Backupjobs äußerst nervig finde ist, dass die UI ziemlich unübersichtlich ist. Man kann die Jobs bspw. auch nicht einfach exportieren als JSON oder anderes lesbares Format, um ggf. Vorlagen zu erstellen etc. Brauche ich zwar nicht, weil die Anzahl der Jobs überschaubar ist, ist aber aus meiner Sicht nicht ganz glücklich gelöst. Mir waren auch Anwendungen wie QSirch oder QFiling durchaus wichtig. Wobei ich von QSirch doch inzwischen eher enttäuscht bin. Die Performance ist ziemlich unterirdisch und QNAP hat es auch diverse Male beim updaten komplett geschrottet. Und das ist aber etwas, was man halt fertig nicht so ohne weiteres bekommt. Auch so Sachen wie QNotes sind durchaus nett, aber eben nicht wirklich konsquent auf den Firmeneinsatz hin entwickelt. Zum Beispiel kann man sie gar nicht in irgendein Backupkonzept einbinden. Man kann sich leider nicht darauf verlassen, dass die Anwendung nach dem Update noch so funktioniert wie gedacht. Allerdings kann man das bei vielen Anbietern sagen. Da hilft nur vornehme Zurückhaltung beim Updaten und zusehen, wie die EarlyAdopter zuerst ins Loch fallen. Ist aber auch schon seit Jahren Standard bei kritischen Anwendungen im Geschäftsbereich.


    Wir haben hier eine TS-1685 , die auch mal den Windows Server virtualisieren soll, was ich aber bisher mangels Zeit aufgeschoben habe. Bisher hat sie sich ziemlich unauffällig verhalten, aber 80% sind eben Dateidienste und dann noch momentan ein bisschen VM Zeug wie Wikis oder andere Netzwerkdienste.


    Der Punkt ist halt folgender: man ist natürlich extrem abhängig sowohl von der Hardware als auch vom QTS. Wenn es Dinge gibt, die das aufwiegen ( für mich ist das u.a. die Virtualisierung), dann kann man das machen. Netzwerkfreigaben kann man zur Not schnell wieder woanders hinsschieben, VMs kann man idealerweise schnell woanders hosten, so dass bei zuviel Problemen der Weg zurück einfach nicht durch große Hürden versperrt ist. Und gerade weil man bei QNAP in puncto Business-Support derzeit einfach nicht konkurrenzfähig zu sein scheint ( so mein Eindruck jedenfalls) muss man auf jeden Fall sich auch Plan B überlegen. Was man ja eigentlich immer tun sollte. Ich würde grundsätzlich denken, dass man einen simplen Dateiserver mit Windows auch unter 2000 EUR hinbekomm. Und dann stellt man sich vielleicht noch ein kleines QNAP dazu für die Cloudbackups. Aber die Rackteile sind natürlich meist teurer als Towervarianten.

  • Ich habe hier eigentlich durchwegs positive Erfahrungen gemacht, QNAP als Dateiserver zu verwenden.


    Ich verwende allerdings weder Qtier noch Cachtechnologien.


    Besser mehr SSD statt HHD einbauen und fertig.


    Backup auf ein externes QNAP schicken und fertig.


    MS macht diesen Job sicher nicht besser...

  • Da haben wir gar nichts, nur lokal gelegte Benutzer über Freigaben, sonst nixig.

    Danke auch für Dein Kommentar!

    Hmm, da würde ich aber in jeden Fall mal drüber nachdenken. Auch bei weniger Leuten rentiert sich das schnell. Nämlich wenn man bspw. sein Wiki oder eine andere Webanwendung einfach an das ActiveDirectory ( sei es nun der Windows Server oder Samba4) dranhängen kann und sofort alle Benutzer / bzw. die entsprechenden Gruppenzugehörigkeiten sich direkt mit ihrer Kennung anmelden können. Nichts ist schlimmer, als an 3 oder 4 Stellen quasi identgische Benutzerkonten zu verwalten. Kündigt einer geht die Sucherei los. Oder was wohl öfter vorkommt: Passwort zurücksetzen... Aber wie ich gerade hier gelernt habe geht das auch in Firmen mit 200+ Mitarbeitern...


    Ansonsten: es gibt ja inzwischen auch Server in Cube Gehäusen, die sollten dann problemlos in so ein Rack passen... bei 4 Platten ist das ja überschaubar. Selbst mit 8 Slots kriegt man das inzwischen ziemlich kompakt hin. Hat auf jeden Fall den Vorteil, dass meist doch etwas mehr Luft im Gehäuse zirkulieren kann und die Lüfter einfach deutlich weniger Krach machen, weil sie nicht so klein sein müssen.

  • Ich würde auch einer QNAP das Vertrauen schenken.

    Seit 2008 nutze ich QNAP und bin privat und geschäftlich bisher gut damit gefahren.

    Gerade wenn man lediglich Basics nutzt, ist QNAP für mich im NAS-Segment die erste Wahl.

  • Du kannst auch ganz günstig einen Windows Server betreiben, aber dann musst du dich um alles kümmern. D.h. du kaufst dir einen HP Microserver und machst alles selbst. So kommst du am günstigsten weg.


    Dann gibt es eben auch QNAP die eigentlich genau für deinen Einsatz ein fertiges Paket anbieten bei dem du auch die Supportkosten dir sparen kannst. Sehr geringe Eigenverantwortung und geringe Einarbeitungszeit.


    Und dann gibt es eben die High End Windows Server Lösung die du bisher nutzt. Am teuersten, auch auf lange Sicht wegen den Support Kosten, dafür eben ohne Eigenverantwortung.


    Bzgl. Cloud Backup geht es auch nicht so einfach mit OneDrive, DropBox und co. Du musst die Daten verschlüsseln, sind ja vermutlich Firmendaten. D.h. hier musst du bei Windows Server eine entsprechende Backup Software finden.

  • Zu Synology kann ich nichts negatives sagen, habe selber schon einige Synology Nas Server gehabt und mit wirklich keinen hatte ich je Probleme.

    Bei Synology kommen auch nicht so oft Updates raus wie bei Qnap, bei Synology wird scheinbar erstmal getestet ob alles läuft und dann auf die Leute los gelassen. Von Firmware Updates die zurückgezogen wurden, ist mir bei Synology noch nie aufgefallen, wenn es ein Update gab, installiert und lief.

    Meine Qnap Erfahrung ist bis jetzt so, es kommt ein Update, fixt etwas und 2 andere sachen sind wieder Defekt und funktionieren nicht so wie sie sollen.

    Synology macht den Support zu 90% über das Ticket System und ist deswegen schlecht bei der Telefonummer zu erreichen. Der Support ist dafür 1A, läuft was nicht wird sehr schnell genatwortet und meistens einen direkt Hilfe angeboten in form von Fernzugriff auf das Nas. Der Support bei Qnap ist für mich eine reine Entäuschung, die Bugs die ich gemeldet habe sind bis heute nicht gefixt. Support Antwortet manchmal erst nach Tagen oder Wochen.

    Zu sagen bleibt für mich, das Qnap die bessere Hardware für's Geld bietet dafür aber bei Updates und Support extrem schlampt.

    Bei Synology bleibt mir zu sagen, das die Hardware schwächer ist in gegensatz zu Qnap und macnhmal auch weniger bietet, dafür ist der Support wirklich Top und die Updates sind durchdacht. Da muss man selber entscheiden was man möchte. Leistung oder Support. :)