Der HAM(ME)R von Seagate

  • Ich bin immer zwiespältig was solche Kapazitäten angeht.

    Natürlich ist der Platz erst mal enorm. Aber die wenigsten machen sich Gedanken, was das im Grunde bedeutet:

    Bei einem Ausfall einer solchen HDD dauert der Rebuild Tage oder sogar Wochen!


    Und das in deutlich(!) leistungsstärkeren NAS oder SAN Systemen als eine QNAP!

    Einige Hersteller erlauben daher ab einer gewissen Grösse nur ein Raid 6 oder Raid 6 - FR (Fast recovery, ist ein spezielles Raid).


    Und was das für das Backup bedeutet muss sich auch jeder klar machen.

    Sinnvoll finde ich dann eher SSDs in dieser Größe, aber die sind dafür auch entsprechend teuer.


    Just my 2 cents... 😎

  • Ich finde es lediglich erstaunlich wie immer wieder mehr und noch mehr Kapa aus vorhandenen 3,5" Festplatten herausgeholt wird. Aus technischer Sicht 8|

  • Ich bin eher der Fan von wenigen, aber großen HDDs.

    Je weniger, desto weniger Ausfälle. :)

    Aber ein Backup ist und bleibt auch trotz RAIDx Pflicht.

    Bei meinen 14TB dauert der Rebuild auch knapp 24 Stunden.

    Das geschieht aber im Hintergrund und stört mich nicht.

  • ich finde auch , es ist Zeit für große preiswertere SSD s ... RIP... Magnetspeicher !

  • Der Rebuild läuft über Nacht. Vor 10 Jahren, bei kleineren Kapazitäten, waren die Datenraten geringer, die Prozessoren schwächer, d.h. da hat der Rebuild von 1GB auch ein Tag gedauert. Ob da nun 1GB oder 1TB oder 10TB da stehen ist so gesehen, vollkommen egal. Backup ist so oder so vorhanden, oder eben nicht. Aber dessen Wichtigkeit ist unabhängig von der größe der HDD.


    Auch die Behauptung, dass da ja soviele Daten drauf wären, die bei einem Defekt dann weg wären, stimmt so gesehen nicht. Wenn früher ein Programm eben 100kB Quellcode belegte, sind es heute eben 100MB. Der Wert ist der selbe. Wenn früher ein Bild 500kB belegte sind es heute eben 10MB oder mehr. Wenn früher ein Film 700MB hatte, sind es heute eben 20GB. Weg ist weg.


    Bei mir gibt es Daten von 200GB die tausendmal wichtiger sind als der Teil meiner Daten von 8TB. Und ob die 200GB nun auf einer 14TB HDD lagern oder einer 4TB HDD ist egal. Und wenn eine 1TB HDD die größte HDD ist, die es gibt und ich sie nutze, ist es genauso teuer dafür ein Backup zu erstellen, wie, wenn eine 14TB die größte HDD ist die es gibt und ich sie nutze.


    Eine SSD macht die Sache auch nicht besser. Sie ist ebenso fehleranfällig, d.h. kann auch komplett ausfallen, ohne Vorankündigung. Und große SSDs zu bezahlbaren Preisen gehen nur mit der neusten Entwicklung: QLC

    https://www.golem.de/news/860-…getrimmt-1811-137911.html

    4TB für 620 Euro. Bei 100 Euro sind sie zwar noch nicht, aber vielleicht ein zwei oder drei Jahren.

    Problematisch daran: QLC Speicher ist fehleranfälliger und instabiler als TLC, MLC oder gar SLC.



    Preis:

    Da die 14TB aber nur durch eine neue, hochkomplizierte Technik erreicht werden, wird sich an den Preisen der kleineren Festplatten vermutlich nicht viel ändern, leider.

  • UpSpin : Ja und nein, früher war Plattenplatz chronisch zu wenig und die anfallenden Daten wesentlich weniger, Smartphones, Digicams etc. gab es nicht bzw. die hatten eine wesentlichg geringere Auflösung oder produzierten weniger Daten. Auch unsere lieben Automobile sind mittlerweile mobile Datenschleudern und brauchen auch für ihre IT entsprechende Pflege. (Ein Kartenupdate für meine Kiste hat mittlerweile 22 GB, da hatte der USB-Stick gut zu werkeln).

    Es gab hier im Forum mal vor ein paar Monaten einen User, der hatte 80 TB an Daten, wenn ich mich recht erinnere. Bei dem brauchte ein Backup auch entsprechende Zeit und auch die anderen Verwaltungsarbeiten wollten gut geplant sein.

    Wenn die Plattenkapazität, von der Seagate redet (in einem anderen Artikel las ich von 40 TB pro HDD) mal Mainstream wird, werden mehr User wie o.g. hier auftauchen.

  • meine erste Seagate stammt aus dem Jahr 1991

    Meine erste Seagate (eine ST-225) stammt aus dem Jahr 1984 und war mit 20MB damals auch riesig.

    Ich besitze sie heute noch - inclusive ISA MFM/RLL Controller.


    Performance 0.16 Reliability AA1
    Data rate 5 Mbit/sec Spin rate 3600 RPM
    Seek time 65ms Actuator Stepper
    Platter capacity 10.5MB Interface MFM/RLL
    AT drive type 2 Form 5.25" half-height
    ST-225 21.4MB 4 heads 1984
  • Ich hätte bei der Verwendung zu Hause eher an sowas gedacht wie beispielsweise 4 x 4 TB (SSD wenn man es Dicke hat) im Raid 5 und dann kann man eine solche 14 TB als Externe für das Backup nehmen anstatt aus 14 TB Platten Konfigurationen mit Mondwerten zu basteln. Das Problem ist ja, dass man für so ein Backup im schlimmsten Fall seine NAS Kapazität fast nochmal braucht. (Gut, man wird es kaum randvoll machen, aber deswegen ja »fast«.)


    Das man mit 14 TB Platten riesige Pools basteln kann, wäre erst mein zweiter Gedanke.

  • Ich finde es lediglich erstaunlich wie immer wieder mehr und noch mehr Kapa aus vorhandenen 3,5" Festplatten herausgeholt wird.

    Es gibt wohl schon Festplatten in der Größe von 100 TB im 3.5" Format, allerdings SSD.

    https://nimbusdata.com/product…e-platform/scalable-ssds/

    Eine SSD macht die Sache auch nicht besser. Sie ist ebenso fehleranfällig,

    Habe eine SSD, die ist seit knapp 7 Jahren 24x7 im Einsatz. Ist keine Server SSD ist aber auch nur in einer Workstation verbaut und die Schreiblast ist auch eher gering. Kommt immer auch noch auf das Einsatzgebiet und die Belastung an.