RTTR von QNAP-NAS zu QNAP-NAS / 50 Mbit Leitung

  • Hallo und guten Tag zusammen,


    ich würde gerne eine Datensicherung über die QNAP RTTR einrichten und habe dazu ein paar Fragen:


    1. Läuft die RTTR stabil, oder ist sie nicht zu empfehlen?

    2. Kann man die Sicherung über einen 50 Mbit Leitung der Telekom realisieren? Datengröße ca. 2 TB. Die NAS stehen in zwei verschiedenen Städten.

    3. Wenn ja, wie länge würde der Datentransfer dauern?

    4. Wäre es sinnvoll die Daten erst lokal zu sichern und dann erst die Syncronisation über die RTTR anzustoßen?

    5. Im Moment ist es so, dass die Sicherung auf externen Festplatten von WD, von Acronis an der Workstation durchgeführt werden, das halte ich aber nicht für eine gute Lösung. Der Sicherungsmanager hat bei der Sicherung regelmäßig Fehlermeldungen ausgegeben, daher wurde das abgebrochen und an die Workstation verlegt.


    Freue mich auf eure Antworten!


    Vielen Dank im Voraus!


    Gruß


    Shining

  • Das geht prinzipiell gut. Probleme traten in meiner Praxis auf, wenn große Dateien (>500MB) übertragen werden mussten. Dann kam die Übertragung ins Stocken und die beiden NAS konnten nur mit Mühe (restart der NAS, evtl. mehrmals) wieder synchron werden.

    Abhilfe brachte, große Dateien per Filter von der Synchronisation auszuschließen. Das ist natürlich nicht überall möglich. Das war ein 100/40Mbit DSL-Verbindung. Anschließend zug der Kunde um und hatte nur noch eine 10/0,6Mbit Anbindung. Von da an gab es nur noch Probleme.


    Inzwischen synchronisiere ich die NAS mit Resilio Sync. Das funktioniert richtig gut und ist auch zuverlässig. Auch große Dateien mit einigen 100GB bringen Resilio nicht ins Trudeln. Dauert halt, je nach Übertragungsbandbreite. Allerdings braucht Resilio Sync richtig viel RAM. 2GB im NAS reichen devinitiv nicht aus. Das dürfte aber von der Datenmenge abhängen.


    Bedenken solltest du, dass die 50MBit DSL-Leitung nur 10MBit im Upload hat.


    Die Erstsynchronisation kannst du über DSL oder übers LAN machen. Bei 10MBit Uploadgeschwindigkeit würden deine 2TB ca. 20 Tage brauchen. Wenn das egal ist, beim reinen Backup ist es vermutlich wirklich egal, kannst du das machen.

    Wenn die beiden NAS einmal synchron sind, ist die Übertragungszeit kein großes Thema mehr. Es hngt aber wie immer vom konkreten Fall ab


    Die Verbindung zwischen den beiden NAS sollte für RTRR über VPN erfolgen. Bei Resilio Sync geht es ohne VPN, das nutzt ein P2P-Verfahren.


    Eine Synchronisation ist nur bedingt als Backup zu gebrauchen. Wenn z.B. Schadsoftware die Daten kompromittiert oder der Anwender Murx baut, wird das ja am Synchronisationsziel wiederholt.

    Ich würde deshlab auf jeden Fall mindestens eine externe Festplatte mit in das Sicherungskonzept aufnehmen, die z.B. einmal täglich die Daten des/der NAS sichert. Eine versionierte Sicherung mit rsnap wäre dafür gut geeignet.

  • Mal so auf die Schnelle Überschlagen:


    2TB an Daten sind ~ 2.000.000 MB

    50Mb/s sind ~ 5MB/s

    Falls Upload kleiner 50Mb (siehe Post von eren ) wären das nur mehr 1MB/s


    Daraus folgt 2.000.000/5 = 400.000sec = 111 Stunden durchgehend ... wenn alles klappt ... sind fast 5 Tage, oder 25 Tage bei 10Mb Upload !!!


    Ich glaube nicht, dass das was wird. Selbst wenn du die Daten das erste mal manuell auf das zweite NAS kopierst, beim ersten RTRR-Job fängt er von vorne an.


    Außerdem würde ich die Daten nach draußen nur verschlüsselt (wird extrem langsam) oder mit einer VPN-Verbindung übertragen.

  • Hallo Eren, hallo RedDiabolo,


    danke für die schnellen Antworten!


    Nun habe ich erkannt, dass meine Idee nicht die Richtige ist. Was ich will ist eine tägliche Datensicherung an einem anderen Ort, sodass im Falle eines Diebstahls oder Defektes die Daten zurückgesichert werden können.

    Hab Ihr eine Idee wie ich das am besten mache?


    Danke!


    Gruß


    Shining

  • Naja, wenn die Daten nicht über die Leitung nach extern kommen, wirst Du wohl auf USB-Festplatte (idealerweise verschlüsselt) sichern müssen und diese extern lagern.

  • Hab Ihr eine Idee wie ich das am besten mache?

    Prinzipiell funktioniert es sehr gut, die Daten via Internet auf ein entferntes NAS zu kopieren. Wenn einmal alles synchron ist, fällt die Datenmenge, die pro Tag übertragen werden müssen, i.d.R. nicht mehr ins Gewicht. Trotzdem gehört ans entfernet NAS zusätzlich eine externe Sicherungsfestplatte.

    Ich habe solche eine Lösungen bei zwei Kunden eingerichtet mit Datenmengen bis zu 4TB. Funktioniert in beiden Fällen klaglos.


    Oder hast du insgesamt nur ein NAS und willst die Daten vom PC auf dieses sichern? Das geht aus deinem Eröffnungsbeitrag nicht so recht hervor. Falls es so wäre, auch kein Problem. Das ginge mit Resilio Sync über DSL.


  • Selbst wenn du die Daten das erste mal manuell auf das zweite NAS kopierst, beim ersten RTRR-Job fängt er von vorne an.

    Den ersten Job kann man aber auch im lokalen Netz laufen lassen und nach der ersten Synchronisierung die Zieladresse des Syncjobs ändern, wenn man die Geräte örtlich trennt.


    Über Erfolg und Misserfolg entscheidet die Größe der Datenmenge die sich von Tag zu Tag ändert und gesichert werden muss.

    Ein weiterer zu beachtener Punkt ist die Zwangstrennung, die in der Regel im 24h Rhytmus mit der Vergabe einer neuen dynamischen IP erfolgt. Bei moderneren Anschlüssen ist die Zwangtrennung heute nicht mehr üblich. Sofern sie aber besteht sollte man diese durch Konfiguration des Routers in einen Zeitraum gelegt werden, wo kein Sync-Job mehr läuft.

    4. Wäre es sinnvoll die Daten erst lokal zu sichern und dann erst die Syncronisation über die RTTR anzustoßen?

    5. Im Moment ist es so, dass die Sicherung auf externen Festplatten von WD, von Acronis an der Workstation durchgeführt werden,

    zu 4. Das kommt darauf an wie wichtig dir deine Daten sind und wogegen du sie schützen willst. Eine lokale Kopie schützt dich zwar nicht vor Diebstahl, verschafft dir aber ggf. ein größeres Zeitfenster für die tägliche Übertragung der Daten.

    zu 5. Auf eine Sicherung der Daten auf externe FPs würde ich auch weiterhin nicht verzichten. Auch hier gilt: Wie wichtig sind dir deine Daten, um damit einen neuen Zyklus (wöchentlich?) für die Sicherung auf externen Platten festlegen.


    Themengebiete die für dich interessant sein könnten : Versionierung und Snapshots

  • Wir leben das seit inzwischen drei Jahren oder so. Grundsätzlich funktioniert das, wir haben 200Down/20Up zur Verfügung mit fixen IP Adressen. Der Grund ist, dass die Daten an zwei Orten bearbeitet werden und an beiden Orten zur Verfügung stehen müssen. Was mir fehlt ist eine Real-Time-Synchronisation.

    Die Datenmenge besteht aus ca. 3,5TB Daten wobei sich pro Tag nicht so viel ändert. Wenn die Daten mal synchronisiert sind geht es halbwegs gut, die Erstsynchronisation über WAN hat bei uns mehrere Wochen gedauert. Ich will es nicht verschreien, im Moment funktioniert es. Grössere Datenmengen kommen zusammen wenn die RAW Files von Fotosessions übertragen werden.


    Insgesamt ist Qnap aus meiner Erfahrung aber ein sehr unzuverlässigen System wo es immer wieder - durch Updates des QTS oder der App zu Problemen kommt und irgendwas nicht mehr funktioniert. Betreffend RTRR habe ich einige Supporttickets laufen gehabt die sich alle erst durch neue Versionen erledigt hatten und das kann schon mal ein paar Wochen dauern. Aktuell funktioniert es wobei wir nicht versionieren.

  • Insgesamt ist Qnap aus meiner Erfahrung aber ein sehr unzuverlässigen System wo es immer wieder - durch Updates des QTS oder der App zu Problemen kommt und irgendwas nicht mehr funktioniert. Betreffend RTRR habe ich einige Supporttickets laufen gehabt die sich alle erst durch neue Versionen erledigt hatten und das kann schon mal ein paar Wochen dauern. Aktuell funktioniert es wobei wir nicht versionieren.

    Ein sehr wichtiger Punkt. Wenn man ein funktionierendes Prozedere in Betrieb genommen hat, sollte man Updates der Firmware und der Apps meiden. Dies kann nämlich zur Verschlimmbesserung führen. Das bedeutet dann aber auch, dass man der Sicherheit wegen die Geräte extern nur über Drittlösungen (z.B. Router VPN) verbindet.

  • Danke für die Antworten!


    Mein Vorschlag was den ersten NAS im Geschäft stehen zu lassen und den zweiten in den Keller (trocken) zu stellen, auf dem die Datensicherung bzw. Sync. läuft. Somit hat der Kunde nicht das Problem der Mitnahme, der externen Festplatten.


    Gruß und schöne Woche!


    Shining