AD oder nicht

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  • Hallo Leute,


    kurz zu meinen Szenario.

    Singlehaushalt, 1 Rechner (Win10), 1 x DS213, 1 x DS415, 1 x TS-253B.

    Auf der Syno sind 2 VMs installiert. (Win10 Pro und Win7 Ultimate)

    Jetzt hat sich mein beruflicher Schwerpunkt etwas geändert wo ich Kenntnisse über LDAP und AD gebrauchen könnte.

    Da ich in einem Gymnasium tätig bin (wir arbeiten mit OPSI, UCS, UCS@School) kann ich dort im produktiven Bertrieb natürlich keine Sachen "ausprobieren" und experimentieren.

    Lohnt es sich hier das Setup einer AD im o. g. heimischen Umfeld nachzubauen?

    Den DC entweder auf der Syno oder QNAP.


    Ich freue mich auf zahlreichen Kommentare über das PRO / CONTRA.

  • Ich bin ebenfalls im Gymnasium in der gleichen Position tätig wie du, in BW. Ich mache, genauso wie du, weit aus mehr, als offiziell solch eine Stelle an der Schule machen soll und auch bezahlte Zeit dafür zugestanden wird. Das ist leider nicht vermeidbar, das ist mir auch klar.

    Ihr setzt Systeme ein, deren Nutzen darin besteht, sich gerade nicht mit LDAP und der AD auseinandersetzen zu müssen. Ihr habt einen Dienstleister der die Systeme bei euch eingerichtet hat und dafür verantwortlich sein muss. Das sollte deiner Schulleitung (Servicekosten) und dem Dienstleister (Verantwortung) klar sein.

    Daher würde ich an deiner Stelle deine Energie in die Rechtfertigung und Delegierung dieser Aufgaben legen anstatt sie still und heimlich selbst zu erledigen, was gar nie deine Aufgabe war.


    Das funktioniert natürlich nicht immer, das weiß ich selbst und man ist am besten dran, wenn man selbst Ahnung davon hat und den Dienstleistern genau auf die Finger schaut, wie bei allem, leider.


    Auch ich habe bisher keine Ahnung von LDAP und AD, es wäre aber auch für mich sicherlich hilfreich Ahnung zu haben. Ich selbst werde aber nie im Leben bei mir zu Hause das umsetzen, da ich keinen zusätzlichen Nutzen privat davon habe, es mir privat dadurch eher verkompliziere und mir die Zeit, es in Eigenregie beizubringen, zu schade ist. Eher würde ich eben den Dienstleister her holen, dass er mir das einrichtet, was ich will, gegen Bezahlung und ich eben ihm über die Schulter schaue. Wenn euer System einen manuellen Zugriff auf die AD regelmäßig benötigt, dann wäre es eher hilfreich eine Fortbildung dahingehend bei der Schulleitung zu motivieren.


    Ebenso würde ich eher die Schule dahingehend umgestalten, dass man gefahrlos im produktiven Betrieb ausprobieren und experimentieren kann und alles wieder zurückspielen kann, das ist zumindest was ich bei meiner Schule mache, d.h. Server virtualisieren und ordentliche automatische Backuplösung. Das gebe ich aber in Auftrag, das macht unser Dienstleister, aber auch hier wieder unter meinem teilweise Beisein, natürlich um auch selbst das System im Detail besser zu verstehen, also auch schon wieder mehr als ich für bezahlt werde.

  • Danke für Deine ehrliche Einschätzung. Die aufgezählten Dinge kann ich aus verschiedenen Gründen leider nicht so umsetzen.

    Meine Handlungsfreiheit ist dort etwas begrenzt, was es natürlich schwerer macht. Evtl. bringt es tatsächlich mehr mich mit den bereits implemtierten Verwaltungssprogrammen wie eben OPSI, UCS und UCS@School zu beschäftigen.

  • Mit Domaincontroller (DC), Active Directory (AD), Gruppenrichtlinien (GPO) und Gruppenpreferenzen (GPP) ist es so eine Sache. Im privaten Umfeld ist es tatsächlich eher hinderlich. Das Ganze ist ja eigentlich dazu da, die Rechte des Benutzers einzuschränken. Wenn Du eine große Familien mit vielen Kindern hast sieht es wieder etwas anders aus. Aber für ein oder zwei Geräte mit ein oder zwei Personen, hmm. Klar geht trotzdem. Mit diesen Mitteln hast Du mehr Kontrolle über einen PC als ein lokaler Admin es hat.

    Grundvoraussetzung: Du benötigst min. Windows Pro, also Pro, Ultima, Enterprise oder Edu. Mit den zu hause verwendeten Home oder Home Premium ist da nichts mit ADDC etc.


    Das Ganze ist zwar keine Hexerei, aber ich weiß jetzt nicht wie Deine Grundkenntnisse aussehen. Für mich war es jetzt nicht so ein Problem, auch wenn ich über das ein oder andere Problem beim Installieren gestolpert bin, QTS ist eben kein Windows Server.:)


    Umsetzen kann man dies letzten Endes mit einer QNAP ohne Probleme. Hab dies in unsere Filiale mit einer TS-231+ umgesetzt. Habe hier das volle Programm mit QTS umgesetzt, DC, AD, GPO, GPP, DHCP, NTP, DNS, etc. Geht mit QTS alles. Das geht zwar bei weitem nicht alles über die WebGUI, dafür ist sie zu eingeschränkt, aber mit den Windows Remoteverwaltungstools geht dies trotzdem mit graphischen Tools.

  • Siehste, gehts schon los. Von GPP habe ich z. B. noch nie was gehört. :huh:

    Ich hab jetzt testweise einfach mal in einem vDMS auf der DS415 den AD und DNS installiert und die 2 virtuellen Maschinen (Win7 Ultimate, Win10 Pro) in die Domäne eingebunden. Das hat erstaunlicherweise auf Anhieb funktioniert. Auch die TS-253 konnte ich in die Domäne aufnehmen. Roaming Profile funktioniert auch schon. Wobei ich immer noch nicht genau raus habe, wie das gehen soll. der User (also ich) kann sich auf beiden Maschinen anmelden, aber werden da jetzt auch 2 verschiedene Profile angelegt? Was mir jetzt auch noch Sorgen bereitet: Wie kann ich das umsetzen, Freigaben auf der Syno und dem QNAP dem User zuweisen. Ich hab unter Win10 das RSAT-Tool schon installiert. Da enden aber auch meine Kenntnise.

  • Von GPP habe ich z. B. noch nie was gehört.

    Vielleicht mein Fehler: GPP heisst Group Policy Preferences also Gruppenrichtlinien Preferenzen und GPO Group Policy Objects also Gruppenrichtlinien Objekte. Kleiner Übersetzungsfehler meinerseits. Salopp gesagt unterm Strich das Selbe.

    aber werden da jetzt auch 2 verschiedene Profile angelegt?

    Nein, das ist das selbe Profil. Der Client zieht sich beim Anmelden eine lokale Kopie, im Normalfall und wenn er darf. Beim Abmelden wird dann das Profil wieder auf den Server synchronisiert.

    Was mir jetzt auch noch Sorgen bereitet: Wie kann ich das umsetzen, Freigaben auf der Syno und dem QNAP dem User zuweisen.

    Das ist kein Problem. Bei der Ordnerfreigabe bei der QNAP gibt es jetzt nicht nur lokale Benutzer und Gruppen, sondern auch Domänenbenutzer und Gruppen. Diese kannst Du ganz normal den Freigaben zuordnen. Neue Gruppen und Benutzer musst Du jetzt natürlich im AD einrichten. Dafür sind dann die Remote-Verwaltungstools vom MS gut. Zumindest funktioniert dies so bei der QNAP. Ob dies bei Syno gleich funktioniert weiß ich nicht. Aber ich nehme mal an, dass Syno auch mit Samba arbeitet.

  • Ich hab im Moment noch relativ viel um die Ohren. Darf ich mich sobald mir möglich ist (1-2 Wochen) wieder melden?

    Erste kurze Versuche mit RSAT waren nicht erfolgreich, da er sich augenscheinlich nicht an der Domäne anmelden konnte...

  • Darf ich mich sobald mir möglich ist (1-2 Wochen) wieder melden?

    Ich schätze wir sind auch noch in 3 Wochen da. ;)

    Erste kurze Versuche mit RSAT waren nicht erfolgreich, da er sich augenscheinlich nicht an der Domäne anmelden konnte...

    Das könnte am Anmelden liegen. Dies erfolgt in der Domäne mit: Domänenname\Benutzername also z.B. Test\admin

  • Ich schätze wir sind auch noch in 3 Wochen da.

    :thumbup:^^


    Kurzer Zwischenstand:


    AD-Controller unter einem virtuellen DSM auf der Syno installiert.

    Konnte dort eine Domäne example.local erstellen und 2 x Windows (7 Ultimate, 10 Pro) einbinden.

    Soweit funktioniert das auch schon. Bin erstaunt, daß ich es bis hierhin geschafft habe. 8)

    Mit dem Gruppenrichtlinienmodellierungs-Assistent komme ich aber nicht weiter.

    Geschweige denn, ich weiß nicht ob es überhaupt richtig ist oder was anderes nehmen soll.

    Verzeiht mir meine Unwissenheit und schenkt mir Erleuchtung. Es sind meine ersten Gehversuche mit einer Domäne.