Gehirnwäsche ab 25 Mai 2018 gesetzlich vorgeschrieben

  • Hier wird munter alles weiter durcheinander geworfen.


    Provider mit Hostern und Website-Betreibern oder Foren-Betreibern.


    Netzknoten mit Homepages.


    Inland und Ausland.


    Shops und andere Websites.


    Der obige Link gilt für SHOP-SYSTEME.


    Hat mit dem hier nicht allzu viel zu tun.


    Aber egal.


    Ganz erhlich: Wer sich als Betrieber von Internetprodukten über Datenschutz aufregt, sollte besser aufhören. Es mangelt an Ernsthaftigkeit, die Belange der USER zu beachten. Und ja, auch ich muss meine Homepages umbauen, Das kostet mich auch Geld und Zeit, ich heule aber nicht die ganze Zeit rum, sondern kümmere mich um meinen Kram.


    Hier wir immer noch nicht verstanden, dass die DSGVO hauptsächlich auf die Anbieter HINTER den Webhostern zeilt, die wie Google, Facebook & Consorten all die tolen Dinge machen, mit denen sie ungefragt Daten abgreifen.

  • Danke für den Link, @YellowFellow. Nur ist es ja so, dass Christian ein Forum betreibt und keinen Online-Shop. Der Aufwand den Anforderungen des DSGVO gerecht zu werden ist für jedes Unternehmen, nicht nur für Online-Shops, wesentlich größer als für Forenbetreiber. In Unternehmen werden schließlich grundsätzlich personenbezogene Daten erhoben und auch vielfältig im Arbeitsablauf verarbeitet. Dazu werden häufig mehrere Programme/Instanzen eingesetzt. Selten wird der ganze Ablauf über ein Softwarepaket abgebildet. Dazu kommen ggf. externe Schnittstellen zur Steuerberatung, Außendienstmitarbeitern etc.. Das Forumleben wird in der Regel über ein Softwarepaket abgebildet, welches bei einem professionellen Dienstleister gehostet wird. Das sollte wesentlich überschaubarer sein.


    Ich will Christians Verantwortung nicht kleinreden, aber das was durch die DSGVO dazukommt ist schon sinnvoll. Das Recht zu haben zu erfahren, wie die eigenen persönlichen Daten (weiter)verarbeitet werden oder das Recht zu haben diese löschen zu lassen, ist schon ok.

  • die im Beitrag zuvor genannten Rechte (Auskunft, Löschung) gab es übrigens schon VOR der DSGVO...

    Wo du recht hast, hast du recht...


    Dann schliesse ich so ab:


    Das Recht zu haben (und damit der Datenempfänger die Pflicht) personenbezogene Daten möglichst sicher zu verarbeiten, um die Gefahr von Datenmissbrauch zu minimieren.

  • Ich habe heute mit 2 Anwälten telefoniert. Einer sagt, IP sind keine und der zweite IP´s sind definitiv personenbezogene Daten ... und nun? Fakt ist, alle hier im Forum erfassten Daten liegen auf einem deutschen Server und werden mit niemanden geteilt oder in sonstiger Form zu Verfügung gestellt. Die erfassten Daten via Google Analytics sind anonymisiert und dienen der Auswertung, welche Bereiche im Forum besser ankommen und welche nicht.


    Wenn jemand wünscht, wird auch der Account gelöscht, somit verschwinden IP Adresse von der Registrierung, E-Mail Adresse und das war es dann auch. Was der User dann freiwillig irgendwo im Forum gepostet hat, ist seine Sache! Wenn das gelöscht werden muss, weil jemand seine pers. Daten angegeben hat, so muss er darauf verweisen. Ich sehe es nicht als meine Aufgabe, jedem hinterher zu räumen!


    Kritisch sehe ich, das ich zum Eigenschutz keine IP Adressen mehr speichern darf und sich jeder Depp immer und immer wieder anmelden kann und somit für Mehrarbeit sorgt! Kritisch ist aus meiner Sicht auch, dass so niemand nach X Tagen belangt werden kann, wenn er rechtswidrigen Inhalt verbreitet.


    Sollen die Leute sich einfach nicht anmelden. Letztendlich werde ich in Zukunft aus persönlichem Interesse mehr Durchgreifen, sperren und löschen. Das ist das was sich für mich ändern wird und das nur um Ruhe zu haben. Wäre es mir gestattet, für den Aufwand für die Löschung eine Gegenleistung von xx € zu verlangen, so würde das noch ok sein. Aber sich hier durch schmarotzen, Hilfe zu erfahren und dann um Löschung seiner Daten zu verlangen ... NO way!


    Ein weiteres Thema sind Forentrolle, die andere User via Konversation nerven, das Kudo System als persönliches Abstrafwerkzeug nutzen oder hier kaum verständlich artikulierte Beiträge verfassen. Das ist dann auch keine Zensur, denn Fake News dürfen ja auch von den Seitenbetreiber gelöscht werden.


    Wir speichern ein Minimum an Daten und genau darum geht es! Alle aber wirklich alle werden über einen Kamm geschoren und das ist das was falsch ist.


    X/

  • Ich habe heute mit 2 Anwälten telefoniert. Einer sagt, IP sind keine und der zweite IP´s sind definitiv personenbezogene Daten ... und nun?

    Super!


    Besser geht es doch gar nicht.


    Schreib dem Anwalt, der gesagt hat, dass eine IP nicht personenbezogen ist genau, was du von ihm wissen willst, und lass dir die Antwort SCHRIFTLICH geben. Diese lochen und GUT abheften. Wenn du verklagt wirst, ist seine Rechtsschutzversicherung dran. Das wäre eine Möglichkeit.


    Ich würde den Anwalt aber nicht wieder befragen, weil die personenbezogenheit von IP-Adressen durch Richterrecht inzwischen weitestgehend klar ist. Mündliche Auskünfte von Anwälten sind übrigens grundsätzlich nichts wert...


    Dein Forenbetreiber muss all die Fragen und probleme, die du jetzt hast, für alle anderen Nutzer seines Systems lösen. ALLE Nutzer der Woltlab-Produkte brauchen z.B. Löschfunktionen für die Userdaten. Oder IP-Pseudonymisierungen, die nach einstellbarer Zeit z.B. das letzte Oktett der IP löschen - dadruch wird diese anonym, es bleibt aber eine einstellbare Zeit, um z.B. Rechtsverstöße verfolgen zu können.


    Mamoto Matomo (vormals Piwik) ist ein Statistiksystem für Websites etc. das immer schon datenschutzkonform gearbeitet hat. Ich sehe selber überhaupt keinen Grund dafür, Tools von Google zu verwenden... es gibt bessere und dazu noch kostenlose Alternativen wie eben Mamoto für das Usertracking.


    Also: Der größte Teil der Dinge, den du brauchst, muss Woltlab dir liefern, denn es geht um technische Möglichkeiten der Umsetzung der Forderungen der DSGVO. Für dich reicht eigentlich eine Änderungen / Anpassung der Pflichttexte. Wenn Woltlab das nicht macht, sind die bald pleite, denn wie gesagt brauchen alle deren User genau das gleiche wie du.


    Das heißt, der Druck muss an die richtige Stelle, und die ist fast gar nicht bei dir.

    Einmal editiert, zuletzt von Doc HT ()


  • Das heißt, der Druck muss an die richtige Stelle, und die ist fast gar nicht bei dir.


    Und du glaubst immer noch, dass das - nun schon 3 Seiten später - doch noch verstanden wird? :)


    Never give up...

  • Für ein "fast" lieber Doc, kann ich mir nichts kaufen ;) und der Boardhersteller, steht auch nicht mit seinem Namen hier im Impressum. Die Forenversion ist btw. EOL also muss der Hersteller gar nichts.


    Mit Mamoto meinst du diese Website, die in ihren Datenschutzbestimmungen auch Google Analytics stehen hat? Entweder ich hab die falsche Firma gefunden oder die nutzen selbst Google Analytics. Warum frage ich mich dann.

    DATENSCHUTZERKLÄRUNG FÜR DIE NUTZUNG VON GOOGLE ANALYTICS
    Diese Website nutzt Funktionen des Webanalysedienstes Google Analytics. Anbieter ist die Google Inc. 1600 Amphitheatre Parkway Mountain View, CA 94043, USA. Google Analytics verwendet sog. "Cookies". Das sind Textdateien,

    mfg

  • ür ein "fast" lieber Doc, kann ich mir nichts kaufen und der Boardhersteller, steht auch nicht mit seinem Namen hier im Impressum. Die Forenversion ist btw. EOL also muss der Hersteller gar nichts.

    Hmm, als Forenbetreiber hat man in D ja schon immer ziemlich gefährlich gelebt, Stichpunkt Abmahnungen und Links. Ich hoffe mal , die Anwälte, die Du gefragt hast waren FACHANWÄLTE, da erstaunt mich die Auskunft des ersten doch schon ungemein. Das hätte er eigentlich wissen müssen. Ich weiss ja nicht, wie Du das Forum hostest. Aber vom Datenschutzrecht abgesehen wirst Du mit einer EOL Software über kurz oder lang ohnehin Probleme bekommen. Wenn diese nämlich irgendwelche nicht gepatchten Sicherheitslücken hat, wovon ja auszugehen ist. Es wird sicher Gründe gegeben haben, warum Du diese Software verwendest und sie auch gekauft hast. Was bspw. die IPs angeht: mittlerweile kann man doch in der Serverkonfig i.d.R. einstellen, dass die letzten Stellen genullt werden, also anonymisiert. Tracking Optionen in der Forensw. müssten sich doch abschalten lassen. Bleibt noch das, was der User selbst eingibt: solange man diese Daten nicht ungefragt weitergibt und das in einer rechtskonformen Erklärung am Anfang diesem auch so mitteilt, müsste man doch auf der sicheren Seite sein. Völlig ohne Risiko wird man ein öffentliches Forum wohl nie betreiben können. Ansonsten gibt es vom Prof. Hoeren aus Münster ja dieses Skript Internetrecht, was regelmäßig aktualisiert wird. Das ist manchmal ganz hilfreich, weil es ja ein Kommentar zur aktuellen Rechtslage ist. Die 2018er Version ist natürlich noch nicht draussen, aber das Ding ist ein ganz guter Überblick zu den ganzen Aspekten, mit denen man sich sonst so rumschlagen muss.

    4 Mal editiert, zuletzt von nasferatu ()

  • und wer ist doc andreas? siehe dein Post zuvor...

    ach ja, der ist übriggeblieben, weil ich mich dann doch umentschieden hab, zu zitieren und das Zitat zu kürzen um nicht wieder der Ketzerei des Volltext-zitierens bezichtigt zu werden...da ist dann wohl was übriggeblieben... :D