Ideen für Speicherung großer Audio-CD-Sammlung auf NAS gesucht

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  • Ideen für Speicherung großer Audio-CD-Sammlung auf NAS gesucht

    Hallo zusammen,

    folgendes Szenario: Es ist eine große Audio-CD-Sammlung vorhanden (ca. 250+ CDs). Die CDs sind zum Großteil zwischen 15-20 Jahren alt, aber alle voll funktionsfähig.

    Die Idee war nun, alle CDs nach und nach (so wie es eben die Zeit erlaubt) zu rippen und auf ein NAS zu speichern, um sie dann via Twonky für Media-Player abspielen zu können.

    Etwas Recherche brachte mich zu folgendem Thema:
    computerbase.de/forum/showthread.php?t=1180149

    Dort wird EAC als Software empfohlen, als Format FLAC.

    Für das EAC gibt es folgende Tipps:
    connect.de/ratgeber/technik-ea…nstellen-372563-5921.html


    Kann mir jemand darüber hinaus wichtige Ratschläge, Tipps usw. für eine gute Vorgehensweise geben? Welche Einstellungen sollten gewählt werden?

    Ach ja, ein Netzwerk-Media-Player unterstützt FLAC nur bis 1,5 Mbit/s. Das wäre auch noch wichtig, damit die Kompatibilität gegeben ist. Reicht das aus?


    Und wie groß wird eine Audio-CD als FLAC-Files ca.? Wieviel GB pro 100 CDs muss man rechnen?

    Oder was muss ich sonst noch beachten? Gibt es irgendwo "Schritt-für-Schritt"-Anleitungen?


    Gerne möchte ich automatisch die Titel und ID-Tags setzen. Wie macht man das am besten?


    Gruß und vielen Dank

    networker83.
  • networker83 schrieb:

    Und wie groß wird eine Audio-CD als FLAC-Files ca.? Wieviel GB pro 100 CDs muss man rechnen?
    Also im Worstcase ( CDs randvoll beschrieben ) wären das ca. 100 * 800MB = 78GB.
    Unkomprimiert. Flac schafft so ca. 30-40% Kompression, je nach Material. Also vom Platzbedarf her liegst Du unkomprimiert bei ca. 200GB, effektiv dann vielleicht bei 100-120GB. Sind ja Größenordnungen, die heutzutage schon auf einen USB Stick passen. Also Platz ist eigentlich überhaupt kein Problem.


    networker83 schrieb:

    Gerne möchte ich automatisch die Titel und ID-Tags setzen. Wie macht man das am besten?
    Es gibt ganz nette Tools wie z.B. fre:ac oder CDEx, die CDs erkennen können und dann automatisch entsprechende Tags erzeugen aus der CDDB oder ggf. auch Coverdaten von Amazon, Discogs etc. runterladen können. fre:ac unterstützt glaube ich direkt FLAC, bei CDEx weiss ich es nicht direkt.
  • also eigentlich musst du nur noch anfangen :D
    EAC ist wohl für Windows eines der besten Tools dafür, es kann auch Tags aus dem Internet holen und du kannst alles einstellen. Ggf. willst du manche CDs noch mal mit mp3tag "nachtaggen", mp3tag kann Infos auch von zB Amazon oder Discogs holen.
    Was bei 250 CDs eine relevante Größe ist, ist die Qualität deines Laufwerks. Die meisten Laptop Laufwerke sind recht lahm und lesen mit einer nicht unerheblichen Fehlerquote aus, da braucht EAC dann manchmal ewig um die zu korrigieren.
  • Ich habe gerade mal einige WAV-Dateien mit ffmpeg zu FLAC umgewandelt. Geht ganz einfach mit folgender Batch-Datei:

    Quellcode

    1. ffmpeg -i %1 -c:a flac "%~n1.flac"
    2. pause
    3. exit

    Einfach das WAV-File drauf ziehen und in wenigen Sekunden ist es umgewandelt.

    Werde die nächsten Tage mal mit Twonky und den Media Playern testen.

    Ach ja: Ich würde die Umwandlung nicht auf dem Laptop durchführen, sondern mit meiner Xeon-Workstation mit 16 GB ECC-RAM und echten DVD-Laufwerk :) Da sollte es doch ziemlich flott gehen, oder?
  • Ezekiel666 schrieb:

    Die Digitalisierung meiner CDs hat mich zwei Laufwerke gekostet! :D
    Ehrlich? Werden die Laufwerke da so enorm belastet, dass sie "sterben?

    Barry Ricoh schrieb:

    Zum Auslesen sollte man einen "alten" Plextor CD Brenner nutzen! :D
    Ist der von der Auslesequalität besser oder robuster, oder weshalb ausgrechnet Plextor?
  • Hallo,

    ich habe alle meine CDs mittels EAC in FLAC umgewandelt. Einen sehr guten Beitrag findet man auch hier:

    audiohq.de/viewtopic.php?id=47

    Da steht sehr detailliert beschrieben, worauf es bei der Fehlerkorrektur der Laufwerke ankommt und welches Verfahren das Beste ist. Wenn es eben geht, würde ich die "Accurate Stream"-Eigenschaft aktivieren bzw. ein Laufwerk verwenden, welches dieses unterstützt.

    Ich habe weitaus mehr als 200CDs eingelesen und dies aufgrund unterschiedlicher Formatversuche auch mehrfach. Bei mir wurde noch nie ein Laufwerk zerstört!

    FLACs kann man übrigens auch taggen und von EAC auch automatisch mit TAGs / Coverbilder versehen lassen. MP3Tag ist dann ein tolles Programm, um seine Musikfiles nachträglich zu bearbeiten und standardisieren.

    Solange Du Dich in der Auflösung 16Bit / 44kHz bewegst, solltest Du mit den 1500 kBit/s keine Probleme haben. Das ändert sich erst bei hochauflösender Musik mit 24 Bit oder 48, 88, 96, 192 kHz...

    Ein gutes Progamm um aus WAV / FLAC ggf. mal mp3s oder andere Formate zu machen (auch das Downsamplen von Highres auf 44kHz) ist foobar2000.

    Hoffe das hilft schon einmal weiter,

    Grüße Tabaluga73
  • Hallo,

    danke an alle für eure bisherigen Antworten! Sobald es wieder etwas kühler ist, werde ich mal einige CDs testen...

    Besonderen Dank an Tabaluga73 für die detaillierten Schilderungen bezüglich Qualität und Einstellungen.

    Gruß
    networker83.
  • @networker83: Gerne, wenn Du noch Fragen hast, einfach melden.

    @Barry Ricoh: Ich habe mir vor einigen Jahren für mein Laptop ein BluRay-Laufwerk gekauft, mit dem ich in aller Hinsicht nach wie vor sehr zufrieden bin: Sony Optiarc BD 5750-H. Dieses unterstützt auch die Accurate Stream Eigenschaften. Dies ist dann auch die einizige Eigenschaft, welche man im EAC einstellen sollte.

    VG Tabaluga73
  • Anleitung zu CD-Rippen

    Hallo networker83,

    aus der eigenen Erfahrung heraus musst du sicherlich einige Zeit für das Rippen der CD's rechnen ( am besten an langen Winterabenden).



    Mein Vorgehen war wie folgt:

    1. Alle CD's als BIN-Image archivieren, man kann sie dann brennen oder in Virtual CloneDrive mounten und direkt abspielen. Ultra-ISO eignet sich hervorragend (kostenpflichtig)

    2. Rippen der CD's mit dbPoweramp im FLAC-Format, da verlustfrei, wahlweise auch komprimiert. Titel und Tags werden automatisch gesetzt. Das Programm ist kostenpflichtig, hat bisher einwandfrei funktioniert. CD's wurden mit 16Bit/44,1 kHz gerippt.

    3. Sollte sich die CD nicht rippen lassen, so ging das gelegentlich mit dem CD-Ripper aus Roxio Creator NXT Pro. Hier muss man jedoch die erwünschte Datei-Syntax und das Ausgabeformat vorher festlegen.

    4. Für CD's mit Kopierschutz empfiehlt sich zusätzlich AnyDVD probieren.

    5. Suchen fehlender Vorschaubilder mit Album Art Downloader (kostenfrei).

    6. Kontrolle und manuelle Bearbeitung der Tags mit Mp3tag, zusätzlich Suche unterschiedlicher CD-Editionen über verschiedene Datenbanken.

    7. Zusätzliche Erstellung einer Musik-Datenbank mit Music-Collector (kostenpflichtig).

    8. Mehrere CD-Laufwerke zur Auswahl, unter anderem ein Plextor- und ein Sony-Laufwerk wenn mal ein Laufwerk kein Rippen zulässt.

    9. Danach Umwandeln der FLAC-Dateien im MP3-Format mit dbPoweramp Music Converter (unbedingt erwünschte Auflösung festlegen). So kann man im Auto die komplette CD-Sammlung über das neuere Radiosystem (VW Discovery) oder auf anderen Systemen abspielen.

    10. Eine Sicherung auf externer Festplatte unbedingt vornehmen.

    11. Wiedergabe auf Computer mit VLC-Media-Player.

    12. Daheim Wiedergabe auf Sonos-System im FLAC-Format. (NAS wird in das Sonos-System eingebunden.)

    10. Viel Zeit, habe ca 750 CD's digitalisiert. Anschießend viel Freude im Auto und daheim.



    Beste Grüße



    Augustine

    PS: Kann bei Bedarf Hilfestellung geben

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Augustine ()

  • Hallo zusammen,
    ich muss mein Thema hier nochmal "reaktivieren", da die Sache nun so langsam aber sicher angegangen werden soll.

    Zwischenzeitlich hatte ich noch eine andere Idee: Von der Firma "Tascam" (Profi-Sparte von Teac) gibt es unter anderem ein Gerät, welches auf CD, SD-Karte und FTP-Server aufnehmen kann:
    tascam.eu/de/ss-cdr250n.html

    Das Gerät ist zwar nicht gerade billig, aber bei einer so großen CD-Sammlung könnte es eventuell doch Sinn machen, die CDs direkt von diesem Gerät auf FTP (NAS-Server) rippen zu lassen. Zudem könnte man über den Digitaleingang auch noch MDs (MiniDisc) sowie über die analogen Eingänge MCs (Musik-Kassetten) und Vinyl (Schallplatten) rippen. Das wäre ein echter Mehrwert für mich.

    Für "später" wäre dann unter Umständen auch noch der Einsatz des Gerätes als Dante-Recorder und -Player (mit optionaler Karte) angedacht.

    Hat jemand Erfahrungen mit solchen oder ähnlichen Geräten? Wie sieht die Sache mit kopiergeschützten CDs aus?

    Viele Grüße und vielen Dank
    networker83.
  • SS-CDR250N manual schrieb:

    Music discs with copy control, a copy-protection system, have been released from several record companies in an attempt to protect the copyright. Since some of these discs do not comply with the CD specifications, they may not be playable on the unit.
    Ich finde 250 CDs jetzt nicht soo viel, dauert halt, ob jetzt am PC oder an so einem Geraet ist dabei doch egal. Man muss immer den Prozess von Hand starten und von Hand die naechste CD einlegen. Im Fall von dem SS-CDR250N muss man danach sogar nochmal von Hand alles von WAV in FLAC umwandeln. Ebenso wird das CD Laufwerk bzgl. Fehlerkorrektur in dem SS-CDR250N vermutlich deutlich schlechter sein als alte CD Laufwerke wie oben empfohlen. (Es ist ein modernes slim Laufwerk, meiner Erfahrung nach haben die groessere Probleme mit Fehlern umzugehen also die grossen 5.25" CD-Laufwerke, und bei so alten CDs wird es Fehler geben.)
  • 250 CDs bedeutet 250 Std. Digitalisieren - die sitzt Du aber nicht vor dem Rechner.

    Schaffst Du 8 CDs pro Tag bist Du nach gut 1 Monat fertig - danach verstaubt das teuer gekaufte Gerät oder wird weit unter Wert bei eBay verkauft.
    Rechne Dir aus ob es Dir das Geld wert ist !

    Für Deine 250CDs brauchst Du nichtmal 1TB Platz (original plus mp3 ggf.) - da also die Festplatten eher billig sind würde ich Dir beim NAS zu einem mit 4 Schächten raten - da hast Du einfach auf lange Sicht die besseren Erweiterungsmöglichkeiten.