QFile - iOS Daten direkt auf dem NAS bearbeiten (öffnen & speichern)

  • Hi, aufmerksam habe ich hier gelesen. Nur den Sinn habe ich noch nicht verstanden.
    Ich habe ein Synology DS, diese habe ich unter Dateien auch hinzugefügt und nun kann ich über diesen Weg meine Fotos öffnen.


    Und hier hört aber der Sinn auf.
    Das Foto öffnet sich und ich kann nur darin malen oder Text in das Foto einfügen, es gibt keine Möglichkeit das Foto an sich zu bearbeiten. Benötigt man noch eine andere Foto APP?


    Danke
    Gruß
    André

  • Und hier hört aber der Sinn auf.Das Foto öffnet sich und ich kann nur darin malen oder Text in das Foto einfügen, es gibt keine Möglichkeit das Foto an sich zu bearbeiten. Benötigt man noch eine andere Foto APP?

    Moin,


    habe mich kurz registriert, weil ich seit gestern auch ein iOS11 Gerät einsetze und nach genau diesem Feature gesucht habe.
    Als langjähriger iOS Nutzer kann ich vielleicht etwas Licht ins Dunkle bringen:


    iOS hat viele Jahre lang für den Nutzer nie etwas bereitgehalten, was einem "Dateisystem" gleich käme. Jede App hatte ihre eigene Sandbox und ihren eigenen Speicher.
    Nicht zu vergleichen mit Android, wo ich wie auf einem PC einfach durch die Festplatten-Inhalte manövrieren kann und jede Datei mit jeder App bearbeiten kann.


    Später kamen Schnittstellen hinzu - Eine App konnte sich von nun an, als "Handler" für bestimmte Dateitypen zu erkennen geben.
    Hatte man nun eine App mit einer Datei drin (etwa ein Mail-Anhang aus der Mail-App, oder eine Datei in der Dropbox App) konnte man diese im Rahmen einer "Teilen"-Aktion an eine passende App übergeben.
    So funktioniert zum Beispiel auch der Upload beliebiger Dateien über die Qfile-App, da diese sich als "Target" für beliebige Dateitypen zu erkennen gibt.


    Das ganze hat aber einen entscheidenden Nachteil: Bei jeder Übergabe erzeugte man lediglich eine Kopie.
    Als Beispiel:
    Eine Word datei wird in der Dropbox App angeklickt.
    Es bietet sich eine mobile Office Applikation an und diese Datei kann darin bearbeitet und gespeichert werden.
    Das Resultat ist: In der Office-App ist jetzt eine modifizierte Version der Datei - die Datei in der Dropbox ist absolut unverändert.
    Im ungünstigen, aber durchaus realisitischen Fall, dass die Office-App (die hier stellvertretend als Beispiel steht) keine "Teilen"- oder "Export"- Funktion besitzt, war es das. Die Datei ist jetzt in der Office App und kommt dort nie wieder raus.


    Seit iOS 11 (die aktuelle Major Version von iOS) gibt es jetzt eine Neuerung: Die "Dateien"-App.
    Ab sofort hat jeder App-Programmierer die Option mittels seiner App eine Datei-Quelle anzubieten - wie er die im Hintergrund implementiert, ob nun als Live Download von NAS oder stumpf aus einem App-eigenen Cache, bleibt dem Entwickler überlassen.
    Andere Apps wiederum greifen auf die Standardisierte "Dateien" Schnittstelle zu und können so fortan Dateien von jedem beliebigen Cloud-Anbieter öffnen, ohne dafür extra eigene Routinen einzubauen.


    Perfide gesagt, könnte man Apple nun vorwerfen, dass sie gerade das "Dateisystem" neu erfinden, was es so schon x Mal gegeben hat - nur mit dem Unterschied, dass hier auch dynamische Cloud- und andere nicht-lokale Dienste einfach und standardisiert eingebunden werden können.


    Dass André weiter oben das Bild nicht bearbeiten konnte, liegt einfach daran, dass er keine bessere App für diesen Zweck installiert hatte - bzw keine, die bereits die "Dateien"-Schnittstelle verwendet.


    Kurz zusammengefasst: Ich unterstütze das "Feature Request" des ursprünglichen Posters - es handelt sich aus meiner Sicht um eine gute Funktionalität, die hoffentlich bald mehr und mehr Verbreitung findet.


    Sorry für das lange, technische Kauderwelsch-Posting als Auftakt in diesem Forum, aber mir war wichtig, dass dieses Request nicht mit einem "Hä?" endet, sondern mit der Erkenntnis, dass hier ein sinnvolles Request gefragt ist. :)


    Gruß,
    modmatt

  • Apple scheint hier wieder mal alles anders zu machen als alle anderen.


    Wozu gibt es eigentlich Standards? Klar, mit deren Umgehung lässt sich reichlich Kohle machen.


    Und weil einer alles anders macht, sollen alle anderen dafür Sonderlösungen, im schlimmsten Fall closed-source-Mist, einbauen, was dann die Betriebssysteme aufbläht und Fehleranfällig macht.


    Nein, QNAP, bitte NICHT die User verApplen!

  • Selbst wenn Apple alles anders macht als andere Hersteller, so hat Apple nicht grundlos einen sehr großen Marktanteil in verschiedenen Segmenten erreicht.


    Es wäre wirklich sinnvoll, wenn auch QNAP endlich die Apple Geräte genauso sinnvoll unterstützt wie es Synology bereits seit Jahren macht.


    eol1 : Wenn QNAP sich weiter einer Unterstützung von Apple Geräten verschließt, werden noch mehr Kunden zu Synology wandern. Wer dann zu guter letzt veräppelt ist... ^^

  • warum sollte man einem Hersteller mit closed-source-System, der dann auch nicht standardkonform arbeitet (also Apple...) irgendwie nachkommen?


    Schau dir mal das Linux-Subsystem von Windows (!) an. Und bedenke mal die Tatsache, dass Microsoft Linux inzwischen massiv unterstützt, SSH-Konsole unter Win 10 nur als ein Beispiel, oder Ubuntu.


    Und ja, ich weiß, dass Apple richtig geil klicki-bunti ist...

  • Ich bin mittlerweile zu FreeNAS (openSource) gewechselt und habe das Problem so für mich gelöst.

    warum sollte man einem Hersteller mit closed-source-System, der dann auch nicht standardkonform arbeitet (also Apple...) irgendwie nachkommen?

    Seit wann ist Qnap OpenSource?


    macOS ist POSIX konform und hat einen BSD/UNIX unterbau, der Kernel von macOS und iOS ist offen gelegt.


    Windows mit Linux-Subsystem ??? WSL enthält keinen Millimeter Linux code, es ist eine Middleware die es möglich machen soll linux code auf Windows auszuführen, quasi WINE nur umgekehrt.


    Das Windows einer der größter contributor für den Core von Linux ist und auch für einige Distributionen liegt vermutlich daran (ich rate mal ins Blaue), das die Azure Platform auf einem Linux unterbau läuft.

    Ausserdem weiss redmond selber das closedsource kein zukunft hat. Kauft sich einfach GitHub .. und alle laufen zu GitLab :D ..

    Einmal editiert, zuletzt von Heidimelone ()