Netzwerk – NFS Teil 2: Die alternative zur Microsoft-Netzwerk-Freigabe (SMB / Samba) – Windows-Clients

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Nach dem ich im ersten Teil über das Einrichten der QNAP für NFS und dessen Einbindung unter Linux- und MacOS-Clients berichtet habe, bin ich das Einrichten und Einbinden unter Windows schuldig geblieben, da mir zu diesem Zeitpunkt kein Windows 10 Pro 1709 zur Verfügung stand.


Dies möchte ich nun im 2. Teil nachholen.



1. Die QNAP

Die QNAP ist mit ein paar wenigen Schritten bereit.


Vorbereiten und Einrichten siehe Teil 1:
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2. Windows Client einbinden

Von Haus aus lassen sich Windows-Clients nur in der Enterprise- und Ultimate-Edition einbinden. Erst ab Windows 10 1709 lässt sich dies scheinbar auch mit der Pro-Version bewerkstelligen. Bei diesen Versionen kann der NFS-Client nachträglich installiert werden. Auch gibt es eine Vielzahl von Programmen von Drittherstellern, mit denen auch die anderen Windows Versionen und Editionen fit für NFS gemacht werden können. Die ausgereifter wirkenden Programme sind jedoch nicht gratis.
Exemplarisch – und weil mir in meiner Testumgebung nur diese Version zur Verfügung steht – zeige ich das Installieren und Einrichten unter Windows 10 Pro 1709.



2.1. Installation des NFS-Client

Im Gegensatz zu MacOS geht es bei Windows wie bei den meisten Linux-Distributionen nicht ohne vorherige Installation des NFS-Client.


> Start
> Einstellungen
> Apps




> unter <Apps & Features> ganz unten <Programme und Features>




> auf <Windows-Features aktivieren oder deaktivieren> klicken



> unter „Dienste für NFS“ den Punkt „Client für NFS“ aktivieren




> <OK>


Nun wird der NFS-Client installiert.



2.2. Verbinden mit der QNAP

Das Verbinden erfolgt gleich wie bei der Microsoft-Netzwerk-Freigabe (SMB / Samba). Analog zu dem im 1. Teil erklärten temporären Einbinden kann dies unter Windows mit Ausführen <Windows>+<R> oder dem Windows-Explorer <Windows>+<E> gemacht werden. Im erscheinenden Dialogfeld die IP-Adresse des NAS eingeben:


\\IP-Adresse-NAS\



z.B.


\\192.168.5.100\







Alternativ kann auch schon der Freigabeordner mit angegeben werden:


\\192.168.5.100\Download\



Unter Windows ist das permanente Einbinden als Netzlaufwerk relativ einfach. Im Windows-Explorer:


> Rechtsklick auf <Netzwerk>




> <Netzlaufwerk verbinden...>
> \\IP-Adresse\Freigabe-Ordner\ angeben




> <Fertig stellen>


Hier bleibt die Verbindung auch über den Neustart hinaus bestehen.



2.3. Microsoft-Netzwerk-Freigabe deaktivieren

Ist „Microsoft-Netzwerk“ aktiv und man will, dass die Windows-Clients sich über NFS und nicht über die Microsoft-Netzwerk-Freigabe verbunden werden, sollte man das Microsoft-Netzwerk deaktivieren. Denn standardmässig verbindet sich Windows damit zuerst.





3. Performance

Im Gegensatz zu Linux und MacOS hat mich die Performance von NFS unter Windows nicht überzeugt. SMB war hier schneller. Allerdings könnte dies auch an meiner Testumgebung und Testaufbau liegen. Das könnte auch dem schon etwas in die Jahre gekommenen Notebook geschuldet sein.



4. Fazit

So ist auch das Einrichten unter Windows keine Sache, allerdings nur auf bestimmten Windows Editionen und Versionen ohne Drittherstellernsoftware.
Was die Performance angeht: Was erreicht Ihr so unter Windows?