IT Geschichten - Jungfrau in Nöten

Im Zug meiner IT-Tätigkeit gehört es unter anderem auch zu meinen Aufgaben die direkten Nöte und Probleme der Benutzer am PCs zu lösen.


Vor einiger Zeit rief mich eine aufgelöste Mitarbeiterin an, dass Ihr PC spuken würde. Er würde kontinuierlich weiterschreiben und sie könne nichts dagegen machen. Nach einem ersten Stirnrunzeln und da die Mitarbeiterin nicht weit von meinem Arbeitsplatz entfernt war, beschloss ich mich der Sache persönlich und vor Ort anzunehmen: eine Jungfrau in Nöten. Ob das mit der Jungfrau noch... ok, lassen wir das.
Auf jeden Fall mache ich mich auf den Weg. Auf dem Weg dahin mache ich mir so meine Gedanken, was denn das Problem sein könnte. Beim Durchgehen diverser Horror-Szenarien, vom Virenbefall bis zum Hackerangriff, frage ich mich schon, ob ich nicht wohl das Internet kappen und die Luken dicht machen sollte. Ich stelle fest, dass der Weg nun doch lange zu sein scheint.
Am Arbeitsplatz der betreffenden Mitarbeiterin angekommen sie schon leicht hysterisch:
„Siehst du, siehst du, er schreibt ohne dass ich was mache und ich kann ihn nicht stoppen“.
Ein Blick und mein geschulter Blick und brillanter Verstand erfassen die kritische Lage sofort. Darauf ich:
„Vielleicht hilft es, wenn Du den Schreibblock von der Tastatur nimmst.“


Da soll mal einer sagen es ist kein Ritter zur Stelle wenn man ihn braucht einen Dämonen zu erschlagen – und wenn es nur ein widerspenstiger Schreibblock ist. Wir IT-ler sind die Ritter der heutigen Zeit.

Kommentare 8

  • Ach wenn man das doch nur von Allen sagen könnte.! ;-)

    • Ich vermute es liegt daran, dass der Dämon in der DSL-Kupferleitung widerspenstiger ist als ein Schreibblock. Da schlottert dem einen oder anderen Telekom-Ritter schon mal die Knie. :D

    • Du sagst es.!

  • Ja Vorort service ist manchmal unablässig.


    Erinnert mich an einen Sonntag an dem es unaufhörlich aus Kübeln geschüttet hat. Als mich meine Schwester verzweifelt anrief und meinte ihre Maus geht nicht.


    Ich wusste, dass sie eine optische Maus hat also war der sonst so übliche Dreck unter der Maus kein Thema. Also dachte ich erst mal an Treiber Problem und lies diese erst mal neuinstallieren. Nachdem das jedoch auch nicht half bin ich doch mal zu ihr gefahren. Den Rechner hatte sie in der zwischen Zeit ausgeschaltet. Während er also wieder startete habe ich mir doch mal die Unterseite der Maus genauer angesehen. Und was sehe ich? Einen Knopf. Es handelte sich um eine Bluetooth Maus, man konnte damit die Maus wieder mit dem Empfänger connecten. Einmal drauf gedrückt und schon ging die Maus wieder.


    Kommentar meiner Schwester, das hättest mir auch am Telefon sagen können, das ich da drauf drücken muss...


    Als ob ich es am Telefon gesehen hätte.

    • :D Auch nicht schlecht. Ja habt Ihr denn kein Bildtelephon? Ts. :D

    • Das ist schon ein paar Jahre her. Meine Schwester hatte damals noch ein modem um ins Internet zu kommen.

    • Also Handkurbel fürs Internet. :D Ich darf eigentlich nichts sagen. Bin bis heute noch mit analogem Telephon unterwegs und das obwohl ich Glasfaser in der Wohnung habe.

    • Bei mir ist es umgekehrt. Habe nun Vectoring-Router mit VoIP-Zwangsanschluss und hänge noch am Telekom-Kupferkabel. Ich zahle schon seit 2002 16Mbit/s und sehe dieses Jahr erstmalig 2 Mbit/s auf der theoretischen Bandbreitenanzeige. Das nachdem ich all die Jahre nach frühem ISDN-Höhenflug noch nie ein ganzes DSL-Mbit gesehen habe. Beim Treiberdownload kann ich erst mal in Urlauf fahren, in der Hoffnung, dass mal kein Timeout das Vergnügen abrupt beendet. In der TV-Werbung bei uns läuft nur Science-Fiction mit Gigabit-Gefasel. Ich werd wohl bald auf Rauchzeichen-Kommunikation umstellen. =(