Test der QNAP-TS 231 P auf ihre Usability für absolute NAS-Neulinge

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  • Seit Anfang März befindet sich ein QNAP TS-231P NAS zu Testzwecken in unserer Familie. Das NAS wurde uns freundlicherweise via QNAPclub Community (forum.qnapclub.de/) durch die QNAP GmbH zur Verfügung gestellt, wofür wir uns recht herzlich bedanken möchten.

    Das NAS wurde uns Anfang März 2017 mit einem schicken Fan-Paket (Bild 1) geliefert :thumbsup:


    Als absolute NAS-Neulinge waren wir zunächst von der kompakten Größe des Geräts angenehm überrascht. Sehr gut gefällt uns auch die Verarbeitung des Gehäuses: Es ist durchgehend hochwertig, nichts fühlt sich billig an. Auf dem Artikelbild hat man einen schönen „Größenvergleich“. Das NAS kam incl. zwei 1 TB WD-Festplatten und war bereits mit der aktuellen 4.3 BETA Firmware vorkonfiguriert.

    Nachdem das Fan-Paket gerecht aufgeteilt war ;) , haben wir das NAS angeschlossen. Dies stellt auch für unerfahrene Nutzer kein Problem dar. Einfach das NAS per mitgeliefertem Patchkabel an die vorhandene FritzBox 7490 anschließen, Netzteil mit der Steckdose verbinden, einschalten - fertig.

    Hier dann gleich die nächste angenehme Überraschung: Das NAS ist unglaublich leise. Es steht im Wohnzimmer und ist im Betrieb quasi nicht zu hören. An der Frontseite verraten jedoch 5 LED’s, die mit Status, LAN, USB, HDD1 und HDD2 beschriftet sind, dass das NAS arbeitet.

    Zur Konfiguration des NAS gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Konfiguration mit dem am Gerät befindlichen QR-Code über das Handy oder Konfiguration mit der QNAP QFinder Pro-Software per PC (Windows, Mac, Linux, Chromebook). Da die QR-Code-Variante bei uns zunächst nicht funktionierte, haben wir die QNAP QFinder Pro-Software auf unserem Windows PC installiert. Das Programm sucht im Netzwerk nach einem verfügbaren NAS und hat die TS-231P, mit ihrer automatisch von der FritzBox zugewiesenen IP, dann auch sofort gefunden.

    Wir konnten uns in der Weboberfläche des NAS anmelden und haben direkt den Standardbenutzernamen und das Standardkennwort geändert. Die Weboberfläche ist sehr übersichtlich und optisch sehr ansprechend gestaltet. Man findet sich dort auch als Anfänger schnell zurecht. Anwendungen (Pakete) können über das QNAP Store App Center ganz einfach installiert bzw. deinstalliert werden. Wer möchte und sich schon etwas mehr mit dem Thema NAS beschäftigt hat, kann zusätzlich noch das QNAPclub App Center ganz einfach über die Einstellungen des QNAP Store AppCenters installieren (hier eine sehr schöne Anleitung via QNAPclub store.qnapclub.eu/index.php?act=howto).

    Neben dem AppCenter und vielen anderen Paketen (Apps) befindet sich auf der Weboberfläche des NAS auch die Systemsteuerung. Dort haben wir für jedes Familienmitglied einen eigenen Benutzer angelegt. Die umfangreichen Möglichkeiten der Privilegieneinstellungen (Freigabe von Ordnern, Speicherplatzkontingente, Benutzerberechtigungen etc.) erschließen sich einem Anfänger nicht auf den ersten Blick, man muss sich damit erst eine Weile beschäftigen.

    Das NAS wurde nach Inbetriebnahme und Konfiguration automatisch auf unseren Windows Laptops als Netzlaufwerk im lokalen Netz angezeigt. Ebenso hat der Zugriff auf das NAS über unsere im lokalen Netz befindliche PlayStation prima funktioniert. Super!

    Da man an das NAS auch eine externe Festplatte anschließen kann, haben wir natürlich auch dieses ausprobiert. Die USB-Festplatte wurde sofort in der QNAP Qfile App angezeigt und man konnte problemlos im lokalen Netz darauf zugreifen. Um von außerhalb auf die USB-Festplatte zugreifen zu können, muss die USB-Festplatte als zusätzlicher Speicher integriert werden. Hierzu hätten wir unsere vorhandene USB-Festplatte zunächst formatieren müssen. Das haben wir bis dato noch nicht getestet.

    Da wir das NAS auch außerhalb unseres Heimnetzwerks erreichen wollten (also z. B. von unterwegs per Handy) haben wir uns dann um die Themen Portfreigabe und Sicherheit gekümmert.

    Aus der Erfahrung mit unserer externen WD-Festplatte (MyBookLive) wussten wir, dass man bei einem Zugriff von außerhalb, in der FritzBox einige Ports freigeben muss. Als Anfänger mussten wir hier ziemlich viel Recherche im Forum / im Internet betreiben und in der QTS-Hilfe (Hilfefunktion für das Betriebssystem des NAS) suchen. Intuitiv ging hier leider nix ?( .

    Beim Thema Sicherheit haben wir das bereits vorinstallierte kostenfreie Antivirus App genutzt. Allerdings mussten wir es zunächst aktivieren und aktualisieren. Anschließend überprüft und aktualisiert sich die App selbständig (Bild 2).












    Zusätzlich haben wir über die Systemsteuerung (Unterpunkt Sicherheit - Bild 3) den Netzwerkzugangsschutz aktiviert. Wir finden, dass der Netzwerkzugangsschutz auch schon ab Werk standardmäßig aktiviert sein könnte.

    Da das NAS bei Anmeldevorgängen via Browser etc. uns immer darauf hinweist, dass diese Anmeldung / Seite nicht sicher ist und die Anmeldedaten ggf. auch durch andere mitgelesen werden können etc., hätten wir gerne noch die Funktionalität einer QNAP-SSL-Zertifikatslizenz (hierzu benötigt man eine Registrierung auf myqnapcloud.com/?lang=de) getestet. Allerdings ist nur eine 3-Jahres-Lizenz für ein entsprechendes Zertifikat zu erwerben an die sich dann noch eine gratis 2-Monats-Lizenz anschließt Bild 4). Der umgekehrte Fall wäre uns für den Testzeitraum lieber gewesen ;) .

    Jetzt konnte es endlich losgehen und wir haben auf dem NAS Dokumente, Fotos, Videos und Musik abgelegt. Das war kinderleicht, denn die entsprechenden Dateien konnten per drag and drop von unseren Laptops auf das NAS kopiert werden.

    Auf unseren mobilen Geräten (Handys und Tablets) haben wir dann die Qnap Apps

    - Qfile
    - Qphoto
    - Qvideo
    - Qmusic

    via GooglePlay (Android) und AppStore (Apple) installiert. So konnte jeder von uns per Benutzernamen / Passwort auf seine eigenen oder auf die für ihn freigegebenen Ordner und Dateien zugreifen.

    Qfile

    Qfile ist der „Allrounder“ für alle Arten von Dateien unter den o.g. Apps von Qnap. Die App hat eine intuitive, übersichtliche und aufgeräumte Benutzeroberfläche. Sie verbindet sich / synct sehr schnell mit dem NAS. Per Qfile besteht so ganz bequem die Möglichkeit via Smartphone oder Tablet Dateien zu verwalten, herunterzuladen oder hochzuladen. Dateien können per Linkfreigabe ohne Probleme mit anderen Personen geteilt werden.

    Qphoto

    Wer schwerpunktmäßig Fotos verwalten möchte ist mit der Qphoto App sehr gut versorgt. Die Benutzeroberfläche ist, wie auch schon bei Qfile, sehr ansprechend und übersichtlich. Die App erlaubt einen schnellen und problemlosen Zugriff auf alle auf dem NAS gespeicherten oder für den Benutzer freigegebenen Fotos. Die App bietet neben dem Anzeigen der Fotos vielfältige Möglichkeiten: Teilen, Sortieren,Anlegen von Alben, Anzeige von Bildeigenschaften, Download und Upload (auf und vom Smartphone / Tablet) von Fotos sind kein Problem. Fazit: Eine rasant schnelle App für die Fotoverwaltung – toll!

    Qvideo

    Wer per Smartphone / Tablet auf seine auf dem NAS gespeicherten Videos zugreifen möchte, kann dafür die Qvideo App nutzen. Sie dient nicht nur zur Verwaltung (Sortieren, Hochladen, Herunterladen und Teilen) von Videos, sondern sie verfügt auch über einen integrierten Player um die Videos abzuspielen. Wer für das Abspielen seiner Videos lieber einen bereits vorhandenen anderen Player nutzen möchte hat auch hierzu die Möglichkeit: Qvideo bietet diese Option in seinem Menü zur Auswahl an.

    Aufgrund unserer schmalbrüstigen 16.000er DSL-Leitung und ihrem geringen Upload, haben sich, beim Zugriff von unterwegs, Videos nur sehr schlecht (ruckelnd oder gar nicht) abspielen lassen.Beim Zugriff im lokalen Netzwerk (zu Hause) traten jedoch keinerlei Probleme auf.

    Qmusic

    Für alle Musikfans ist Qmusic die richtige Wahl. Auch hier begrüßt den Nutzer wieder die sehr ansprechende und übersichtliche Qnap-typische Benutzeroberfläche. Die App erlaubt den Zugriff auf alle auf dem NAS gespeicherten Musiktitel und ist gleichzeitig auch Musikplayer. Die Titel können nach Lied, Künstler, Album oder Gattung angezeigt werden. Auch bietet die App eine prima funktionierende Suche mit der sich gespeicherte Titel oder Alben finden lassen. Wer möchte kann aus seinen Lieblingstiteln Playlisten zusammenstellen und abspielen. Außerdem können per Qmusic Musiktitel auch auf das Smartphone / Tablet heruntergeladen werden. Kleine Einschränkung: Aus dem Menü der Qmusic App heraus gibt es keine Möglichkeit zum Heraufladen / Hinzufügen von Musikdateien auf das NAS. Wer also vom Smartphone / Tablet aus einen Musiktitel auf sein NAS hochladen möchte, der muss auf die Qfile App zurückgreifen.

    Kontakte und Kalender

    Vermisst haben wir eine Möglichkeit, Kontakte und Kalender zu syncen. Qnap bietet zwar die Qcontactz App auf dem NAS an, leider gibt es aber bis dato nur den Hinweis auf der Qnap Homepage, dass die Qcontactz Mobile App in Kürze auf Google Play und im App Store verfügbar sein wird. Das Anlegen eines neuen Kontakts in der Qcontactz App funktioniert im Prinzip wie bei jedem anderen Kontaktmanager auch. Negativ aufgefallen ist uns jedoch, dass man Geburtstage oder Jahrestage nur über das Kalendersymbol im entsprechenden Feld eingeben kann. Um Opa’s Geburtstag (anno 1930) einzugeben benötigt man ziemlich viele Mausklicks ;) (Bild 5).

    Hier wäre es schön, wenn Qnap nachbessern würde und die Eingabe des Datums auch per Tastatur möglich wäre. Eine explizite Qnap Kalender App oder eine andere App mit entsprechender Funktion für das NAS konnten wir leider nicht ausfindig machen.

    Unser Fazit:

    Die QNAP-TS 231P hat sich zur Speicherung und Verwaltung von umfangreichen und vielfältigen Daten unserer Familie sehr gut geeignet. Der Zugriff auf die Daten war jederzeit über Smartphone, Tablet etc. mit den QNAP Apps für Android und Apple problemlos und mit überraschend guter Geschwindigkeit möglich. Sehr gut gefallen haben uns auch die unterschiedlichen Möglichkeiten zum einfachen Teilen von Dateien mit anderen Personen. Für uns stellt die QNAP-TS 231P eine sehr gute und vor allen Dingen auch für Anfänger komfortabel nutzbare Alternative zu den unterschiedlichen, bisher von uns genutzten, Cloudlösungen von Google und Co. dar. Alle unsere Daten an einem zentralen Ort bei uns zu Hause – wir sind der Meinung, das ist spitze :qnap:

    3.387 mal gelesen

Antworten 10

  • TheDefaced -

    Und wie ist das mit der Lautstärke? Wohnzimmertauglich? Dann sind ja die HDD Halterungen aus Plastik, und nicht entkoppelt, wie verhält es sich dann mit Vibrationen am im Gehäuse?

  • angelluck -

    Ich denke gesponsert ist übertrieben. Die Geräte sind ja nur zum testen geliehen. Mit der Auflage einen Blogartikel zu schreiben. Christian möchte halt die Blogrubrik etwas füllen. Aber man darf auch einfach so Artikel schreiben. Christian freut…

  • Netzonline -

    Hi, schöner Artikel! Kann es sein das der Link von "hier eine sehr schöne Anleitung via QNAPclub" nicht geht oder ist das Problem von temp. Art? Wieso und weshalb wurde diese den gesponsert? Gruß

  • angelluck -

    Ja im EU vergleich schon, aber Weltweit nicht. In Kanada zahlt man glaube ich 80 kanadisch Dollar. Wobei ich da den Wechselkurs gerade nicht kenne. Und dort sind großte Teile gar nicht abgedeckt. Nur die Ballungsgebiete. Wenn du in die Wildnis fährst…

  • LittleJonny -

    Im EU Vergleich, sind die mobilen Daten in Deutschland mit am teuersten.... welt.de/wirtschaft/webwelt/art…inziges-Datenvolumen.html

  • angelluck -

    Ok ich habe hir zwar nur 1GB mit 300min/sms für 7,99€ wenn das Volumen alle ist kann man aber für 2 weitere Euro noch mal Volumen bis zum Monatsende nachbuchen . Also wäre ich dann bei ca. 16€. Bei euch habe ich da eher was von 60Dollar gelesen…

  • steve-o -

    Mit dem "etwas langsamer" meinte ich, dass man dann leider als Downloadgeschwindigkeit nur maximal mit der Uploadgeschwindigkeit des heimischen Internetanschlusses surft. Ja, die Funklöcher gibts kostenlos dazu und man zahlt in manchen Tarifen sowohl…

  • angelluck -

    So extrem wirken sich die Header in der VPN Verbindung ja auch wieder nicht aus. Vorallem wenn man über WLAN im Netz hängt kann es einem fast egal sein. Wenn man per UMTS oder so im Netz ist, spielt es vielleicht wegen dem verfügbaren Volumen eher…

  • steve-o -

    Zitat von angelluck: „Zum Thema Ports öffnen, besser nicht so viele Ports öffnen und eine VPN Verbindung für den Zugriff von Außen einrichten. Dann muss nur ein einziger Port geöffnet werden bzw. wenn man es über den Router macht gar…

  • angelluck -

    Sehr schöner Test. Zitat von Patricia1904: „Sehr gut gefällt uns auch die Verarbeitung des Gehäuses: Es ist durchgehend hochwertig, nichts fühlt sich billig an. “ Wobei man bei den Plastikgehäusen beim öffnen aufpassen muss wenn man sie…